Geocaching – So kann das enden…
Es war im April letzten Jahres, als Geocacher in Wiesbaden bei der Ausführung ihres Hobbys einen kleinen Nebeneffekt hatten, der so ganz bestimmt nicht geplant war. Folgendes hat sich ereignet: Mittags um viertel nach zwei beobachteten Passanten, wie ein Mann immer und immer wieder um einen öffentlichen Mülleimer herum ging und schließlich eine kleine Dose an dem Mast direkt unter dem Mülleimer befestigte. Da wir heute ja in einer Zeit wohnen, in der die Nachrichten voll von Terroranschlägen sind, riefen die Passanten natürlich umgehend die Polizei und wiesen diese auf die Geschehnisse hin. Die Folge…
…war eine Sperrung der betroffenen Straßen, der Christian-Zais-Straße und der Wilhelmstraße. Erst die Sprengstoffexperten konnten Entwarnung geben und stellten fest, dass es sich bei der Dose um einen Cache (engl: geheimes Lager) handelte. Der mutmaßliche Geocacher wurde anschließend durch die Polizei gesucht, denn während er den kleinen Plastikbehälter dort anbrachte, wurde der Mann auch von Passanten fotografiert. Ob das anschließend eingeleitete Untersuchungsverfahren Erfolge verbuchen konnte, ist uns leider nicht bekannt.
Warum wir nach über einem Jahr noch darüber berichten? Wir wollen ein wenig an Eure Umsicht appellieren, damit Ihr beim Geocaching nicht ausversehen solche oder ähnliche Situationen hervor ruft. Wenn Ihr unterwegs seid, dann seid Ihr wahrscheinlich nicht unbedingt von anderen Geocachern umgeben. Es ist also nicht nötig, sich derart auffällig „unauffällig“ zu verhalten. Mehr Sinn macht es da, wenn Ihr den Schatz einfach deponiert und neugierig schauenden Passanten direkt sagt, dass es sich dabei um eine moderne Form der Schnitzeljagd handelt.
Bild: © Arno Bachert / Pixelio









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