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Thema: Ein-Mann-Zelt

  1. #1
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    Ein-Mann-Zelt

    Halli hallo,

    ich habe hier bereits einige Threads über Zelte im Allgemeinen gefunden, aber da ging's dann meist um 2+x-Mann-Zelte. Ich bin, wie der Titel schon andeutet, auf der Suche nach einem Ein-Mann-Zelt als Unterkunft während meiner Pyrenäenüberquerung (GR10).

    Nun bin ich in der erfreulichen Situation, in Köln zu wohnen und damit eine (nicht eine - die größte!) Globetrotter-Filiale gleich in der Nachbarschaft zu haben. Aber trotzdem will ich nicht vollkommen unbedarft dort hin, sondern mir zumindest schonmal über einige Rahmenbedingungen im Klaren sein.

    Z.B. habe ich hier schonmal gelernt, dass sich Nylon bei Nässe dehnt und man nachspannen muss, wenn's regnet. Polyester soll da wohl besser sein. Wovon ich aber überhaupt keine Vorstellung habe, ist die Wassersäule. Was braucht man in den Pyrenäen (genaue Reisezeit steht noch nicht fest, entweder Mai/Anfang Juni oder Ende August/September/Oktober)? Was muss ich sonst beachten? Am Gewicht würde ich gerne sparen (alleräusserste Höchstgrenze: 2,5 Kg), aber auch mitsamt Rucksack reinpassen... Sollte doch mit bis maximal 250 € (gerne auch weniger) zu finanzieren sein, oder?

    Für Tipps und Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Sascha 8)

  2. #2
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    Also, ein Zelt, das nur 2.5kg wiegt, ist grundsätzlich ein eher teures Zelt, auch wenn es nur für 1 Person ist. Ist so meine Erfahrung. Da liegst Du mit Deinem Budget ungefähr richtig... aber ich bin aus der Schweiz und die Preise in D sind vielleicht anders.

    Bsp.: http://www.spatz.ch/cgi-local/shop.p...17256577.80455
    Das Zelt sollt's auch in D geben *denk*. Vaude ist aber sauteuer.
    Wesentlich günstiger ist da Jack Wolfskin. Ich find die Sachen nicht schlecht. http://www.spatz.ch/cgi-local/shop.p...17256577.80455

    Zitat Zitat von spatz.ch
    * Nylon-Zelte haben eine sehr hohe Reiss- und Scheuerfestigkeit. Ergänzt mit einem eingewobenen Polyesterfaden entsteht das RipStop-Nylon das sich bei Nässe weniger dehnt und noch reissfester wird. High Tenacity RipStop-Nylon entsteht durch die beidseitige Beschichtung mit Silikon. Dieses höchstwertige Nylon ist zusätzlich noch reissfester und reduziert die UV-Empfindlichkeit erheblich.

    * Polyester-Zelte haben eine hohe Reiss- und Scheuerfestigkeit. Gute Qualitäten dehnen sich bei Nässe nicht, verrotten nicht und haben eine hohe UV-Beständigkeit.
    Ich habe dieses Zelt (http://www.hajk.ch/h/shop_details.ph...egory_id=14061) sind natürlich andere Dimensionen, Probleme mit Nässe/Nachspannen hatte ich nie.

  3. #3
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    Vielen lieben Dank für die Infos! Die Zelte sind ja riesengroß :shock: ich brauche nicht unbedingt ein Zelt, in dem ich aufrecht stehen kann (könnte bei meinen 1,98 auch schwierig werden, da was passendes zu finden) aufrecht sitzen sollte schon genügen, muss aber auch nicht sein. Ist lediglich als Nachtquartier gedacht. Das Gossamer trifft da schon eher meine Vorstellungen, liegt auch preislich in der Region, die ich mir leisten kann (100 € auf wolfskin.de), und das bei gerade 1,5 kg - ich bin begeistert. Aber bei diesem Preis muss doch irgendwo ein Haken sein...

    Kann mir jemand in Bezug auf die Wassersäule hilfreiche Infos liefern? Komme ich damit trocken über die Pyrenäen:

    Außenzelt: "POLYESTER RIPSTOP 75 D (4000 mm)
    Durch eine PU-Beschichtung wasserdichtes und sehr dehnungsarmes Polyestergewebe (Wassersäule: 4000mm) zur Verwendung für Außenzelte und Tarps. Durch die Ripstop-Webart mit kreuzweise eingewebten Verstärkungsfäden besitzt es eine verbesserte Weiterreißfestigkeit."

    Boden: "HYDROFILM NYLON 210D (10000 MM)
    Mit einer wasserdichten PU-Beschichtung versiegeltes und sehr abriebfestes Polyamid-Gewebe zur Verwendung als Bodenmaterial für JACK WOLFSKIN FAMILY Zelte. Das Material hält im Neuzustand einem Wasserdruck von 10.000mm Wassersäule stand."


    (Herstellerangaben)

    Einen Erfahrungsbericht dazu habe ich auch schon gefunden, in dem das Zelt in relativ hohen Tönen gelobt wird. In einem anderen wird aber bemängelt, dass man selbst kaum reinpasst und mit einem Rucksack erst recht Probleme bekommt...

  4. #4
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    Hey Sascha

    In den oberen zwei Links kannst Du garantiert nicht stehen, das sind keine grossen Zelte, sondern kleine. Mein Zelt (letzter Link) ist riesig, aber da ging's nur um's Material!

    Klar, Jack Wolfskin ist nicht Hilleberg, aber die Sachen gelten als gut.
    Lass Dich beraten.

    Ab 1500mm Wassersäule gilt etwas als wasserdicht, etwas Spatzung ist natürlich immer gut. 4000mm sollten reichen. 10'000mm ist beim Boden eine Standard-Wassersäule für Trekklingzelte, das ist gut.

    Zitat Zitat von mein Zelt hat
    Wassersäule (Boden): 5.000 mm
    Wassersäule (Aussenzelt): 5.000 mm
    Und es war immer dicht, auch im isländischen Sturm und der war ziemlich übel (v.a. für ein derart grosses Zelt).

    Dass das Zelt klein ist, ist klar. Von den Massen her, habe ich persönlich das Gefühl, für eine Person mit eher wenig Gepäck sollte das reichen... dafür wiegt's halt dann wenig.

    LG

  5. #5
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    Weiterer Erfahrungsbericht, sehr ausführlich: http://reisen.ciao.de/Jack_Wolfskin_...__Test_2985968

    Und das da ist sehr interessant, da schreibt einer, er (185cm, 85-90kg) koche sogar noch drin, mit grosser Ausrüstung... http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=12788

  6. #6
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    Zitat Zitat von WhyNotTry
    In den oberen zwei Links kannst Du garantiert nicht stehen...
    Nein nein, hab' auch was überzogen aber das erste bietet halt im Vergleich zum Gossamer deutlich mehr Angriffsfläche - mal ganz abgesehen von der Stellfläche, wo ich bestimmt noch glücklich sein werde, wenn diese eher minimalistisch dimensioniert ist 8)

    Die Infos werden mir bei meinen weiteren Planungen sehr weiterhelfen, vielen Dank dafür und für die Zeit natürlich auch (ich seh' ja, wie lange ich alleine an diesem Dreizeiler sitze...).

    Zitat Zitat von WhyNotTry
    da schreibt einer, er (185cm, 85-90kg) koche sogar noch drin, mit grosser Ausrüstung...
    Kann ich mir kaum vorstellen, der muss echt gelenkig sein

  7. #7
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    Ich hatte mal das Marmot Nyx von Globetrotter. Es schaffte es zwar nie auf Sonderxpeditionen, aber ich war damit auch beim normalen Zelten sehr zufrieden.

  8. #8
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    Hallo Sascha,
    wenn dein Zelt lange wasserdicht bleiben soll,
    dann verzichte auf Rip-Stop Zeltplanen.
    Dieser Reisfeste Stoff, hat einen dickeren Faden eingewebt,
    an dem ein entstandener Riss aufhört.
    Das hat aber zur Folge, dass die Beschichtung an diesem Faden einer dünner ist und in den Feldern dazwischen dicker.
    Bei Benutzung kommt dazu, dass die Beschichtung der dickeren Rip-Stop Fäden einen erhöhten Abrieb haben.

    Dünnere Beschichtung + erhöhtem Abrieb =
    schnellem Verlust der wasserdichten Beschichtung.

    Mal ganz abgesehen davon, dass das eh Unfug ist. Das benötigt man höchstens auf Expeditionen ins Himalaya oder in die Wüsten.

    Um die Wassersäule brauchst du dir im Normalfall keine Gedanken zu machen. Allgemein üblich: Boden 5000, Zelt 2000 - 3000 mm.


    Was in den Pyrinäen wie überhaupt in den Bergen wichtig ist, ist die Standfläche (je größer, desto schwerer findet man einen ebenen Platz) und gelegentlich ist auch ein selbsstehendes Zelt recht praktisch.
    Man kann sich aber auch bei nicht selbststehenden Zelten zur Not behelfen (habe ja auch so ein Ein-Mann Zelt).

    Um mal einen Vorschlag zu machen, für 200,- € und 1,8 Kg Gewicht:
    http://www.globetrotter.de/de/shop/d..._id=0607&hot=0
    Das Nordisk Pasch SI sieht meinem Zelt zum Verwechseln ähnlich,
    aber die Belüftung ist anderst geregelt.

    VG
    Achim
    Wer nichts macht, macht keine Fehler.
    Aber das ist ja langweilig

  9. #9
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    Mit meiner Zeltempfehlung lag ich voll daneben.
    Das Zelt hat nämlich Rip-Stop.

    Folgendes Zelt dürfte aber recht gut sein:
    http://www.vaude-service.de/product_...bd6addd9f5f5a8

    Leider ist das Angebot an guten Ein-Mann-Zelten derzeit sehr klein.
    Und offenbar ist es derzeit Mode, auch bei billigen Zelten Rip-Stop Planen zu benutzen.
    Wer nichts macht, macht keine Fehler.
    Aber das ist ja langweilig

  10. #10
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    Hi Achim,

    die Sache mit dem Rip-Stop hätte mich als Einsteiger auch erstmal beeindruckt und vielleicht sogar nen höheren Preis gerechtfertigt. Leuten, die keine Ahnung haben, kann man natürlich jedes 'Feature' für teuer Geld andrehen Aber klar, wenn erstmal ein Riss in der Plane ist, dann ist sie undicht - egal, ob der Riss sich noch vergrößert oder nicht. Daher sollte man solche Stellen so oder so schnellstmöglich reparieren, Rip-Stop hin oder her. Und dafür werde ich bestimmt für kleines Geld Material finden. Daher schonmal danke für den Hinweis 8)

    Das Taurus I wiegt laut Marktangaben 2,5 Kg - kostet dafür auch 200 €. Ist der höhere Preis und das höhere Gewicht gegenüber dem Thunder Bay bzw. dem Gossamer (meine bisherigen Favoriten) durch mehr Komfort/Qualität denn gerechtfertigt? Für die 100 € Aufpreis wäre fast schon alleine die Anreise finanziert

    Das Marmot Nyx liegt mit seinen 2,2 Kg bei 270 € leider vollkommen außerhalb dessen, was ich mir gerne leisten und zumuten möchte.

    Nochmals danke, danke, danke für eure Tipps und Hinweise - ich glaube, hier im Forum bin ich bei meinen Planungen sehr gut aufgehoben. Vielleicht kann ich mein erlangtes Wissen auch irgendwann mal mit jemandem hier teilen...

    Viele Grüße
    Sascha

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