Man darf vor lauter Wassersäule des Außenzeltes die Wassersäule des Zeltbodens (!) nicht vergessen. Da gibt es so tolle Zelte, die 5000 mm Wassersäule für das Außenzelt bieten, der Boden indes macht bei 1000 mm die Grätsche.
Warum? Klar, auf den Zeltboden prasselt kein Regen. Aber wenn's ordentlich schifft, wird das Wasser auch unter den Zeltboden laufen. Dann wird's da drunter feucht oder gleich richtig naß. Soweit ist das auch kein Problem. Wenn man dann auf der Isomatte liegt oder auf dem Boden kniet oder sitzt, übt man mit dem Körpergewicht Druck auf den Zeltboden und das darunter befindliche Wasser aus. So hat man einen schlechten Zeltboden mit geringer Wassersäule schnell überfordert und das Wasser suppt durch. Es wird im Zelt naß und ungemütlich, trotz dichtem Außenzelt.
Es gibt verschiedene Materialien für das Außenzelt. Ich empfehle grundsätzlich ein Außenzelt aus Polyester. Es ist sehr UV-Beständig. Zelte aus Polyamid (Nylon) gibt es unsinnigerweise auch. Polyamid hat den Nachteil, daß es sich etwas dehnt, wenn es naß wird. Wenn's in der Nacht wie aus Eimern kübelt, muß man raus und das Zelt nachspannen. Man wird die mobile Hütte verfluchen :twisted:
Jedes Außenzelt muß imprägniert werden. Entweder mit Silikon (sehr teuer, extrem langlebig, macht das Zeltmaterial reißfester) oder alternativ mit Polyurethan (PU). Das ist deutlich günstiger, macht das Zelt aber nicht reißfester, ist aber relativ haltbar. Schlecht sind Beschichtungen aus Acryl, PVC oder Alu. Bei diesen billigen "Aluzelten" (gibt's oft im Baumarkt, mit Fieberglasgestänge :shock: ) ist es innen immer stockfinster, weil kein Licht durch die Zeltwand dringt.
Soweit mal eine kurze Einführung zum Thema Zelt![]()
Grüße
Replay


LinkBack URL
About LinkBacks

Zitieren

ops: Ich meine mich aber an zwei zu erinnern... Aber wie gesagt ....

Lesezeichen