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Thema: Insekten in Nordafrika

  1. #1
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    Insekten in Nordafrika

    Im Nildelta kommt vor allem die Filariose und im oberen Teil des Nils die Bilharziose vor, welche auch im weiteren Afrika sehr verbreitet ist.



    Die Filariose zählt zu den Infektionskrankendheiten, welche von einer Art Fadenwurm ausgeht, welche sich ihren Lieblingsplatz im Bindegewebe und den Lymphgefäßen hat. Es kommt nicht selten zu starken schmerzhaften Schwellungen der Extremitäten. Wie auch bei der Malaria ist der Überträger eine Stechmücke.

    Die Würmer werden ca. 5-10 cm lang. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist allerdings nicht möglich. Leichte Infektionen bleiben meist symptomlos. Für einen starken Befall ist schon ein längere Aufenthalt im Epedemiegebiet nötig. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Larven im Blut und bedarf eine Behandlung durch einen Tropenarzt.



    Die Bilharziose, eine Infektion mit dem Pärchenegel (Schistosoma), kommt ebenfalls auf den karibischen Inseln vor. Die Bilharziose wird durch Pärchenegel übertragen. Die kleinen Schmarotzer entwickeln ich erst in bestimmten Süßwasserschnecken zu infektionstüchtigen Larven. Die Bilharziose kommt vorwiegend im stehendem Gewässern vor. Die kleinen Schmarotzer bohren sich im verseuchten Wasser durch die intakte Haut und gelangen zunächst in die Leber und von dort nach einigen Wochen in den Unterleib. Die Inkubationszeit beträgt 6-12 Wochen. Wenige Stunden nach der Infektion kommt es meist an der Eintrittsstelle zu Hautreizungen. 4 Wochen später kommt es dann zu Fieberausbrüchen und danach zu Blasen- und Verdauungsbeschwerden, wobei man im Urin, wie im Stuhl Blut Beimengungen beobachten kann. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung und einem mikroskopischen Ei-Nachweis.





    Eine andere durch Insekten übertragene Erkrankung ist die so genannte Leishmaniose (Kala Azar).

    Die Leishmaniose wird durch Einzeller auf immungeschwächte Personen übertragen. Die Infektion beginnt schleichend mit Fieber, Leber- und Milzvergrößerungen. Dazu kommen Gewichtsverlust und Kräfteverfall. Ein Erregerreservoire sind erkrankte Menschen, vor allem aber Hunde, von denen die Übertragung durch kleine Stehmücken („Schmetterlingsmücken“) einhergeht. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate betragen. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutentnahme und einem Parasitennachweis in Speziallabors.



    In einigen Gebieten in Ägypten (Sennoris- und Al-Fayum-Distrikt), Algerien, Libyen und Marokko treten in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten Infektionen mit Malaria auf. Es wird ein ausreichenden Mückenschutz in Form spezieller Antimückenmittel, Mückennetze und bedeckender Kleidung empfohlen.

    Die Inkubationszeit bei Malaria beträgt 7-12 Tage. Übertragen wird die Infektionserkrankung durch unseren geliebten Stechmücken. Die bösartige Malaria tropica, kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, mit Koma, Nierenversagen, und Schock. Leitsymptome sind: Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl. Dazu kommen Schüttelfrost und Schweissausbrüche. Eine Diagnose erfolgt meist während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut. Auch spezielle Antikörpernachweisse können die Malaria noch bestätigen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Malaria noch heilbar.



    In Marokko kommt landesweit auch das Dengue-Fieber vor. Überträger dieser Erkrankung ist die Stechmücke. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht direkt, sondern ebend über die Stechmücken. Die Symptome sind Grippe ähnlich:



    - Fieber

    - starke Kopf- und Gliederschmerzen

    - Druckschmerz in der Augeninnenwand

    - flüchtige Hautrötung



    Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage. Die akuten Symptome klingen meist nach einer Woche ab, jedoch kann ein abgeschlagenes Gefühl weitere Wochen andauern. Bestimmte Varianten führen gelegentlich zu Blutungsgerinnungsstörungen oder Schocksymptomen. Für eine genaue Diagnose bedarf es einer Blutuntersuchung.



    In allen Ländern Nordafrikas gibt es zu dem das West-Nil-Fieber, das durch Stechmücken übertragen wird und zur Entzündung des Gehirns (=Enzephalitis) führen kann.
    Mit Plattfuß und Kettenriß
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  2. #2
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    Woh, ich bin echt beeindruckt, das die Leute hier zu stande sind zu schreiben. Echt klasse Bericht. Sehr informativ. Nur weiter so.

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