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Thema: Trekking in Nepal, Everest Basecamp 2005

  1. #1
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    Trekking in Nepal, Everest Basecamp 2005

    So, endlich nach nunmehr 3 jahren habe ich es endlich geschafft meinen Reisebericht zum Thema Trekking in Nepal fertigzustellen. Die politischen Infos stimmen zwar nicht mehr so ganz, aber so war das eben vor 3 Jahren noch dort.


    Ich würde mich über ein Backup eurerseits freuen.

    Der Kamikaze :roll:

    edit Buschmann: Link entfernt
    "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

    Albert Einstein, dt.-am. Physiker, 1879-1955

  2. #2
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    Beiträge, die dem ausschließlichen Zweck dienen, auf andere Seiten zu verweisen, sind nicht akzeptabel – zumal ich auf deiner Seite nicht mal einen Gegenlink zu diesem Forum finde.
    Sorry, so geht’s nicht.

    Buschmann

  3. #3
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    Ah ja, ich sehs gerade. Du bist hier als Antispamfilter unterwegs. Ne das habe ich nicht gewußt, das so etwas als SPAM gilt! Immerhin hatte ich nur lautere Absichten, wie Du auf meiner Homepage erkennen kannst, da ich dort nicht für irgendwelche bezahlbaren Aktivitäten werbe!

    Wobei ich hier auch keine Gegenlink zum Forum finden kann. http://www.any-way-out.de/

    Ich meine ich könnte Euch ja, das gesammelte Werk inklusive Fotos auf euer Forum posten? Oder ich erstelle einen Gegenlink zum Forum! Wäre das Akzeptabel?

    Immerhin möchte ich Interessierte informieren, ich denke das liegt auch in eurer Absicht ?

    mfg kamikaze
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  4. #4
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    Zitat Zitat von kamikaze
    Ne das habe ich nicht gewußt, das so etwas als SPAM gilt!
    Damit bilden wir keine Ausnahme, so was wird in keinem Forum geduldet.
    Ein Forum lebt doch schließlich von Beiträgen, die in selbigem stattfinden und nicht davon, dass man die Leser weiterleitet.
    Deswegen kannst du deinen Bericht gerne hier im Forum posten, natürlich auch Fotos.

    Grüße
    Buschmann

    PS. Auf meiner Seite gibt’s selbstverständlich einen Link zu diesem Forum, allerdings sehe ich gerade, dass ich noch die alte Corporate Identity drin habe….. 8)

  5. #5
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    Jo also, ich beuge mich natürlich den Forumsregel. Nicht zuletzt da ich gerne hier unterwegs bin. Grundlegend möchte ich aber nochmal betonen das ich nur die Besten Absichten hatte, außerdem macht das schreiben eines solchen Berichtes viel Arbeit ebenso wie das Betreiben einer solchen HP. Nichts desto trotz veröffentliche ich hier gerne meinen Bericht.

    Dennoch werde ich auf die Fotogallerien NEPAL auf meiner Homepage hinweisen, die Ihr unter www im unteren Teil erreichen könnt. Dort könnt Ihr euch Fotos zum Thema anschauen

    Anbei gleich die Frage ob etwas von Administratorseite dagegen spricht einen Querverweis von meiner HP auf das Forum zu lenken?

    So genug geredet, ich wünsche viel spass beim lesen........



    Reisebericht Nepal 2005, Trekking im Sagaramatha Nationlapark


    Meine intensivsten und eindrücklichsten Erfahrungen, bei der alle meine Sinne in völlig neue Dimensionen getaucht sind. Das klare Blau, das teilweise schon in schwarz überging, am Himmel im Himalayagebirges, die orientalische Gerüche auf dem Markt in Kathmandu, die spirituellen Gesänge der Mönche in den Klostern, die köstlichen Speisen und die grüßenden Hände netter Menschen die trotz ihrer geringen Größe die schwersten Lasten über hunderte von Höhenmetern tragen – die Sherpa. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass das Wort Sherpa nicht gleichzusetzen ist mit dem Wort Träger sondern das dies der Name des Volkes ist. Da es im Hochgebirge auf der nepalesischen Seite keine andere Möglichkeit gibt als alle erforderlichen Güter zu tragen haben sich diese Menschen perfekt an ihre Umwelt angepasst und werden seit frühester Kindheit daran gewöhnt. Es ist durchaus Möglich das man einem Sherpa begegnet der das Doppelte seines Gewichtes trägt. Wenn ich mir überlege mit 200 Kg auf dem Rücken steile Pässe und Wege aufzusteigen, kann ich nur den größten Respekt für diese Menschen hegen für die es eine der wenigen Wege ist um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie die Gepäckstücke der Trekker transportieren.

    Das Land Nepal ist eine Monarchie mit einem Parlament, das man eigentlich als Schattenparlament bezeichnen kann. Deswegen hört man immer wieder wie auch im letzten Jahr (2004) von Bevölkerungsaufständen gegen den König in der Hauptstadt Kathmandu. Revolutionäre Kräfte, mit kommunistischem Hintergrund, im Land versuchen schon seit langer Zeit einen Aufstand herbeizuführen und den König zu stürzen. Diese Maoisten haben Teile der Bevölkerung hinter sich. Dies erreichen sie zum einen durch Gewalt und Terror, aber auch durch die Förderung sozialer Einrichtungen mit Geld. Eine der Einnahmequellen der Maoisten sind die Trekker. Sofern sie sich nicht auf den „Hauptrekkingpfaden“ bewegen kommt es immer wieder zu Wegelagerei. Hierbei zahlt man eine „Gebühr“ für das Weiterkommen, dass die Maoisten dabei bewaffnet sind sollte auch erwähnt werden. Das Ganze hat einen gewissen Touch von Bürokratie da man eine Spendenquittung erhält, auf der sich die Maoisten für die Unterstützung ihrer Sache bedanken. Die bekanntesten Trekkingpfade wie Sagaramatha oder Annapurna werden von der Armee kontrolliert. Einheimische Stimmen im Land behaupten, das sich die Regierungstruppe von den Maoisten fernhält und lieber keine Konfrontation eingeht.

    Nepal ist ein dritte Welt Land und lebt von Auslandsdevisen. Die Haupteinnahmequelle Nepals sind die unzähligen Trekker und Bergsteiger die jedes Jahr nach der Monsunzeit Ende September ins Land strömen um eines der aufregendsten und schönsten Länder dieser Erde zu sehen. Was ich in dieser Zeit erlebt habe, darüber soll mein Reisebericht Auskunft geben.


    Tag 2 (17.09.2005)

    Da ich gestern ziemlich kaputt im Hotel in Kathmandu ankam, schreibe ich erst heute. Die Anreise dauerte 2 Tage mit Übernachtung in Abu Dabhi. Nach einem 7 stündigen Flug von Frankfurt Main landete ich in Bahrain, von dort aus ging es nach einer 2 stündigen Pause weiter nach Abu Dabhi. Dort angekommen wurde ich von einer Vertretung des Reiseveranstalters am Flughafen abgeholt und in ein Hotel mitten in der City gebracht. Innerhalb des Flughafens waren die Temperaturen noch angenehm, aber beim verlassen des Flughafens dachte ich, ich würde gegen eine Wand laufen! Nachts um 24 Uhr war es immer noch um die 30 °C. Also viel zu heiß für meinen Geschmack. Das Hotel war absolute Spitzenklasse. Mein Zimmer lag im 15. ten Stock und ich hatte somit eine herrliche Aussicht über die Stadt.

    Am nächsten Morgen ging es dann um 7 Uhr wieder weiter, nachdem ich 3 h geschlafen hatte. Ein Bus brachte uns zum Flughafen von wo aus ich nach dem einchecken Richtung Kathmandu flog. Im Flugzeug selbst waren sehr viele Nepalesische Gastarbeiter, die Urlaub hatte und in die Heimat flogen. Da einige von Diesen direkt neben mir saßen kamen wir ins Gespräch und sie erzählten mir was sie in Arabien arbeitet und das sie sich auf die Heimat freuten. Währenddessen trank ich einige Bier mit den Nepali, da es auf dem Flug umsonst war. Das nutzten einige Nepali schamlos aus und waren dann auch relativ gut angeheitert.

    Auf dem Flug habe ich dann auch meine beiden Begleiter, Frank und Freddy, kennengelernt. In Kathmandu wurden wir sehr freundlich von unserem Reiseveranstalter am Flughafen abgeholt. Die anschließende Fahrt durch die Stadt zu unserem Hotel war dann das erste Abenteuer, welches wir zu bestehen hatten. Den ungeachtet jeder Verkehrsregel fährt derjenige zuerst der am meisten und zuerst hupt. Der Verkehr ist wie in England, als Linksverkehr, zumindest angedeutet. Nach der Fahrt wurden wir dann sehr freundlich in unserem Hotel begrüßt, hier sollten wir den nächsten Tag verbringen um die Tour vorzubereiten und unseren Führer kennen zu lernen. Die Organisation kann bis dato als sehr gut bezeichnet werden. Nach einer belebenden Dusche durchstreiften wir erst einmal die Stadt Kathmandu. Hier zu sein ist ein Gefühl absoluter Freiheit. Man spürt in jedem Winkel dieses Landes einen Hauch von Abenteuer, und ich möchte so schnell wie möglich in den Himalya um loszutrekken. Es ist einfach nur fantastisch hier zu sein, ein Traum.


    Tag 3 (18.09.2005)

    Am heutigen Tag sind wir um 5.45 Uhr nach einem kurzen Frühstück losgestartet. Wieder am Flughafen angekommen kamen wir relativ schnell in unsere Maschine. Bei Dieser handelte es sich um eine kleine Propeller Maschine für 10 Personen (zu sehen in den Fotos). Ich glaube ich habe jedes auch nur kleinste Luftloch gespürt, trotz eines sehr ruhigen Flugs (Aussage des Piloten). Als wir dann auf einer „Briefmarke“ in Lukla-Airport gelandet sind und die Maschine vor einer Felswand zu stehen kam, luden wir unser Gepäck aus und es ging endlich los. Unser Guide Pokhar organisierte unsere Träger und wir maschierten los. Der Startpunkt lag auf 2800 m NN. Nach einem 3 stündigen Marsch von Lukla aus erreichten wir Phakding. Hier nisteten wir uns in der Friendship Lodge ein.

    Tag 4 (19.09.2005)

    Nach einem 4 stündigen Marsch haben wir Namche Bazar erreicht. Damit sind wir heute 800 m höher als gestern. Was aber nicht bedeutet das wir nur 800 Hm zurückgelegt haben. Gegen 8 Uhr sind wir nach einem kleinen Frühstück in Phakding losmaschiert. Der Himmel zeigte sich uns bereits um 6 Uhr morgens im strahlensten Blau wobei die Sonnenstrahlen schon fast ins Tal reichten. Anfänglich marschierte ich mit einer Jacke los, die sich aber im Bereich der Sonne schnell als überflüssig herausstellte. Da ich mich bereits gestern recht stark verbrannt hatte, probierte ich es heute vom start weg mit einer 12 er Sonnencreme, die sich im nach hinein natürlich auch als viel zu schwach herausstellte. Dank Franks 30 er Creme kam ich allerdings ziemlich unverbrannt durch den Tag. Die Sonne war heute einer der härtesten Gegner auf dem steilen Weg nach oben. Unerbittlich brannte sie den ganzen Tag mit 28-30°C auf uns herab. Der eingeplante Wasservorrat von 3 L reichte gerade aus. Aufgrund der immer dünner werdenden Luft wird die Atmung sehr flach und die Frequenz erhöht sich immer weiter. Ich muss versuchen langsam und gleichmäßig zu atmen. Das schreiben fällt mir nach diesem Tag schon etwas schwerer, da es ziemlich schwierig ist sich nach so einer Tagesetappe noch zu konzentrieren.

    Die ersten 2 Stunden des Treks „waren entspanntes Wandern“ quasi einer alpinen Gebirgstour gleich. Nach der ersten großen Hängebrücke, der Edmund Hillary Bridge, ging es dann rapide und steil bergauf. 2 Stunden nur Bergauf, so steil das es nur über Treppen nach oben ging. Zeitweilig musste ich mehrmals meine inneren „Schweinehund“ bekämpfen, der am liebsten einfach stehen geblieben wäre. Ab ungefähr der Hälfte des Weges war ich für mich am schlimmsten. Als ich diesen Punkt überwunden hatte ging ich mein Tempo und hatte keine Probleme mehr für den Rest des Tages. Angekommen in Namche Bazar (3400Hm) musste ich erst mal 15 min Luft holen im Schatten.


    Danach warten wir noch auf unsere Träger, die ca. 30 min später als wir ankamen, allerdings mit 45 kg Gepäck auf dem Rücken. Eine wahre Meisterleistung. Nach einer Pseudodusche (Wasser aus einem Eimer), die sehr entspannend war, gingen wir in den kleinen Stadtkern, primär um Nachrichten aus Deutschland zu erfahren. Da alle großen Expeditionen hier vorbeikommen, hatte sich so etwas wie eine Infrastruktur, mit einem Satelliten Internetcafe, gebildet. In dem Städtchen gingen wir dann in ein „Restaurant“ und habe und Fladenbrot und jeder eine Coca Cola gegönnt, herrlich! Nicht mehr lange und ich werde einschlafen, diese Tag war wirklich sehr anstrengend.

    Tag 5 (20.09.2005)

    „Akklimatisationstag“. Darunter verstehen viele wahrscheinlich etwas anderes als das was wir daraus gemacht haben. Anstatt zu ruhen unternahmen wir einen 8 stündigen „Spaziergang“ nach Thame. Gestartet sind wir wie jeden morgen um 8 Uhr nach dem provisorischen Frühstück. Von Namche Bazar aus liefen wir NW-Richtung. Der war an sich war nicht steil, aber es ging ständig auf und ab. Im Nachhinein haben wir berechnet das wir an diesem Tag ca. 2000 Hm zurückgelegt hatten. Für mich persönlich verlief dieser Tag sehr positiv, da ich ohne Probleme gelaufen bin und den ganzen Tag übergesehen auch der Schnellste von uns. Natürlich veranstalten wir kein Rennen, dennoch läuft jeder sein Tempo. Das Wetter war übrigens wieder einmal Perfekt. Auf dem Weg sind wir durch wunderbare Landschaftsformen, tiefe von Flüssen eingeschnitten Täler, von Gletschern erodierte Hohlformen und überall fantastische Aufschlüsse. Nach einem recht anstrengenden Aufstieg zum Schluss, sind wir dann nach 3 ½ Stunden im Kloster in Thame angekommen.

    Der Besuch im buddhistischen Klostern war eine angenehme Abwechslung. Da wir dort die ruhe und Ausstrahlung der betenden Mönche genießen konnten. Zu unserem Glück kamen wir gerade zu einer Zeremonie die 35 Tage andauert und nur einmal im Jahr abgehalten wird. Dabei lesen die Mönche, jeglichen Alters, laut Ihre Schriften vor. Beim Herausgehen konnten wir noch Karten mit einem Bild des Klosters kaufen. Freddy machten sich dann gleich daran einen der Mönche um ein Autogramm zu bitten. Ich persönlich fand das ein wenig komisch, für Freddy war das die einzige Chance ein Autogramm zu bekommen. Naja, er war hat ein überzeugter Kulturbanause. Nach einem Guten und ausgiebigen Mahl marschierten wir zurück nach Namche Bazar zurück. Dort angekommen nach 2 ½ Stunden war erstmal relaxen angesagt. Im Laufe des Nachmittags kamen weitere 3 Personen in unserer Lodge an. Ein älteres Ehepaar und ein jüngeres Mädel. Diese lernten wir im laufe des Abends noch kennen. Sie hieß Julia und kam aus Bremen. Wir verbrachten alle noch einen lustigen Abend zusammen. Dabei tranken wir auch ein paar Dosen Bier. Das Fazit war das 2 Dosen vollkommen reichen um einen 95 Kg Menschen auf 3400 m NN vollkommen betrunken zu machen.


    Tag 6 (21.09.2005)

    Wie jeden morgen aufstehen um 7.00 Uhr. Na das ist doch mal Urlaub. So gegen 8 Uhr sind wir dann losgelaufen. Gleich ein steiler Anstieg über Namche Bazar hinaus danach war dann erstmal 1 ½ Stunden lockerer Marsch bis Mong la angesagt. Die dünne Höheluft macht sich immer bemerkbarer, bei langsamen Laufen ist es aber möglich gut zurechtzukommen. Auf 3900 Hm in Mong la angekommen war erstmal eine ausgiebige Pause angesagt. Danach folgte ein 500 Hm Abstieg der direkt in einen 400 Hm Aufstieg überging und mir im letzten Drittel erst mal den Rest gab. Freddy war an diesem Tag besonders Fit und ist mir gnadenlos davongelaufen. Probleme macht mir noch die hochfrequente Atmung bei der es unmöglich erscheint zwischendurch etwas zu trinken. Endlich angekommen im Nachtlager (mal wieder schneller als eigentlich geplant) gab es endlich ein wohlverdientes Essen. Nach Diesem bin ich erst einmal in einen 1 ½ h tiefen schlaf gefallen. Den morgigen Tag müssen wir unbedingt ein wenig ruhiger angehen.

    Tag 7 (22.09.2005) / Tag 8 (23.09.2005)

    Da ich gestern aufgrund extremer Kopfschmerzen nicht schreiben konnte muss ich das heute machen. Wir sind heute Morgen um 8 Uhr in Phortse losmarschiert. Das Wetter war leider eher Bescheiden, was sich in total bewölkt ausdrückte. Von beginn an marschierten wir ziemlich steil bergauf. Auch an diesem Tag starteten wir wieder völlig übermotiviert und liefen viel zu schnell. Des Weiteren stellte sich mir heute die Frage ob ein Guide in diesem Gebiet von Nöten ist. Von der Wegstrecke her gesehen war heute wieder mal das typische Nepali flat angesagt also „a little bit up and a little bit down“. Die immer weiter zunehmende Höhe macht sich auf jeden Fall immer mehr bemerkbar und sollte an diesem Tag vorläufig ihre Krönung finden doch dazu am Ende mehr. Mittags kehrten wir in Shomare auf 4040 Hm ein. Dort stellte unser Guide fest das Frank ziemlich fertig aussah, was auch stimmte. Ich fühlte mich allerdings auch leicht kaputt und schwache Kopfschmerzen stellten sich ein. Nach weiteren 2 h erreichten wir unser Tagesziel Periche auf 4200 Hm. Meine Kopfschmerzen nahmen inzwischen immer weiter zu. Gegen 18 Uhr hatte ich dann 2 Aspirin genommen, die nicht wirklich wirkten und ich legte mich in einen völlig abgedunkelten Raum ins Bett und versuchte zu schlafen. Nach 3-4 quälenden Stunden wurden die Kopfschmerzen schwächer und ich schlief endlich ein.

    Aufgewacht ohne Kopfschmerzen! Ich bin sehr froh das die Kopfschmerzen vorbei sind. Hätten die Kopfschmerzen weiter angehalten wäre das das Ende der Tour für mich gewesen. Wir müssen auf jeden Fall unser Tempo reduzieren um besser zu akklimatisieren, der Guide muss langsamer laufen. Nachdem wir wie jeden Morgen gegen 7 Uhr aufgestanden sind wollten wir heute unseren ersten 5000er,den Nagartsang Peak, erklimmen. Für diesen brauchten wir alles in allem 3 h in einem sehr adequaten Tempo. Das einem dabei eine weniger als 50% Sauerstoff gesättigte Atemluft zur Verfügung stehen sollten man dabei nicht vergessen. Die Aussicht war dafür grandios. Die ersten 8000er waren in unmittelbarer Sichtweite. Der Abstieg wurde gekrönt durch die untergehende Sonne die die Berggiganten entsprechend in Szene setzte. Unser Guide Pokhar war der erste in der Lodge, er war heute der Schnellste. Nichts desto trotz werde ich die nächsten Tage in „meinem“ Tempo laufen. Nebenbei habe ich noch leichte Kopfschmerzen, die aber gleich bleibend schwach sind.

    Tag 9 (24.09.2005)

    Letzte Nacht habe ich sehr gut geschlafen. Nach kurzer Einschlafzeit komplett störungsfrei bis zum nächsten Morgen, das habe mal wieder gebraucht. Der Grund war wohl das Bier vor dem zu Bett gehen. Gestärkt durch ein sehr gutes Frühstück ging es dann wieder um 8 Uhr los. Die Strecke war heute sehr kurz. Nach 1 ½ h waren wir schon in Donghla unserem Tagesziel, da es so gut lief gingen wir deshalb heute noch weiter als geplant. Somit waren wir dann gegen Mittag in Lobuche. Am Ziel angelangt hatten wir viel Zeit zu relaxen. Inzwischen befinden wir uns auf 4930 Hm. Die Höhenkrankheit scheint sich bei mir glücklicherweise nicht großartig auszuwirken. Das einzige was mich ständig begleitet sind leichte Kopfschmerzen, die allerdings jederzeit mit Aspirin unterdrückt werden können. Nachdem wir uns ausgeruht hatten schauten wir uns erst mal die Gegend an. Dabei standen wir genau vor dem Khumbu Gletscher, der sehr abgeschmolzen und voller Geröll war. Die Globale Erwärmung zeigt sich hier sehr deutlich. Dennoch war der Anblick Atemberaubend schön. Ebenso zeigte sich uns die Erosionstätigkeit des Gletschers der das Tal aushobelte. Den ganzen Tag fielen riesige Gesteinsbrocken herunter, der ganze hang schien sich dabei zu bewegen. Ein ohrenbetäubender Krach verbreitete sich dabei im Tal. Das Endziel des Treks den Katar Phalar haben wir auch schon gesehen und in Pille Palle Katar getauft. Er sieht enttäuschend winzig gegenüber dem Mount Everest aus.


    Tag 10 (25.09.2005)

    Trekkingtechnisch der härteste Tag, aber es ist vollbracht. Wir waren den ganzen Tag im Everest Basecamp. Und ich stand den ganzen Tag vor dem Everest. Ein sehr erhebendes Gefühl. Auf dem Pfad von Sir Edmund Hillary und anderen großartigen Abenteurern. Für den Beginn meiner Trekking Karriere doch gar nicht mal so schlecht. Ich denke wir haben uns sehr gut geschlagen bis jetzt. Konditionell bin ich sehr zufrieden. Heute morgen sind wir um 8 Uhr in Lobuche gestartet, dabei waren wir die Letzten die die Lodge verlassen hatten. Der Tag war wieder einmal sehr heiß. Bei andauernden 26-28 °C brannte die Höhensonne unerbittlich auf uns nieder. Dafür sind wir wenigstens schön braun geworden. Nachdem wir Gorak Shep erreicht hatten, rasteten wir für ca. 1 h bevor wir weiter ins Basecamp marschierten. Kurz vor dem Ziel war ich leicht angeschlagen und hatte mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Nach einer 2 h Rast im Basecamp, das übrigens nichts Besonderes hermachte, war ich wieder voll fit und Kopfschmerzfrei. Nachdem wir zurück im Lager waren, freundeten wir uns noch mit ein paar Engländern an. JA, auch das ist möglich auf so einem Trip

    Mit ein wenig Training sollten weitere Trekking Peaks in Zukunft möglich sein. Morgen werden wir auf den Katar Phalar steigen. Der Aufstieg soll 2 h Stunden dauern. Danach geht es sofort wieder abwärts Richtung Lukla.

    Tag 11 (26.09.2005)

    Extrem frühes Aufstehen heute diesmal aber versehentlich. Frank konnte aus unerfindlichen Gründen seine Uhr nicht richtig lesen. Das lag eventuell an dem einen Bier das wir uns in Gorak Shep auf 5100 Hm gegönnt hatten. Esther, einer Britin, ging es an dem Abend leider nicht so gut aufgrund der Höhenkrankheit. Dafür ging es Elizabeth umso besser, eine weitere Britin, die mit Ihrer schrillen Lache alle wach gehalten hat. Nach der verfrühten Nachtaktion standen wir dann nochmals um 5.15 Uhr auf und machten uns im Halbschlaf für die Besteigung des Katar Phalar bereit. Nach einem kurzen Frühstücks Tee ging’s dann los. Wie so oft waren Freddy und ich nach kurzer Zeit vorneweg. Als wir dann auf halber Strecke die Engländerinnen eingeholt hatten, die schon früher losgegangen waren, blieben wir kurz Gentlemen- like bei Ihnen, gaben aber nach kurzer Zeit wieder Vollgas. Freddy schaffte die Besteigung in einer knappen Stunde, was für 500 Hm eine sehr gute Zeit war. Ich war dann nach 70 Minuten oben und stand auf 5600 Hm. Unglaublich, ich war genau zur Richtigen Zeit oben, denn kurz nach meinem Eintreffen ging die Sonne genau hinter dem Mt. Everest auf. Das absolute Highlight dieser Tour. Nachdem wir uns alle ausreichend in der Sonne aufgewärmt hatten, gingen wir wieder bergab und nutzten den restlichen Tag um zu relaxen. Die Meisten Leute, die mit uns unterwegs waren, sind heute schon Richtung Lukla marschiert. Ich habe die Meisten zu meinem Geburtstag nach Kathmandu in eine Kneipe eingeladen. Ich bin gespannt wer alles kommt.

    Tag 12 (27.09.2005)

    Heute haben wir es sehr langsam angehen lassen. Ganz locker sind wir um 8 Uhr aufgestanden, sehr entspannt gefrühstückt und dann ruhig losgelaufen. Das Wetter war zwar trocken dennoch ziemlich kühl. Unser heutiges Tagesziel, Tengboche, haben wir dann nach 4 stündigem Marsch erreicht. Ein sehr schöner Ort auf einem Schräghang, auf dem ein Buddhistisches Kloster steht. Die Atmosphäre hier oben ist wirklich Besonders, irgendwie herrscht hier eine unglaubliche Ruhe, die von tiefklingenden Geräuschen aus dem Kloster durchschnitten wird. Nachdem wir etwas gegessen hatten bekamen wir die Möglichkeit an einer Buddhistischen Messe als Gäste teilzunehmen. Eine tolle Erfahrung bei der ich für ca. 2 h auf dem Holzboden saß. Das „Om Mani Padme Hum“ ist das Mantra zur Aufrufung des Buddha Aralokiteshvara aus dem Sanskrit Tschenresig (ich hoffe das stimmt so ? ) Nach der Zeremonie habe ich mir ein noch eine Stickerei des Mantras als Erinnerung gekauft. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis.

    Tag 13 (28.09.2008)

    Um 6 Uhr bin ich heute Morgen vom Geläute der Glocken des Klosters Tengboche. Man hört die ganze Zeit Instrumente, die aber immer unterschiedlich klingen. Es war ein sehr schöner Ort, der einem Kraft geben kann und die Akkus auffüllt. Entspannung für die Seele. Gegen 9 Uhr nach einem guten Frühstück mit Sigrid, einer deutschen Nepalesisch Studentin, die sehr nett und fachlich sehr gut drauf war, gingen wir weiter nach Namche Bazar. Für die Strecke, die nur Bergab ging, benötigten wir ca. 4 h. Auf dem Weg nach Namche habe ich mir dann noch eine der typischen Ketten aus Yak Knochen gekauft. Nach mehreren vegetarischen Tagen, gab es dann mal wieder ein gutes Essen mit Fleisch. Danach kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten in Namche ein. Anschließend gab es dann mal wieder, seit längerem, eine fast Dusche. So langsam macht sich auch eine Art von Abschiedsstimmung breit, obwohl wir noch ein paar Tage in Kathmandu haben werden. Heute Abend trinken wir dann noch 1-2 Bierchen und morgen geht’s dann endgültig nach Lukla anschließend direkt nach Kathmandu. Abschließend muss ich sagen, dass ich mir mit dieser Tour einen persönlichen Traum erfüllt habe und definitiv nach Nepal für die Annapurna Runde zurückkehren werde.

    Fotos zum Nepaltrek findet Ihr unter www (Verlinkung zu meiner HP)
    "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

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  6. #6
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    Super, hab's zwar nur kurz überflogen, werde mir aber in einer ruhigen Minute mal ausgiebig Zeit nehmen alles genau anzuschauen. Hört sich sehr spannend an!

    Ob etwas gegen Querverweise zu unserem Forum führt?
    Im Gegentum :lol: - das ist durchaus erwünscht.

    Danke
    Buschmann

  7. #7
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    Nepal

    Interessanter Reisebericht - ich werde in Nepal im März unterwegs sein... bin mal gespannt!

    Weitere Tourenberichte könnt Ihr auf meiner Homepage
    www.my-summit.de durchstöbern

  8. #8
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    Super Reisebericht

    Hallo,

    ich war 2006 auch in Nepal unterwegs. Beim Lesen sind alte Erinnerungen hoch gekommen. Super Bericht ...

    Viele Grüße
    Jörg
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    Der Weg ist Dein Ziel ... www.wp-reiseblog.de
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