Kurze und etwas andere Wanderung auf der roten Insel.

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Nun ja - bei diesem Bericht kann wohl eher von Spaziergang gesprochen werden, denn die Insel Helgoland ist in einer Stunde ohne Anstrengung umrundet. Dennoch sollte man sich neben dem obligatorischen zollfreien Einkauf doch den ein oder anderen Schritt mehr machen oder sogar eine Nacht auf der Hauptinsel oder dem Campingplatz auf der vorgelagerten Insel bleiben.

Vom Fähranleger geradeaus findet sich schnell ein Weg zur höher gelegenen Oberstadt. Wir gehen also gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Ein kostenpflichtiger Aufzug oder eine kurze Treppe führen zu den Häusern der Oberstadt. Durch eine idyllische Kleingartensiedlung wird auch wenig später der Klippenrundweg erreicht, der mit Abstechern etwas mehr als einen Kilometer lang werden kann. Hier oben präsentiert sich dem geneigten Fußmaschierer dann eine schöne Graslandschaft auf der einen und eine grandiose Aussicht auf der anderen Seite.

Gutes Wetter vorausgesetzt reicht die Sicht über die einzige deutsche Hochseeinsel und die vorgelagerte Düne, auf der sich Camping- und Flugplatz befinden. Die Düne wird regelmäßig von einer Dünenfähre angesteuert und läd zum Wandern und Baden. Der Fahpreis von 4 € gilt für Hin- und Rückfahrt. Wer nicht schon auf dem schönen aber etwas sandigem Campingplatz auf der Düne wohnt sollte unbedingt mal rüberschauen. Am Nordostende befindet sich ein Strand an dem Seehunde bestaunt werden können.

Weiter auf dem Klippenweg erreicht man bald eine Treppe zum Nordstrand der Hauptinsel, die etwa 50 m hinab führt. Wer nicht absteigen möchte kann direkt weiter gehen zum Wahrzeichen Helgolands. Die Lange Anna, ein roter Felsenfinger mit einer Höhe von 47 Metern war ursprünglich ein Teil der Hauptinsel und ist heutzutage nur noch für Vögel zu erreichen. Viele verschidene Arten nisten auf und an den roten Felsen, das ein Paradies für Ornithologen ist.Ein kurzen Schritt ins Landesinnere führt zu einem Wanderbuch in das man sich eintragen kann. Der genaue Standort wird hier nicht verraten.

Die roten Pfade in der grünen Landschaft führen immer an der Felsenkante weiter und am Gipfelkreuz vorbei, dem höchsten Punkt der Insel. Ein kurzer Anschlag sollte genügen bevor es weiter geht auf die Zielgerade, die an einem großen Leuchtturm oder an der südlichen Spitze der Insel hinab führt. Schließlich erreichen wir wieder Häuser und die farbenprächtigen Hummerbuden an der Uferpromenade, in denen allerlei zollfreie Dinge erworben werden können. Tagestouristen gehen dann wieder an Bord ihrer Schiffe - “Mehrtäger” erkunden noch kleine und große Geheimnisse der Insel. Vielleicht erfahren Ihr mehr über das Projekt Hummerschere oder die Bunkeranlagen in der Insel.