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Thema: Mit Zelt, Zug und Freundin durch Schottland

  1. #1
    Boo
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    Mit Zelt, Zug und Freundin durch Schottland

    Hier ein kleiner Reisebericht:

    Voraussetzungen:
    - 3 Wochen Urlaub
    - kaum Geld
    - ein 2er Zelt, zwei Rucksäcke, die beste Freundin der Welt

    1. Tag:
    Von Zürich nach London mit Easy-Jet (lange vorher gebucht)

    2. - 4. Tag:
    London (Camping bei der Tube-Station Seven Sisters)
    Alle Gratismuseums besucht - vor allem das British Museum (beinahe 2 Tage).

    5. Tag:
    London - Edinburgh mit Britrailpass
    War super, aber leider hatt der Zug so viel Verspätung, dass wir erst um 22h30 in Edinburgh eingetroffen sind. Wir haben nach einem Bed and Breakfast gesucht. Das war ein Abenteur. Von Türzuknallen bis Hinweis auf die lokale Polizeistation haben wir alles erlebt. Schlussendlich hat uns, ein zuvor abweisender Landlord doch eingeladen bei ihm im Livingroom zu übernachten, vorausgesetzt, dass wir einen Schlafsack hätten. - Hatten wir!

    6. und 7. Tag:
    Edinburgh: Eher graue Stadt. Aber John Bells Whisky ist gut.

    8. Tag: Weiterreise richtun Nord:
    Eigentlich wussten wir nicht, wohin fahren. Aber British Rail ist ja so angenehm und warm. Aus dem Fenster schauend haben wir nach einem Campingplatz Ausschau gehalten. Nichts, nichts, nichts, war da etwas, nichts, stooooooop. Wir sind bei einer Station die Golspie heisst ausgestiegen. Der Campingplatz war 1.5km entfernt, das Dorf 2km. Also haben wir uns für das Dorf entschieden.

    9. bis 13. Tag:
    Got lost in Scottland:
    Wunderschön dieses Dorf mit Bahnhof. Leider verstanden wir kein Wort gaellisch. Wir haben das Schloss besucht "Time and Tide wait for noman" war auf allen Fenstern eingemeisselt.
    Und dann wurde ich krank. Erkältung? Grippe? anyway. Meine allerbeste Freundin der Welt hat sich ohne Englischkenntnisse, von Gaellic sprechen wir lieber nicht, auf den Weg ins Dorf gemacht. um Aspirin oder andere Cemie für mich zu suchen. Nach etwa einer halben Stunde entdecke ich, dass sie kein Geld dabei hat. Ich schleppe mich aus dem Zelt und finde sie radebrechend in der Apotheke. Mein Englisch ist ein wenig besser, aber mein Gaellic ist immer noch gleich null.
    Der Apotheker ist gleichzeitig Gemeindepräsident und lädt uns Swissies zum Abendessen ein.
    Da habe ich:
    1. Die Gastfreundschaft der Schotten erlebt
    2. Gelernt, dass Whisky besser ist als Aspirin
    3. Die erste Lektion "Gaellic" gehabt.


    Sorry, ich muss jetzt unterbrechen. Hab noch anderes zu tun.
    Falls ihr interessiert seid über Inverness, Skyle usw. zu lesen, dann lasst es mich wissen

    Cheers (hic - Scotch Whisky Syndrome), Boo

  2. #2
    Boo
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    Fortsetzung Schottland

    14. Tag: Zurück mit den Zug nach Inverness und vergeblich nach dem Monster im Loch Ness Ausschau gehalten. Dann weiter per Anhalter (Autostop - Hitchhiking) quer durch Schottland nach Skyle of Lochalsh.
    Auf der Suche nach einem Platz für unser Zelt treffen wir ein Paar aus Deutschland, welches auch eine Unterkunft sucht. Wir beschliessen, unser Zweierzelt zu viert zu testen. Glücklicherweise regnet es nicht mehr und unsere Pasta à la Napolitaine sind geniessbar. Der Whisky ersetzt den Rotwein.

    Eine Nacht zu viert im Zweierzelt. Ich habe nie mehr so viele verirrte Hände auf einmal erlebt (kicher).

    15. - 18. Tag: Die Wege trennen sich. Wir nehmen die Färhe nach Fort Williams. Am Bahnhof bemerkt meine Freundin, dass die Schotten wirklich nichts unter dem Kilt tragen. Wir nehmen den Regionalzug Richtung Glasgow um in Ramnoch Station auszusteigen.
    Ein Bahnhof (eher Haltestelle) in the middle of nowhere. Es gibt hier nichts, rein garnichts ausser einem Loch. Am Rande des Sees schlagen wir unser Zelt auf und leben 4 Tage wie Adam und Eva. Kein anderer Mensch - Natur pur. Am Morgen aufstehen, im See schwimmen, und dann den Tag mit Wandern, Bücherlesen und anderen schönen Beschäftigungen verbringen. Ich könnte ewig hier leben. Das Wetter ist ausgezeichnet. Blauer Himmel mit ein paar Quellwolken, die schnell vorbeiziehen.

    19. Tag: Jeden Tag halten 3 Züge hier an ( 1 hält immer, für die anderen 2 muss man selbst das Signal auf rot stellen). Wir nehmen den Zug nach Glasgow. Die Zivilisation sagt uns nicht mehr viel, also nehmen wir den nächsten Zug nach London.

    20. und 21. Tag: Eine Nacht im Zug. Wir wären gerne noch an unserem See geblieben. In London angekommen pflegen wir unsere alte Gewohnheit: Den letzten Tag des Urlaubs in einem 5-Star Hotel. Wir übernachten im Dorchester. Duschen mindestens 3 mal und essen wie die Fürsten.

    Well, that's all folks. See you soon in Scottland.

    Cheers, Boo

    Bye, bye Scottland.

  3. #3
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    Hallo Boo,

    erst mal vielen Dank für deinen Reisebericht.
    Schöner kontrast erst um einen Schlafplatz "betteln" und dann in ein 5 Sterne Hotel :wink: .

    Gruß,
    Ben

  4. #4
    Boo
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    Schöner kontrast erst um einen Schlafplatz "betteln" und dann in ein 5 Sterne Hotel
    Youp, da hast du recht. Diese "Tradition" begann anlässlich unserer ersten Reise. Wir haben über Ostern auf Punta Sabione in Vendedig gezeltet. Auf der Rückreise haben wir den Zug in Mailand verpasst und ein Hotel gesucht. Müde und dreckig haben wir das erst-beste Hotel akzeptiert und das war ein "five-stars". Das Budget war natürlich total überladen, aber wir haben den Urlaub mit einer wunderbaren Erinnerung beendet.

    Danach haben wir Europa mit unserer Vespa verunsichert und jedes Mal haben wir die letzten Nacht in einem Top Class Hotel verbracht. Das war am Anfang purer Wahnsinn. Aber mit der Zeit haben wir auch ein wenig nehr verdient. Und so ist es auch noch heute. Mit dem Zelt und Rucksack unterwegs, aber die letzte Nacht verbringen wir im besten Hotel am Platz.

    Ich denke nicht, dass dies hier im Forum Platz finden wird (extremely out of topic) aber seither haben wir die besten Häuser der Welt kennengelernt:
    The very best: Negresco in Nizza (ein absolutes Muss, wenigstens einmal im Leben). Pussy ist leider tot, aber der Service ist immer nich der beste der Welt.
    Hong-Kong: The Peninsula (die holen dich mit dem Rolls vom Flughafen ab und beim Pinkeln hast du eine Panoramaaussicht auf Hong Kong).
    New York: Da bin ich gespalten: Das Waldorf Astoria hat ja eine Namen, aber das ist eher Industrie. Ich zieh das kleine Algonquin an der 44. Strasse vor. Da gibt es in der Bibliothek eine Hängematte für die Katze...
    Rom: Hôtel de Ville (Gleich oberhalb, rechts der spanischen Treppe). Ein Concierge der seinen Titel verdient und auf allsne Terrassen und Balkonen duftende Glizinien.
    Paris: Das Ritz tönt gut, das Restaurant ist sehr gut, aber ich ziehe das "Pavillon de la Reine" oder das "Relais Christine" vor.
    Neapel: Gran Hotel Vesuvio: Das Restaurant auf der Terrrasse ist gut, aber die Tomatensuppe vom Roomservice ist einfach einmalig.
    Casablanca: Hier gibt es nur eine Adresse: Royal Mansur. Zimmer wie aus 1001 Nacht und der Wasserfall im Resraurant...

    Sorry, dieseer Beitrag war ein sehr "off topic". Aber eben, man lebt nur einmal und weshalb den Rucksack und die Wanderschuhe nicht einmal 5-Stars ausruhen lassen :wink:

    Cheers, Boo

  5. #5
    Kay
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    netter bereicht. bin glaub ich vor 2 jahren durch schottland gewandert und konnte auch die freundlichkeit der schotten erleben. wie du hab ich zb auch fort william und inverness gesehn. bin eher direkt um loch ness herum gewandert/gefahren. wunderschöne landschaft

  6. #6
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    Hey,
    kannst du mir vielleicht sagen mit wieviel kohle ich mindestens rechnen muss für eine woche? Ich wollte per ryanair nach glasgow und dann mit zug bus usw in die highlands, inverness...
    danke für deine hilfe

  7. #7
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    Also mit dem Zug durch Schottland, davon kann ich nur abraten, da das so gut wie unbezahlbar ist und in keinem Verhältnis steht. Am Besten bewegt man sich mit Bussen durch Schottland. In jeder größeren Stadt, gibt es große Busbahnhöfe. Vorab kannst Du dich schon hier informieren: http://www.citylink.co.uk/

    Des Weiteren gibt es regional ebenfalls noch Busverbindungen, die allerdings "nicht" überall angeschrieben sind. Da empfiehlt es sich einfach einen Einheimischen anzusprechen, die meist sehr nett sind und weiterhelfen.

    Viel Spass in Scotland Ein tolles Land mit wunderschönen Orten.

    Eine ausgiebige Fotostrecke zu Schottland findetst Du bei Interesse auf meiner HP.
    "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

    Albert Einstein, dt.-am. Physiker, 1879-1955

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