Liebe Pyrenäenfreunde


Ich mag keine Trekkingtouren à la Carte, deshalb mache ich immer Mixtouren. Ich umschreibe kurz eine Topp – Tour, die ich im Sommer 2002 gemacht habe. Ich wanderte zum Teil auf der GR 11 und auch einige Tage weglos auf der HRP.


Für diese Tour ist es ratsam die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bahn und Bus zu benützen.
Anreise
Wir reisen mit dem Nachtzug nach Lourdes. Weiter geht die Fahrt mit dem Bus nach Cauterets. Hier haben wir Zeit für einen Kaffee und können wenn Nötig noch etwas einkaufen. Beim Stadtpark ist eine Haltestelle für den Bus der Stundenweise nach Pont d’ Espagne hinauf fährt.
Lac du Pourtet
Die Tour beginnt bei Pont d’ Espagne – Chalet, wir schlendern rechts des Flusses (alter Weg) durch das malerische Tal. Hinten im Tal, vor der Brücke den Pfad der rechts bergan geht. Vielleicht steht ein Wegweiser dort? Falsch wäre der Weg zum Ref. Wallon. Steige hinauf zu dem Bergsee Lac du Pourtet 2420 m. Biwak.
Lac de Bramatuero
Wir steigen bis auf 2053 m hinunter, gehen rechts dem Bergweg nach. Einige Seen sind zu bewundern, den Lac Opal musst du besuchen. Im Frühsommer liegt in diesem Bergtal möglicherweise noch Schnee. Mit der Überschreitung des Col de Cambalès 2706 m ist der Höhepunkt des Tages erreicht. Der Abstieg ist einfach. Das Campo Plano mit seinen Seen ladet ein zur Rast. Beim Embalse de Respumoso findest du die GR 11. Der Übergang Cuello del Infierno 2721 ist weglos. Weiter der GR 11 nach zum Lac de Bramatuero. Biwak.
Bujaruelo
Weiter geht es zum Collado del Letrero immer schön wie der Weg auf der Karte eingezeichnet ist. Bald wirst du wieder die Wegzeichen der GR 11 sehen. Willkommen ist das Ref. Ordiso. In Bujaruelo ist ein Campingplatz, geniesse die Dusche und gehe für einmal Essen.
Ref. Goriz
Den Weg zu finden ist einfach, gehe den Zeichen der GR 11 nach. Eindrücklich ist die Wanderung durch die Bal d’Ordesa. Beim Ref. Goriz findest du einen sehr guten Biwakplatz.
Monte Perdido
Die Besteigung des Monte Perdido wäre möglich, wieso auch nicht!
Héas
Wir wandern dem Bergpfad entlang, unser Ziel ist die Brèche de Roland. Versäume es nicht die Eishöhle Casteret zu besuchen. Nach dem Felsentor liegt im Sommer noch Schnee, der am frühen Morgen hart gefroren ist. Nach etwa 500 m ist das Ref. des Sarradets sichtbar. Wenn du Lust hast kannst du direkt in den Talkessel von Gavarnie hinunter steigen, der Abstieg ist sehr Abwechslungsreich und viele Steinmannli zeigen dir, wo es lang geht. In Gavarnie hast du die Möglichkeit Proviant einzukaufen. Ausserhalb des Bergdorfes findest du den Weg nach Héas. Bei der Hütte kann man Gratis das Biwak erstellen.
Ref. de Barroude
Der Bergweg zum Ref. de Barroude ist ein Teil der HRP. Das Biwak würde ich wieder beim See aufstellen.
Irgendwo in diesem Tal
Heute überschreiten wir den Port de Barrosa und steigen hinab durch den Circo da Barrosa. Beim Hospital de Parzán betreten wir die Asphaltstrasse, wandere talauswärts bis zur Central Eléctrica de Barrosa. Einige Schritte weiter und du wirst das Wegzeichen der GR 11 sehen. Irgendwo in diesem Tal wirst du dein Biwak erstellen.
Valle de Añes
Gehe den Wegzeichen nach, die Berglandschaft wird dich wieder mit all seiner Schönheit überraschen. Beim Ref. Viados würde ich eine Rast machen, ich kann dir die Küche empfehlen. Das Biwak darf man hier nicht erstellen. Wandere weiter bis ins Valle de Añes Crusses dort wo die GR 11 abzweigt würde ich mein Zeit aufbauen.


Isclots
Weglos zu dem Port d’ Agues Tortes 2683 m hinauf. Der Abstieg ist etwa gleich. Bei der Schutzhütte ist es Zeit für die wohlverdiente Rast. Später wandern wir weiter. Steige nicht hinunter zum Refuge. Dein Weg geht Oben durch, zudem Stausee Caillauas. Dein Biwakplatz findest du beim Bergsee Isclots.
Bergsee Saussat
Weglos über Block-und Schneefeldern den Steinmannli nach zum Col des Gourgs Blancs hinauf. Bei schönem Wetter eine Bilderbuchaussicht. Die Tour verlangt von dir noch einiges. Weglos geht es weiter zum Ref. de Portillon. Hier gibt es gute Eierpfannkuchen. Ich habe damals mein Biwak beim Bergsee Saussat aufgeschlagen.
Der Rucksack ist sehr leicht geworden. Wir machen die letzte Etappe. In Granges d’Astau ist eine Bushaltestelle. In kurzer Zeit ist man in Bagneres de Luchon.
Diese Trekkingtour ist einmalig, jedoch nicht einfach.

Ich rate jedem Einsteiger mit einer technisch einfacheren Tour es zu versuchen.


Ich wünsche allen Trekkern schöne Bergerlebnisse.
Edmond