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Neckar- Radweg
Hallo Leute,
gestern Abend habe ich endlich den Neckarweg komplett mit dem Fahrrad befahren. Vor 2 Jahren bin ich schon den Streckenabschnitt Gundelsheim- Mannheim (etwa 100km) gefahren und hatte dadurch noch ein "Projekt" offen.
Am Dienstag fuhr ich mit dem Zug nach Villingen- Schwenningen, wo der Neckarursprung ist. Leider sieht man da nicht viel, nur ein großer Stein und eine Tafel, die es anzeigen.
Das Wetter war die ganze Zeit schön, bis ich aus dem Zug ausgestiegen bin. Dann fing es an zu regnen. Zuerst leicht, aber dann doch recht heftig, mit Gewitter und unzähligen Blitzen und Donnern.
Regen und Gewittern begleiteten mich auch abschnittsweise an allen 3 Tagen.
Werde daran denken, bei der nächsten Radtour auch die Regenüberziehschuhe mitzunehmen. 2 Tage fuhr ich mit feuchten Schuhen.
Am ersten Tag bin ich noch etwa 46km gefahren, bis ich an einen Minigolfplatz kam, wo man auch für 4€ das Zelt aufstellen konnte.
Das war in Oberndorf.
Am 2. Tag bin ich über Sulz, Horb, Rottenburg, Tübingen bis nach Neckartenzlingen gefahren, 89km.
Unterwegs gab es ein Unwetter und Gewitter, wie ich es selten erlebt habe. In einem Betonwerk konnte ich eine Stunde unterstehen, bis es vorbei war. Hab dort auch ein Bier bekommen
Kurz nachdem ich von dem Werk weggefahren bin, fing der Regen wieder an. Ursprünglich wollte ich irgendwo wild zelten, habe mich dann aber doch für ein Zimmer entschieden.
Da konnte ich mein Zelt und all die nassen Socken und Schuhe trocknen.
Zeltplätze sind sehr rar zwischen Villingen und Gundelsheim. Von Gundelsheim bis Mannheim gibt es eine Schwemme an Campingplätzen.
Am 3.Tag fuhr ich morgends um 8 Uhr los, bei kühlem, aber trockenem Wetter. Ich fuhr über Wendlingen nach Plochingen. Ab hier beginnt die Neckarschifffahrt.
Bis Plochingen ist der Neckar ein kleiner Fluß mit einer wunderschönen Landschaft, aber dann beginnt die Industrieregion.
Vorbei an Esslingen, dem Mercedes Werk in Obertürkheim bis nach Stuttgart- Bad Cannstadt. Kurz nach 11 Uhr war ich in Stuttgart, etwa 46 km.
Dort habe ich eine kurze Pause gemacht und da ich mich recht fit fühlte, beschloss ich, ganz bis nach Hause durchzufahren.
Hinter Bad Cannstadt beginnen die Weinberge und es wird wieder ländlicher. Der Weg ist sehr angenehm zu fahren. Auch das Wetter hat an diesem Tag gut mitgemacht und es blieb trocken.
Als ich in Lauffen am Neckar ankam, war ich schon etwas müde und hatte noch etwa 30 km zu fahren. Ich wurde merklich langsamer.
In Heilbronn sah ich dann unzählige Fußball Fans, die ins Fandorf stömten. Zu diesem Zeitpunkt war die Fußballwelt für sie noch in Ordnung :? Heute stand in der Zeitung, daß 12000 Fans im Heilbronner Fandorf waren.
Der Himmel wurde schnell dunkler und ab Neckarsulm begann der Regen erneut, bis ich zuhause war.
Nach 11 Stunden und 140 km Radfahrt an diesem Tag war ich endlich daheim.
Ab Gundelsheim hören die Weinberge endgültig auf und der weitere Wegabschnitt geht zum großen Teil durch den Odenwald und man sieht links und rechts viele Burgen. Die Strecke Heidelberg- Heilbronn ist auch ein Teil der Burgensrtaße.
In Mannheim, das Ende des Neckar- Radwegs fließt der Neckar direkt am rießigen BASF- Werk in den viel breiteren Rhein. Das zu sehen ist schon faszinierend.
Der Neckarweg ist sehr gut beschildert, angenehm zu fahren und landschaftlich wunderschön. Die Geammtlänge beträgt 372 km.
Grüße
Ingo
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