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Thema: GR10 - Wetterlage in den Pyrenäen

  1. #1
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    GR10 - Wetterlage in den Pyrenäen

    Hallo liebe Gemeinde,

    im kommenden Jahr würde ich mir ganz gerne einen kleinen Traum erfüllen und wenigstens für eine Weile das "bürgerliche Leben" ablegen und die Pyrenäen auf der GR10 überqueren. Ich stecke noch so ziemlich in den Anfängen meiner Planungen, sie beschränken sich noch auf lückenhafte Überlegungen über die benötigte Ausrüstung, das Studium von Erfahrungsberichten anderer Sinnverwandter im Internet und meine bisher einzige materielle Anschaffung: Den Führer "Pyrenäen-Traverse GR10" von Gert Trego, den ich mir bereits vor 3 Jahren zugelegt habe.

    Bevor ich anfangen kann, mich um die Ausrüstung zu kümmern und weitere Planungen anzugehen, sollte nach Möglichkeit der Termin der Wanderung festststehen. Da ich beruflich gebunden bin und ich nicht daon ausgehe, dass mir sechs Wochen Urlaub am Stück genehmigt werden, plane ich von vornherein, den Weg in zwei Hälften zu zerlegen, die ich dann entweder in einem Jahr (Frühjahr und Spätsommer) oder aber in zwei aufeinanderfolgenden Jahren begehe.

    K.O.-Kriterium der Terminplanung ist meiner Meinung nach das Wetter. Da ich plane, die Nächte im Zelt zu verbringen (realistisch/erlaubt?), sollten die Temparaturen entsprechend sein. Was muss ich also beachten? Ab wann sind die Wege (größtenteils) schneefrei? Zu welcher Jahreszeit ist eher mit Nebel und Regen zu rechnen, ab wann wird es zu heiß? In Betracht kommen meiner Meinung nach nur das Frühjahr sowie der Spätsommer.

    Schonmal danke für eure Hinweise und Erfahrungen.

    Grüße
    Sascha

  2. #2
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    Hallo Sascha,
    ich war immer nur im September dort.
    Vom Wetter her war es immer durchwachsen, aber in Ordnung.
    Im Gebirge kann man grundsätzlich frei übernachten (Zelten),
    wer sollte einen auch verscheuchen?

    In manchen Gebieten, wie unterhalb der Breche de Roland gibt es selbst im September wahre Zeltlager.

    Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen der französischen Seite, die eher mitteleuropäisch geprägt ist und der spanischen Seite, wo es eher felsig, karg, trocken und heiß ist.
    Am besten immer entlang der Grenze halten, dann ist man mitten in den höchsten Gebirgszügen.
    Bei der Breche de Roland ist es am höchsten (über 3000 Meter), zu den Meeren hin wird es dann deutlich flacher.

    Nach Süden zu muss man unbedingt beachten, dass es nur noch kaum noch Wasserstellen gibt !
    VG
    Achim
    Wer nichts macht, macht keine Fehler.
    Aber das ist ja langweilig

  3. #3
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    Nochmal hi Achim,

    habe mir gerade mal die Breche de Roland in GoogleEarth und die dort verlinkten Fotos angesehen -> :shock:
    Diese Bilder machen mich noch viel hibbeliger, wenn ich daran denke wie laaange es noch dauert, bis ich endlich losmarschieren kann. Aber ich will mir natürlich auch nicht die Stimmung durch etwaiges Schmuddelwetter im Frühjahr vermiesen, deshalb bin ich weiterhin auf Klima-Tipps angewiesen.

    Was kann ich unter 'durchwachsen' verstehen? Mein Wunschwetter wäre eine gesunde Mischung aus angenehmem Marschwetter (nicht zu heiß, hier und da mal ein Wölkchen) und Fernsicht, damit ich auch was von der Umgebung sehe und schöne Fotos machen kann Sicher wird es auch mal regnen oder 'nebeln', aber wie war denn die Verteilung bei deinen September-Trips (und warum hast du dich immer gerade für den September entschieden)? Der (die) GR10 verläuft auf französischer Seite, kratzt nur hier und da mal an der Grenze. Ich glaube (korrigiere mich bitte, wenn ich mich irre) was du meinst mit "immer entlang der Grenze halten" ist der HRP - der ist mir als Einsteiger doch noch ne Nummer zu groß ops: - vielleicht in 5 Jahren mal

    So gut kenne ich mich mit dem Pyrenäen-Klima nicht aus. Meine einzigen Kenntnisse beruhen auf einigen Jahren regelmäßigen Südfrankreich-Mittelmeerurlaubs (St. Cyprien, nähe Perpignan), in denen ich gelernt habe, dass das Klima dort vom trockenen (und mitunter sehr heftigen) Mistral (Nordwestwind) und vom Tramontana (feuchte Luft aus Richtung Alpen, also NNO) bestimmt wird... nur was wann vermehrt auftritt - keine Ahnung.

    So, genug für heute... wünsche eine gute Nacht, lesen uns bestimmt bald wieder

    Viele Grüße (und ich kann es garnicht oft genug wiederholen: Danke!)
    Sascha

  4. #4
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    Hallo Sascha,
    die Fernwanderwege kenne ich nicht.
    Bislang habe ich noch keine reine Wanderungen dort gemacht.
    Ich bin einmal 6 Wochen durch ganz Nordfrankreich gefahren und habe abschliesend eine 1 wöchige Wandertour und mehrere kurztouren in den Pyrinäen gemacht.
    Dasselbe nochmal auf einer Tour durch Südfrankreich.
    Die Grenze zwischen Frankreich und Spanien verläuft ziemlich genau entlang dem Hauptkamm der Pyrinäen. Dort ist es dementsprechend meist am höchsten und interessantesten.
    Die spanische Seite finde ich sehr interessant. Sie ist sehr felsig und karg, aber es bietet seltsame und z. T. wirklich tolle Geländeformationen.
    Die französische Seite fand ich nicht so toll. Eher wie bei uns, aber kaum Wege und verwachsen.

    Als Reisezeit fand ich September ideal. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Öfters mal Nieselregen, meist schönes Wetter.
    VG
    Achim
    Wer nichts macht, macht keine Fehler.
    Aber das ist ja langweilig

  5. #5
    Neuer Benutzer
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    Hallo,

    ich bin die Pyrenäen teilweise nördlichk (GR 10), teilweise südlich (GR 11) gelaufen - mit Abweichungen nach Gusto und Wetterlage. Dazu Einzeltouren, gerade auch kombiniert mit Skitouren.

    Es stimmt - die spanische Seite ist weniger regengefährdet. Zelten war nie ein Problem, lediglich in den Nationalparks auf spanischer Seite hat es Restriktionen. Landschaftlich fand ich die spanische Seite eindrucksvoller, die franz. eher alpenähnlich.

    Der GR 10 hat teilweise durch die zahlreiche Querung von Seitentälern auch viel Höhenunterschied. Dazu viel Wald.

    Die franz. Seite ist hervorragend markiert, bietet eine Reihe, teilweise offener Hütten, Nothütten und auch Gites d'Etappe, falls das Wetter länger gruselig wird. Der GR 10 ist wie alle franz. Weitwanderwege perfekt markiert und weist auch keine schwierigen Etappen auf - was man vom GR 11 nicht durchgehend sagen kann.

    Ich würde die Sache u. U. dreiteilen. Das Baskenland ist im Frühling sehr schön, im Mai bis ca. Pic d'Anie machbar. Der Landschaftseindruck bald nach der Küste ist aber über weite Strecken eher mitelgebirgsähnlich.

    Ähnlich der Teil nach dem Canigou bis zum Mittelmeer. Der zentrale Teil ist eher etwas für die Sommermonate bis in den Oktober. August meiden - alles voll.

    Nirgendwo fand ich das Wetter so schlecht langfristig vorhersehbar, noch mehr als in den Alpen. Einmal Anfang Juli massiven Schneefall bis 1.200m, teilweise 10 Tage Regen am Stück - auch Starkregen. Kann aber auch ewig schön sein.

    Dann gibts noch den Zentalweg, immer den Kamm nach - das wird aber teilweise sehr, sehr alpin.

    Gruß

    Waldschrat

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