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Thema: Jakobsweg und mehr

  1. #1
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    Jakobsweg und mehr

    Moin moin an alle!

    Durch eine teils glückliche Fügung in der Bürokratie der Bundeswehr habe ich nun nach dem Abi noch ein Jahr zeit, bis ich dann als Offizier bei der BW zu 2010 angenommen werde^^

    DIese Zeit wollte ich irgendwie füllen und wurde durch einen guten Freund inspiriert eine Fahrradtour durch Spanien zu machen.
    Dieser is auch sehr erfahren und verbringt jährlich unsere 6 Wintermonate da unten... der hat keinen Winter... argh

    Nun hat sich auch noch ein anderer Kumpel germeldet, der mal den Jakobsweg pilgern will, bevor er in das Arbeitsleben geht.
    So sind wir dann zum Schluss gekommen, dass wir das zusammen machen. Dabei werden wir mit dem Rad reisen.

    Start soll Toulouse sein, dann Über die Pyrenäen nach Roncesvalles und dann den Weg nach Santiago de Compostela.
    Danach wäre eine gute Sache einfach Südwärts an der Atlantikküste von Potugal dann nach Lissabon entlang zu fahren.. und von dort dann wierder nach Hause fliegen.


    Um uns drauf vorzubereiten, werden wir schon kürzere Fahrradstrecken fahren (60km), da wir uns vorgenommen haben im schnitt 80-90km zu fahren pro Tag.
    (Mehr als 5 stunden Rad ist ja auch für die Männlichkeit nicht grad förderlich )

    Weiterhin wollten wir unsere Räder mit Gepäckträger und diesen dicken Seitentaschen versehen.
    Es wird ein 2mannZelt mitgenommen, welches sich in 3min aufbauen lässt... also falls mal der Regen überrascht.

    Dann fahrradklamotten und Thermounterwäsche dazu holen (habt ihr gute Marken?)

    zur verpflegung haben wir uns überlegt, dass wir dazu 10 Euro pro tag rechnen, jeden Tag in n Kiosk oder Supermarkt und Brot, Käse nudeln, Reis etc holen... wobei wir Käse nicht unbedingt lagern wollen. Sind die 10 Euro realistisch?

    Wichtigsten Fragen sind natürlich:
    Darf man in Frankreich "wild" campen?
    - aber das is ja vonner Gemeinde abhängig und so
    und wie stehts mit Spanien und Portugal mit wildcampen aus?

    Und, habt ihr Erfahrungen, wie es mit Dieben und sowas in der Gegend da aussieht?
    Seit ihr mal aufgewacht und das, was ihr außerhalb des Zeltes stehen hattet (Ich denk da jetzt verstärkt an unsere guten Räder) und die waren dann weg?

    Genereller Tagesablauf soll sein: Ausschlafen, dann sachen packen, nächster Markt, Etappenziel erreichen, dann ein Lager finden, und dann innerhalb der Städte Sachen anschaun, Gitarrespielen lernen^^, und dann pennen.

    nur hab ich halt Angst um die Räder etc, wenn wir uns davon entfernen. Ich habe mir gedacht, dass man n guten Kilometer
    von den großen Straßen entfernt, entweder aufn Bauernhof oder halt "wild" dann das Lager aufstellen. reicht das an entfernung um die Wahrscheinlichkeit der Diebstahls zu minimieren?

    Wie sieht es aus mit Orangenplantagen in der nähe dort? (kostenlose Vitamine )

    Ich spreche etwas französisch, aber kein Wort Spanisch... kommt man dort auch mit Englisch voran?

    Das wars erstmal zur Groben Problematisierung^^

    Liebe Grüße,
    der Willi
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  2. #2
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    Hallo Willi!
    Zu den erwähnten Orangenplantagen habe ich leider eine kleine Enttäuschung für Dich.
    Diese Orangen/Mandarinen-Plantagen befinden sich im Großraum Valencia an der Westküste und nicht dort im Norden Spaniens, wo Ihr entlangradeln wollt.
    Sollte aber trotzdem mal ein vereinzelter Orangenbaum dort stehen, so sind die Früchte erst im Spätherbst bis zum Winteranfang reif. Also ,ich denke, das wird nicht klappen mit den Apfelsinen.

    Ich selbst bin im Juni 2008 von Leon bis Santiago geradelt und habe außer ein paar leckerer Kirschen an einen Süßkirschbaum nichts am Straßenrand ernten können.

    Richte Dich lieber darauf ein, daß Du regelmäßig im Supermarkt einkaufen mußt.

    Es grüßt ein anderer Willi
    www.willi44.de/santiago.htm

  3. #3
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    Hallo Willi ^^
    cool, dass du auch Willi heißt^^

    okey.. das mit den Mandarien und so war ja nur n Gedanke^^

    Aber gut, dass du den Jakobsweg auch schon gefahren bist, denn wie ist das nun mit DIebstahl während man auf kleiner Wandertour ist?
    Was für Thermo-unterwäsche benutzt du?
    und wie hast du das mit dem campen gemacht?
    Bist du in die Kloster gegangen, oder wild?

    Liebe Grüße
    der andere Willi
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  4. #4
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    Hallo Willi!
    Also, ich war im Juni 2008 auf dem Pilgerweg unterwegs.
    Da brauchte ich keine Thermo-Unterwäsche. Ich hatte 3 oder 4 Paar sogenannte "Funktionsunterwäsche" mit dabei. Das sind relativ neue, dünne Stoffe, die den Schweiß von der Haut durch die Wäsche nach außen transportieren. Somit bleibt Deine Haut immer schön trocken.
    Diese Stoffe kann man unterwegs auch ruckzuck auswaschen und diese Stoffe trocknen auch ruckzuck.

    Und über diese Wäsche kannst Du ja nach dem Zwiebelprinzip mehrere Lagen Hemden, Pullover,Fleecejacken usw drüberziehen, bis Dir nicht mehr kalt ist.

    In welchem kalten Monat willst Du denn zur Reise nach Santiago starten, wenn Du Dir über Thermo-Unterwäsche Gedanken machst?
    Also ich war heute bei 4°C plus mit dem Fahrrad an Hannovers Maschsee unterwegs ( bekleidet wie oben erwähnt). Also bei +4°C geht es noch so wie oben beschrieben.
    Es grüßt Willi
    www.willi44.de/santiago.htm

    Ich selber wurde während dieser Tour nach Santiago nicht beklaut.
    Unsere Fahrräder waren nachts und bei den Pausen immer mit 2 dicken Schlössern gesichert. Dazu kam ein drittes langes flexibles Schloß, welches dann zusätzlich um den Baum oder die Laterne herumgewickelt werden konnte, an dem unsere Räder angelehnt waren.

  5. #5
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    Hallo Willi
    Naja.. es wird wohl im Juni gestartet, ich hab halt gehört, dass sich Thermounterwäsche dazu eignen soll bei den Fahrradtouren gut den Schweiß zu Transportieren... aber diese Funktionsunterwäsche klingt doch verlockend^^

    Der Maschsee ist toll^^ da fahr ich auch öfters mal mit meinen Skates rum^^

    Okay, das mit den Schlössern leuchtet ein.

    Aber is nun wildcampen erlaubt?
    Und wie ist es mit nem kleinen Gaskocher?

    Liebe Grüße
    Willi
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  6. #6
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    So,da bin ich wieder.
    Zum Wildcampen kann ich nix sagen, da ich immer in normalen Hotels,Pensionen oder Apartments gewohnt habe, die ich zu Hause online vorgebucht hatte. Nach einer 60km-Tagesradtour in den Bergen brauche ich ein gutes Bett zum schlafen.

    Weiterhin gibt es aber auf dem Pilgerweg in Nordspanien überall die "Refugien". Dort kann man für tatsächlich 3 Euro oder etwas mehr preiswert übernachten, wenn man den Pilgerausweis besitzt.
    Das Übernachten in den Refugien macht sicher Sinn, wenn Du in größeren Städten angekommen bist.

    Den Pilgerausweis kannst Du bei einer der deutschen Jakobsgesellschaften beantragen. Ich selbst habe meinen "Credenzial", also den Pilgerausweis, bei der Fränkischen Jakobsgesellschaft beantragt ( kostete 6,50 Euro komplett mit Porto).
    Einfach bei Yahoo das Wort :Pilgergesellschaft eingeben, dann kommst Du da sofort hin.
    Es grüßt Willi
    www.willi44.de/orchideen_am_jakobsweg.htm

  7. #7
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    Hi again^^

    ja super, nun weiß ich auch wo ich den Ausweis herbekomme, danke.

    Das mit den Refugien werden wir uns mal überlegen, macht manchmal sicher Sinn, hauptsache, dass die Räder geschützt sind^^

    Wieviel Reisegepäck hattest du dabei, und wie teuer war dadurch der Flug? Hast du lange im Vorraus gebucht, oder so einen Billig-last-minute-Flieger genommen?

    Grüße
    Willi
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  8. #8
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    Moin Willi!
    Der Rückflug von Santiago de Compostela nach Hannover mit "Airberlin" kostete ca. 150 Euro plus 25 Euro für die Fahrradmitnahme plus 10 Euro für den Fahrrad-Pappkarton am Flughafen.
    Der Flug war ungefähr ein halbes Jahr vorher schon gebucht.

    Wir hatten Jeder zwei Ortlieb-Taschen und einen Rucksack dabei. Für dieses Gepäck mußten wir nix extra im Flugzeug bezahlen. Wie unsere Fahrräder bepackt waren, kannst Du auf den Fotos auf meinem Reisebericht sehen:
    www.willi44.de/santiago.htm

    Es grüßt der andere Willi

  9. #9
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    Moin Willi!
    Mir fiel auf:Wieso mußt Du an Deinem Fahrrad noch Gepäckträger montieren? Gepäckträger sind doch automatisch mit dran an jedem Fahrrad.
    Außer an Mountainbikes. Und mit einem Mountainbike kannst Du solch eine lange Strecke wahrscheinlich nicht abradeln.
    Da brauchst Du ein Tourenrad oder ein Treckingrad.
    Es grüßt Willi

  10. #10
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    Moin Willi,

    ja mhmm das mit dem im Vorraus buchen wird mit dem Rückflug dann schwierig... weil wir evt von Lissabon oder Malaga fliegen werden...
    je nachdem, wie schnell wir sind^^

    Also mein Fahrrad ist eine Mischung aus Renn- und Treckingrad,
    sprich: leichter Alurahmen, Vorne Federung, 28 Zoll, 1,75zoll breite und ... kein Gepäckträger^^
    aber der is schnell von nem anderen Fahrrad umgebaut.
    ich fahr mit meinem Rad täglich 40km... 20 zur schule und zurück, also passt das auch mit der Anstrengung, hab mich dran gewöhnt.

    also diese Fahrradkartons hol ich mir dann auch von nem Fahrradladen, wo ich früher gearbeitet habe^^
    wird also nich teuer sein.
    Frage: bekommt man einen Leatherman im Gepäck durchn Zoll?
    so von wegen spitzer Gegenstand?^^
    weil ohne so ein ding will ich ungerne aus Deutschland raus.... so Improvisieren wird ja notwendig^^

    grüße
    der ander Willi
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