Hallo Buschmann
Ich habe bei Wanderungen Survivalsituationen heraufbeschwört.
Veranlasst hat mich damals das Buch "Höhlenkinder" welches
damals auch in einigen Folgen verfilmt wurde. Zwar wurde die
Handlung in den 2. Weltkrieg verlegt aber diese Buch war für mich
der Startschuß um das dort geschriebene selbst einmal auszuprobieren. Ferner Berichte von Familienangehörigen die
im 2. Weltkrieg auf der Flucht waren und sich in Extremsituationen
zurechtfinden mußten und das über viele Monate. Ich habe immer
direkt am Wald gewohnt und für teures Spielzeug gab es damals (Anfang der 60er Jahre) kein Geld. Also kein Handy, Playstation,
Chatroom usw. Man mußte sich also selbst etwas einfallen lassen.
Ich habe dann damals viele Kunstfertigkeiten ausprobiert einfach
mal aus Neugierde ob das Geschriebene auch so realisiert werden
konnte. Es folgten dann am Wochenende kurze Wanderungen mit
einer Übernachtung irgendwo. Dabei hatte ich ein Messer eine Dreicksplane, Streichhölzer und ein Stück Fleischwurst zum Braten
über der Flamme. Einziger Luxus ein BW Schlafsack in dem ich immer tierisch gefroren habe. Ich habe mir dann selbst Unterstände gebaut. Anfangs habe ich im Wald einfach vorhandene Bombentrichter oben abgedeckt. Dann wurden umgeworfene Fichten als Basis eines Lagers gewählt. Wasser zu finden war bei uns in der Region recht einfach. Es wurden dann die ersten primitiven Waffen aus Feuersteinen hergestellt die ich mir aus dem Urlaub an der Ostsee mitgebracht habe.An Tee aus Weidenrinde kann ich mich noch gut erinnern. Ich habe immer das
Erfolgserlebniss genossen, eine neue Fertigkeit zu erlernen. Auch
das Orientieren im unbekannten Gelände war immer recht spannend. Nach Hause gekommen sind wir aber immer.
Ich empfinde dieses Lernen und Ausleben von nicht alltäglichen Situationen immer noch als sehr befriedigend. Gerne schaue ich mir auf Fernreisen immer wieder den Erfindungsreichtum der Landbewohner in abgelegenen Regionen an. Man lernt immer etwas dazu.
Jochen


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