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Thema: Feuer

  1. #1
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    Feuer

    Ich gehe davon aus, dass einige hier schon mehr oder weniger in persönliche Grenzbereiche gekommen sind, schon mehr oder weniger Bekanntschaft mit Erschöpfung gemacht haben.

    In solchen Situationen darf die körperliche Verfassung nicht zusätzlich durch Unterkühlung gefährdet werden. Somit bekommt die Kenntnis über das Feuermachen eine Sonderstellung.

    Im Einzelnen wird Feuer benötigt, um
    - Trinkwasser abzukochen
    - Verpflegung zuzubereiten
    - Bekleidung zu trocknen
    - Die Unterkunft zu wärmen
    - Kontakt zu Hilfstrupps aufzunehmen

    Die Art der Feuerstelle wird abhängig vom gewünschten Ergebnis angelegt:
    Wärmefeuer sollen bei geringer Rauchentwicklung in die Breite strahlende Wärme abgeben, Kochfeuer müssen nach oben auf begrenzte Fläche starke Hitze entwickeln oder ein Glutbecken haben.

    Der wichtigste Brennstoff zum Entfachen und Unterhalten eines Feuers ist Holz.
    Ganz gleich, ob ein Feuer mit normalen Zündern (Streichholz, Feuerzeug, Feuerstarter etc.) oder durch künstliche Erzeugung von Hitze entfacht wird, benötigen wir immer Zunder, Anzündmaterial und Feuerholz.

    Mich würden mal eure persönlichen Erfahrungen mit Feuer interessieren, egal ob positiv oder negativ, ob was draus gelernt oder Lehren draus gezogen…..

    Grüße
    Buschmann

  2. #2
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    Der Laie macht meistens ein zu großes Feuer, insbesonders beim Zubereiten der Nahrung. Oft ist der anfänglich Vorrat an gesammelten Brennmaterialien zu klein und man muß die Feuerstelle verlassen um Nachschub zu besorgen. Möglichst Holz nehmen welches nicht auf dem Boden liegt. Dieses gilt zumindest in unseren relativ feuchten Gebieten. Man soll ein Gefühl entwickeln, wie der Gewichtsunterschied zwischem trocknen und feuchten Holz ist. Nicht zu dicke Holzstücke nehmen. Mit einigem Geschick kann man sich auch auf einer Seite einen Reflektor bauen damit die Wärme nicht ziellos verblasen wird. Vorsicht mit Steinen zur Abgrenzung einer Feuerstelle. Diese können, wenn feucht, mit lautem Knall platzen und die Splitter sind nicht ohne!

    Jochen

  3. #3
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    …das waren schon wieder ein paar ganz nützliche Tipps.

    Kleine Weiterführung meinerseits….
    Auch bei einem kleinen Feuer wird häufig der Holzbedarf unterschätzt, deswegen frühzeitig mit der Holzsuche beginnen, möglichst viel sammeln und trocken lagern. D.h. zum einen nicht direkt auf dem Boden, also 2 Äste längs legen, den Rest drauf stapeln und eine Überdachung bauen. Das geht sehr leicht mit einem Holzrahmen und ein paar Querstreben. Danach wird der Rahmen mit Reisig, Gras, Schilf usw. alles was eben so greifbar ist, abgedeckt.
    Nun den Rahmen praktisch als Schrägdach über den Holzvorrat stellen, dann kann’s Bindfäden regnen, und das Holz bleibt trotzdem trocken.
    Diese Überdachung kann man auch sehr gut zum Räuchern verwenden, dazu aber später mehr.

    Grüße
    Buschmann

  4. #4
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    Dann hatte Jochen noch den Reflektor erwähnt, das ist ebenfalls eine richtig gute Sache.

    An dem Beispiel unten habe ich nur mal das Prinzip der Bauweise deutlich gemacht.
    Also für den echten Gebrauch baut ihr das Ding natürlich breiter.
    Dann ist eure Ruhe- oder Schlafposition zwischen Reflektor und Feuerstelle.

    Grüße
    Buschmann


  5. #5
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    Auch in eine lemige Böschung läßt sich prima ein Backofen graben.
    In Peru haben wir lecker Essen in einer Kochgrube garen lassen.
    Es gibt da also noch einige Möglichkeiten zur Verfeinerung.
    Oder einmal üben, Feuer in einer durchlöcherten Blechdose den
    ganzen Tag zu transportieren. Je nach Brennstoff, ev. mit Zugabe
    von Nadelbaumharz lassen sich auch wunderbar die Mücken
    vertreiben. Die Konstruktion sieht dann aus wie ein Weirauchfass
    und qualmt schön.

    Jochen

  6. #6
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    Lehmofen?
    Das ist ja schon eher was für Fortgeschrittene…..

    Da will ich mich nicht lumpen lassen :wink:

    Das Ding hier steht in meinem Garten und ist regelmäßig in Gebrauch.
    Die Bauanleitung dafür gibt’s auf meiner Seite.

    Grüße
    Buschmann



  7. #7
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    Ja, auch der Transport von Feuer ist eine durchaus in Betracht zu ziehenden Möglichkeit.
    Wer schon einmal in einer schwierigen Situation erlebt hat, wie hart es sein kann, ein Feuer zu machen, wird alles dafür tun, das Feuer am Leben zu halten.

    In erster Linie ist dabei für mich wichtig, dass ich das Feuer am nächsten Tag nach dem Aufstehen ohne große Mühe wieder in Gang setzen kann.

    Sehr hilfreich ist dabei ein Grubenfeuer, die Glut bleibt geschützt, kann ggf. vor dem Schlafengehen noch leicht abgedeckt werden und ist morgens dann sehr leicht wieder entfachbar.
    Zu diesem Zweck sollten neben dem trocken gelagerten Brennholz auch immer eine kräftige Hand voll Anzündmaterial vorbereitet sein – ich bevorzuge hier Reisig, am besten vom Nadelbaum.

    Grüße
    Buschmann

  8. #8
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    Lehmofen ist recht einfach. Du treibst von oben her einen armdicken
    Pfahl in den Hang und gräbst dann von der Böschung her eine
    entsprechend weite Höhlung. Nachdem man den Pfahl entfernt hat
    ergibt die Öffnung nach oben den Rauchabzug. Dann entfacht man
    ein anständiges Feuer. Bis die Wandung richtig erhitzt ist.
    Danach alle Öffnungen schließen. Den Braten in die Höhlung am
    Besten auf Steine oder nassem Holz und alles verschließen und
    warten.

    Jochen

  9. #9
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    Ein Erdloch in der Form hab ich noch nicht gebuddelt, hört sich nach viel Arbeit an, der Backraum muss ja auch groß genug sein.
    Schätze, du lässt bei deiner Variante beim Backen ebenfalls die Glut im Ofen. (?)
    Damit mein Brot nicht total schwarz wird, habe ich dafür eine kleine Abgrenzung (auch mit Lehm) eingebaut.
    Somit habe ich einen Brennraum und einen Backraum, funktioniert spitzenmäßig. 8)

    Lehm an sich ist aber auch ohne aufwendigen Lehmofenbau immer empfehlenswert.
    Besonders Fisch und Fleisch lassen sich, in Lehm gepackt und in die Glut gelegt, sehr gut garen.

    Grüße
    Buschmann

  10. #10
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    Methoden des Feuermachens

    Obwohl wahrscheinlich jeder, wenn er denn mal ein Feuer machen möchte, auf Feuerzeug oder Streichholz in seiner Hosentasche zurückgreifen kann, dürfen natürlich die Methoden des Feuermachens ohne diese Hilfsmittel in keinem Survivaltraining fehlen.

    Ob mit Brennglas, Feuerstein oder, die klassischste aller Praktiken, das Feuer bohren – wer hat denn schon mal eine Methode erfolgreich angewendet?

    Grüße
    Buschmann

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