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Thema: Orientieren

  1. #1
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    Orientieren

    Orientieren – „Das Herstellen einer Beziehung zum umgebenden Gelände“

    Klar, dass diese Fähigkeit für jeden Trekker die Grundlage für eine entspannte Reise ist.
    Dazu wird sich wohl jeder, der eine Tour plant, mit einschlägigem Kartenmaterial eindecken.
    Daneben sollte natürlich auch die Feststellung der Himmelsrichtung beherrscht werden.

    Ob mit Kompass oder das Heranziehen natürlicher Hilfsmittel – von welchen Erfahrungen könnt ihr ein Lied singen? :wink: Welche Methoden favorisiert ihr?

    Grüße
    Buschmann

  2. #2
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    In unseren heimischen Gebieten kann man z.B. einem Rinnsal folgen, welches dann in einen Bach/Fluß mündet. An diesem stößt
    man dann automatisch wieder auf einen Weg/Straße. Zivilsation
    kann dann auch nicht mehr weit sein. Beim Wandern kann man
    z. T. am Sonnenstand über die Richtung informieren. Hier bei uns
    herrscht meistens eine Süd-West Lage. Auch hier kann man die Richtung grob an dem Wolkenzug festlegen.

    Jochen

  3. #3
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    Hallo Jochen,

    das sind schon ein paar ganz gute Ansätze!

    Einem Rinnsal zu folgen, gibt zwar keine Himmelsrichtung her, aber dass man dadurch zu größeren Flüssen und somit zur Zivilisation zurückkommt, stimmt in den meisten Fällen.

    Am Wolkenzug würde ich allerdings niemals versuchen, die Himmelsrichtung zu bestimmen.
    Die Hauptwetterrichtung Nord-West ist richtig und das hat zur Auswirkung, dass freistehende Bäume nach Süd-Ost geneigt sind, häufig findet man an der Nord-West Seite auch Moosbewuchs oder im Winter anhaftenden Schnee.
    Aber Vorsicht! Bei Schneefall und starkem Ostwind kommt es schon mal vor, dass der Schnee an der anderen Seite haftet, das hatten wir beispielsweise vergangene Woche.
    Das sieht aber insgesamt schon etwas seltsam fremd aus – einfach mal drauf achten.

    Wie schaut’s sonst aus? Sonne, Sterne, Mond, Mondphasenberechnung?

    Grüße
    Buschmann

  4. #4
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    Wie funktioniert das mit dem „Orientieren“ eigentlich?

    Wenn man es hat, hat man’s „im Gefühl“? Gibt es einen „Orientierungssinn“?

    Und was in dem Zusammenhang auch gerne diskutiert wird: Haben eher Frauen oder eher Männer das bessere Händchen beim Orientieren?
    Was meint ihr? :lol:

    Grüße
    Buschmann

  5. #5
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    Die Frauen die ich kenne haben alle keinen guten Orientierungssinn. Im Dunkeln kann man sich noch gut bei klarem Wetter am Polarstern orientieren. Den Mond halte ich aufgrund der Bewegung als absolut ungeeignet. Bin glücklicherweise im Besitz
    eines guten GPS mit immer genügen Ersatzakkus und eine Topoakarte von gesamt Deutschland :lol:

    Jochen

  6. #6
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    @Jochen

    Zitat: „Die Frauen die ich kenne haben alle keinen guten Orientierungssinn.“ :lol:

    Sorry, das war eine gemeine Fangfrage. ops:

    Es gibt leider keinen „Orientierungssinn“. Die Kunst des Orientierens ist ganz einfach, dass ich zunächst einmal weiß, wo ich mich befinde und im zweiten Schritt den Weg entdecke, der mich zu meinem Ziel bringt.

    Alle dazu notwendigen Begabungen sind schlicht und ergreifend gute Wahrnehmungsfähigkeiten.
    Ruhige Beobachtung und die Verknüpfung markanter Geländepunkte sind die Grundlage für das Navigieren.

    Der Hinweis mit dem Polarstern ist sehr gut, er zeigt uns ziemlich genau die Nordrichtung.
    Jetzt wäre nur noch interessant, wie er zu finden ist.

    Der Mond zeigt mir aber genau so zuverlässig die Himmelsrichtung an – zugegeben, ich brauche dazu ein Hilfsmittel: eine Uhr.

    Kurze Einführung:
    (Anmerkung: Es ist notwendig, dass man sich vorstellen kann, wo die Sonne um eine bestimmte Uhrzeit stehen würde!)

    Bei Vollmond steht der Mond der Sonne genau gegenüber. Beispiel 24 Uhr – der Mond steht im Süden.

    Bei Neumond steht der Mond genau dort, wo die Sonne steht. Beispiel 3 Uhr – der Mond steht in Nord-Ost.

    Die restlichen Tage zwischen Vollmond und Neumond erschlagen wir mit der Mondphasenberechnung:

    1. Feststellen, ob zunehmender oder abnehmender Mond ist
    2. Den sichtbaren (hellen) Teil des Mondes in Zwölftel einteilen, Beispiel – Halbmond = 6/12
    3. Bei zunehmendem Mond die ermittelten Zwölftel von der Uhrzeit abziehen, bei abnehmendem Mond die Zwölftel dazuzählen (das Ergebnis ergibt eine Uhrzeit!)
    4. Wo zu der so ermittelten Uhrzeit die Sonne stünde, steht nun der Mond

    Beispiel: 21 Uhr, abnehmender Mond, 3/12 – die ermittelte Uhrzeit ist 24 Uhr; um 24 Uhr stünde die Sonne (wenn man sie sehen könnte!) im Norden; der nun sichtbare Mond steht also im Norden.

    Grüße
    Buschmann

  7. #7
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    Den fehlenden Orientierungssinn bei Frauen habe ich bis dato. auch weniger in der Natur festgestellt sondern bei Fahrten durch
    größere Städte. Ich merke mir halt immer prägnante Orientierungspunkte um mich beim 2. Besuch der Stadt wieder
    zurechtzufinden. Polarstern finden: 5-fache Verlängerung der Hinterachse des Sternbild "Großer Wagen" in Richtung Zenit. Man kann sich auch in ländlicher
    Gegend an der Ausrichtung alter Kirchen orientieren. Wurden immer aof der Ost-West Achse gebaut. Dann kann man sich mit einer gefetteten und magnetisierten Nadel auf einer ruhigen Wasserfläche (Kochtopf mit Wasser füllen) einen Notkompass bauen.

    Jochen

  8. #8
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    Zitat Zitat von Buschmann
    Wie funktioniert das mit dem „Orientieren“ eigentlich?

    Wenn man es hat, hat man’s „im Gefühl“? Gibt es einen „Orientierungssinn“?

    Und was in dem Zusammenhang auch gerne diskutiert wird: Haben eher Frauen oder eher Männer das bessere Händchen beim Orientieren?
    Was meint ihr? :lol:

    Grüße
    Buschmann
    Hallo Ihrs

    Also, ich muss gestehen: Ich kann mich MISERABEL orientieren. Für mich sieht "alles gleich" aus... also natürlich nicht wirklich, aber ich kann mich kaum mehr erinnern "war ich hier schon einmal" oder nicht.
    Weil ich mich so schlecht zurechtfinde, haben mir natürlich alle grossen starken Männer *fg* immer gerne geholfen, was dazu führte, dass ich mich noch schlechter orientieren konnte, weil ich einfach hinter dem jeweiligen Typ herdackelte und mich auf ihn verliess.
    Diese mühsame Angewohnheit versuche ich nun wieder aufzugeben... was aber schwer ist, wenn's die anderen immer "besser wissen".

    Zum Glück hat mein jetziger Freund genug Geduld, um mir zu erklären, woran er sich denn orientiert.

  9. #9
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    Zitat Zitat von WhyNotTry
    Für mich sieht "alles gleich" aus... also natürlich nicht wirklich, aber ich kann mich kaum mehr erinnern "war ich hier schon einmal" oder nicht.....
    …womit wir gleich beim Kern des Themas wären.

    Orientieren ist nämlich in erster Linie eine Sache der guten Beobachtung.
    Deshalb hat oberste Priorität, sich markante Geländepunkte einzuprägen und sich auf seinem Weg die jeweilige Perspektive aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Da macht’s schon unheimlich viel aus, wenn man ab und zu mal einen Blick nach hinten wirft
    Einfach in der Praxis mal ausprobieren und dann bitte hier ein kurzes Feedback geben!

    Grüße
    Buschmann

  10. #10
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    Werd ich machen, gehe im März ausführlich wandern.

    Auch wenn's mir peinlich ist, werd' ich, um das zu lernen, wohl mehr od. weniger darauf bestehen müssen, dass mir Kompass und Karten überlassen werden

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