Wir leben sehr CO2-bewußt und achten grundsätzlich auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Bei Reisen innerhalb Deutschlands wird fast ausschließlich mit der Eisenbahn gefahren. Nur selten kommt mal das Auto dafür dran. Das Auto hat einen Hybridantrieb (Toyota Prius). Verzichten auf das Auto geht aus beruflichen Gründen nicht.
Geflogen wird nur bei Reisen außerhalb Deutschlands. Da wir im Süden der Republik wohnen und gerne in Skandinavien unterwegs sind, wird zur Anreise bei einer solchen Reise das Flugzeug verwendet. Innerhalb des Landes dann wieder Bahn. Im Vergleich zur Flugstrecke einer Fernreise ist das geradezu vor der Haustür.
Problematisch sind nicht die Fernreisen, wenn z. B. jemand Trekking in Nepal macht. Ein Langstreckenflug haut zwar eine ordentliche Menge CO2 und sonstige Abgase raus (Kerosin verbrennt sehr unsauber), aber dafür ist der Trekker im Reiseland zu Fuß, mit dem Rad, mit der Bahn oder dem Bus unterwegs.
Die Billigflüge haben es in sich. Solche Dinger wie z. B. für 19 Euro nach Ibiza. Da die halbe Nation auf Geiz-ist-geil steht, fliegen auch entsprechend viele Leute wegen des Preises einfach mal irgendwo hin. Und da das Passagieraufkommen so hoch wird, werden mehr Maschinen eingesetzt, werden mehr solche Angebote gemacht.
Am Ziel der Reise wird dann nicht mit dem Rucksack marschiert, sondern man fährt in ein Hotel, wo die Klimaanlage vollgas läuft, wo der Pool betrieben wird. Abends wird in die Disco gegangen (oder sogar gefahren), wo die Boxen mit weiß der Geier wieviel tausend Watt dröhnen, mit Lichtgewitter und dem ganzen Kram. Das Bier muß natürlich auch kalt sein, etc.
Wenn man das gegenüberstellt, dürfte der Trekker mit der Nepalreise eine bessere CO2- und Umweltbilanz aufweisen als der Billigtourist, der mit Badelatschen bewaffnet auf Ibiza rumhängt.
Interessant wäre ein Vergleich zweier Reisen. Sagen wir mal zwei Wochen (nur man theoretisch). Einmal Trekking an einem ferneren Ziel und einmal Pauschalreise nach Ibiza. Wo liegt der Break-Even-Punkt? Also wie weit darf das Trekkingziel weg sein, um abgas- und CO2-mäßig mit der Ibiza-Reise gleichauf zu liegen?
Grüße
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Wenn ich mir eine Gegend aussuchen könnte, in der ich leben möchte, würde meine Wahl wohl auf ein Land am Rande der Weltkarte fallen. Da sind meist die Länder versammelt, welche keine Weltherrschaftsambititionen an den Tag legen. Also z. B. Kanada, Neuseeland oder Norwegen. Und in Norwegen hat man wiederum das Problem mit dem Walfang... Von daher haben wir mit Deutschland ein ganz gutes Los gezogen.
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