Auswandern
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 22.07.2007, 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wer auswandern will muß auch genau wissen warum. Ist es aus Unzufriedenheit, wird man dort auch unzufrieden sein. Denn auch am Zielort geht nicht alles nach Wunsch. Mann kann und muß natürlich auch planen, aber doch kommt es oft anderst. Flexibel muß man sein. Man muß bedenken, egal wohin wir gehen, wir nehmen uns selbst immer mit Sehr glücklich Ebenso auch unsere Unzufriedenheiten usw. Das muß man im Vorfeld regeln. Man meint ja auch immer, da wo man gerade nicht ist, da ist es auch schöner Geschockt Das Gras scheint immer auf der anderen Seite grüner zu sein. Ist das so? Es liegt an der inneren Einstellung. Ich persönlich meine, wer in seinem eigenem Land, wo er aufgewachsen ist und die Sprache und die Begebenheiten, Sitten etc.
kennt, nicht zurechtkommt. der wird auch im Ausland große Schwierigkeiten haben. Ich habe am Arbeitsplatz drei Jahre lang schwerstes Mobbing mitgemacht und wurde auch sehr krank dadurch. Erst seit Januar dieses Jahres habe ich mich wieder aufgerappelt, nachdem ich 5 Monate am Stück krank war. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr kommen, aber die Alternativen sahen und sind sehr trostlos. Arbeitslosigkeit, Zeitfirmen, schlechter Lohn, Unzufriedenheit usw. Es war auch immer meine Devise, ich gehe von dort nicht weg, bis meine Situation am Arbeitsplatz geklärt ist.
Flucht ist der falsche Weg und ich werde diese Situation überall hin mitnehmen. Nach 5 Monaten kam ich wieder zur Arbeit, zur Überraschung aller und ich habe seitdem Ruhe. Selbst der Geschäftsführer redet wieder mit mir. Von ihm ging die ganze Sache aus. Jetzt habe ich wieder große Freude an der Arbeit und ich werde überall gebraucht. Manchmal muß ich sogar gegen meine Vorsätze, länger arbeiten, aber es macht mir nichts aus. Wenn ich jetzt aus dieser Situation herraus eine neue Arbeit suchen würde, was ich natürlich nicht will, sähe die Sache für mich ganz anderst aus. Ich bin wieder gestärkt, physisch und mental. Dem Herrn sei es gedankt! Aus dieser Situation herraus könnte ich ganz anderst an die Arbeitssuche herran gehen und hätte den Kopf frei für die neue Herrausforderung.
Was ich damit sagen will ist, erst wenn man mit sich und der Situation im Reinem ist, kann man neue Herrausforderungen erfolgreicher angehen. Die 3 Jahre waren eines meiner schwersten Zeiten, aber ich bin dankbar für diese Lebensschulung und Erfahrung. Ich wollte oft aufgeben und war wirklich am Ende.
Vor 2 Jahren sind wir 5 mal an unseren Urlaubsort gefahren, von wo aus wir unsere Bergtouren im Alpenraum starten. Es ist unsere 2. Heimat geworden. Auswandern/ Umziehen dorthin können und wollen wir derzeit nicht, haben wir aber im Hinterkopf Mit den Augen rollen
Das Problem ist dabei der Sinn, dieser örtlichen Veränderung. Bloß auswandern weil es woanderst schöner ist, hat auf Dauer nicht unbedingt ein festes Fundament. In vielen Ländern können wir oft als Ausländer kein Eigentum erwerben, wir brauchen Kontaktleute. Das heißt auch ein großes Vertrauensrisiko. Heirat ist oft noch ein gutes Fundament zum Auswandern und erleichtert natürlich einiges.
Wir leben sparsamer um uns unsere Urlaubswünsche zu erfüllen. 5 mal im Jahr in die Berge fahren mit Familie muß auch erst finanziert werden. Aber wir setzen Prioritäten. Wir nutzen jede freie Zeit, das kann auch Überstundenabbau sein, oder gute Ausnutzung der Brückentage usw. um unseren Reisetrieb zu stillen. wir haben uns
für einen leichten Teilausstieg entschieden, da das "richtige Auswandern" derzeit bei uns nicht auf dem Plan steht. Aber ein langweiliges 08/15 Leben wollen wir auch nicht leben. Dafür ist das Leben zu kurz und zu kostbar. Also leben wir derzeit in einem Kompromiß. Wer auswandern will muß heute schon anfangen sparsammer zu leben (nicht geizig werden) und seine Fixkosten auf minimum reduzieren. Viele (oft unnötige) Anschaffungen überdenken usw. Es gibt vieles, wo man einsparen kann, ohne asketisch zu leben. Selbst wenn man doch nicht auswandert ist das "gesparte" Geld ja nicht verloren Lachen
Wie ich schon vorher geschrieben habe, was man heute schon lernt und praktiziert, wird man später einfacher leben können.
Auswandern fängt auch mit der mentalen vorbereitung an, Infosammlung z.B. im Internet, Ansparen usw. Aber am wichtigsten finde ich, braucht man einen guten Grund zum Auswandern, damit es kein Frust wird.

Grüße Ingo
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 10.11.2007, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe diese Woche einen Teil meines/ unseren Teilausstieg begonnen und eine Arbeitszeitverkürzung beantragt. Die mündliche Zussage habe ich schon und wenn alles gut geht, arbeite ich ab Januar/ Februar nur noch 4 Tage die Woche. Lachen
Für ein Baumstück nahe am Wald habe ich auch schon die telefonische Zusicherung, warte nur noch auf den Pachtvertrag.

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 10.11.2007, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ingo,

na, dann fängst du das Auswandern wohl in kleinen Etappen an. Auf den Arm nehmen

Gerade heute haben wir schon am Frühstückstisch wieder über das Thema Auswandern geredet. Wir sprechen ernsthaft drüber.
Der Frust in diesem Land nimmt einfach überhand. Neben Ignoranz und Rücksichtslosigkeit, die mehr und mehr zunimmt, kommt die Ohnmacht gegenüber immer neuen Frechheiten von Politikern, Wirtschaftsbossen und Staatsbediensteten. Seitdem wir kommentarlos die Mehrwertsteuererhöhung hingenommen haben, lassen wir uns fast täglich mit neuen Sperenzien zum Narren halten.
Die Kritikfähigkeit der Bevölkerung nimmt stetig ab, jeder Scharlatan kann uns nach Belieben den Takt vorgeben. Gerade gestern wurde das Gesetz zur Überwachung der Telekommunikation beschlossen, die Speicherung von Daten „auf Vorrat“. Das wird in der Presse schon nur noch beiläufig erwähnt, so abgestumpft sind wir bereits.
Ne, das ist nicht mehr schön.

Wir kennen einige Länder sehr gut, haben teilweise schon dort gelebt, meine bessere Hälfte kommt sogar aus einem der in Frage kommenden Länder. Wir werden die Gespräche intensivieren.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Buschmann,
auswandern innerhalb der EU wird schwierig werden, wenn man meint, in anderen EU Ländern sei es besser als in D. Gerade wird wieder an der EU Verfassung gearbeitet, sie wurde in Frankreich und Niederlande durch Volksentscheide abgelehnt. Jetzt haben die Regierungen beschlossen, die neue Verfassung, sie heißt jetzt EU- Reformvertrag, im Dezember in Lissabon zu unterzeichnen. Ohne Befragung der Bevölkerung. Ich kenne nicht alle Einzelheiten dieser Verfassung, aber sie wird große Einschnitte in unserer Freiheit haben. Diese Verfassung wird gültig sein für alle EU Länder. Es wird woanderst nicht unbedingt besser werden, weil die EU Länder noch mehr gemeinsam verschmelzen werden, besonders was die Innen- und Außenpolitik betrifft und auch den gläsernen Menschen. Diese Überwachung wird in allen EU Ländern stattfinden und nicht nur dort.
Du hast ja selbst schon deine Fingerabdrücke in den USA hinterlassen müssen. Meine Frau wird demnächst den deutschen Pass bekommen, da muß sie auch den Fingerabdruck hinterlassen.
Das Überwachungssystem ist schon sehr weit fortgeschritten, z.B. müssen die Telefongesellschaften in der Lage sein, jederzeit jeden Handybesitzer orten zu können. Natürlich, die Polizei etc. kann das auch. Ich habe deswegen kein Handy, nur eins für die Berge oder mal in Ausnahmefällen. Aber das Überwachungssystem wäre schon ein extra Thema. Im Zuge der "Terrorismusbekämpfung" werden noch einige Veränderungen auf uns zukommen, die uns nicht zum Guten dienen, da ist es egal, ob oder wohin wir auswandern.
Wie ich schon geschrieben habe, das räumliche Auswandern wird schwieriger werden. Der mentale Ausstieg wird wichtiger werden. Ich habe meine Methode gefunden, dem Überwachungssytem so weit wie Möglich ein Schnippchen zu schlagen oder innerhalb dieses Systems das Beste daraus zu machen. Entkommen kann man ihm nicht ganz. Aber blindlings folgen oder erst gar nicht beachten, wie es ein Großteil der EU-Bevölkerung tut, werde ich nicht. Es ist natürlich von der Politik gesteuert, daß über diese Dinge nur beiläufig und nur Bruchstückhaft berichtet wird. Was in den meisten Medien gebracht wird ist nur die Spitze des Eisberges.

Grüße
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, das ist klar, den Überwachungsmachenschaften kann man auf dieser Welt fast nirgends mehr entgehen. Aber nirgendwo auf der Welt sind sie so stark gepaart mit Bürokratie wie in unserem Land.
Und das ist das traurige, der Großteil der Bevölkerung frisst einfach das, was ihm hingeworfen wird, ohne drüber nachzudenken. Schlimmer noch, er wird mehr und mehr abhängig davon, dass ihm etwas hingeworfen wird. Das ganze mündet, wie schon häufiger beschrieben, in einer Unselbstständigkeit, dem ärgsten Feind des behutsamen Vorgehens und der Besonnenheit. In dieser Rangliste sind wir Deutschen ganz weit vorne.
Viele Menschen kommen durch finanzielle Schwierigkeiten nicht mehr auf die Beine, verwahrlosen, lassen sogar ihre Kinder verhungern – Tendenz deutlich steigend. Auf der Strasse gehen immer mehr – das darfst du wörtlich nehmen – über Leichen.
In Deutschland hat die Bürokratie zu großen Teilen den klaren Menschenverstand abgelöst. Soziale Kompetenzen müssen Vorschriften weichen. Wo immer Vorschriften die Grenzen nicht genau setzen gilt das Motto: „Ich zuerst.“
Das alles erlebe ich ganz, ganz stark in Deutschland.

Auswandern ist ein Punkt, über den man ruhig mal ernsthaft nachdenken kann.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, ich bin ja auch nicht generell gegen das Auswandern. Unsere Gesellschaft wird gleichgültiger, liebloser und brutaler und auch dümmer, trotz aller Informationsflut, die wir haben. Deshalb ist es mir wichtig, daß meine Frau und ich natürlich auch, Selbstverteidigung, Gefahrenvorbereitung oder Früherkennung und auch City wie Natursurvival können. Aber in anderen Ländern leben auch keine Engel und in Spanien und England gingen schon Bomben hoch, bei uns ist es noch eine Frage der Zeit.
Auswandern als Systemflucht oder Gesellschaftsflucht kann in die Hose gehen. Auswandern weil woanderst die Sonne oder die Landschaft schöner/ anderst ist, oder eine schöne Arbeit dort wartet, kann besser gehen. Aber auch da muß man sich der Bürokratie und der Gesellschaft ein/ unterordnen. Das Hauptproblem ist, daß man das Gras auf der anderen Seite immer grüner sieht, als auf der eigenen. Deswegen versuche ich unser Lebensweise so zu gestallten, daß wir zwar in dieser Gesellschaft leben, aber versuchen so frei und unaghängig davon zu sein. Wir versuchen unser Gras so grün wachsen zu lassen, wie auf der anderen Seite.
Kannst Du/ Ihr mit eurer Selbstständigkeit so einfach weggehen?


Gruß
Ingo
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

mountain man hat Folgendes geschrieben:
Richtig, ich bin ja auch nicht generell gegen das Auswandern. Unsere Gesellschaft wird gleichgültiger, liebloser und brutaler und auch dümmer, trotz aller Informationsflut, die wir haben.

[...]



Vor allem den Begriff dümmer kann ich dick und fett unterschreiben.

Auswandern ist bei uns so gut wie beschlossen. Aber noch nicht jetzt, erst wenn wir zu arbeiten aufhören und das Geschäft verkauft haben.

Als Ziel der Auswanderung ist Norwegen angedacht. Da regiert keine EU, Norwegen ist ein freies Land. Man muß aber dazusagen, daß die Deutschen mittlerweile froh sein können, daß es die EU gibt. Aus dem einfachen Grund, weil die EU zumindest teilweise unseren Saustall in Ordnung bringt. Die Deutschen entpuppen sich in den letzten Jahren leider all zu oft als Bremsklotz europäischer Politik. Sei es der CO2-Grenzwert, das Rauchverbot, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn, Kartelle großer Megakonzerne, Energieversorgung und Umweltschutz allgemein. Kein Wunder, in keinem halbwegs vernünftigen Staat auf der Erde hat die Industrie einen größeren Einfluß auf die Politik als hier. Widerliche Lobbyarbeit und Schmierereien, wohin man blickt.

Ich stand der EU auch mehr als skeptisch gegenüber. Aber mein Bild der EU wandelt sich mehr und mehr, je häufiger ich bemerke, wie Deutschland die Entwicklung in der EU behindert. Klar gibt es auch durch die EU hier und da Bürokratiewahnsinn, aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Wenn Deutschland nicht dauernd die vernünftigen politischen Entscheidungen der EU torpedieren würde, würde man auch hier deutlich mehr positive Dinge aus der EU spüren.

Seit wir das Wohnmobil haben, kann ich mich wieder öfter aus dem Haus trauen und trotz meiner Erkrankung die Freiheit genießen. Es ist zwar in Deutschland schwer, Einsamkeit zu genießen, weil auf bald jeder grünen Wiese Bau- und Gartenmärkte hingeklotzt werden, aber nach Italien haben wir es nicht weit. Und nächstes Jahr geht es endlich wieder nach Skandinavien und Schottland Sehr glücklich

Grüße

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Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht?
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

mountain man hat Folgendes geschrieben:
Das Hauptproblem ist, daß man das Gras auf der anderen Seite immer grüner sieht, als auf der eigenen.


Ja, die Sache mit dem grünen Gras sollte man sich immer mal wieder vor Augen führen, das ist richtig. Nicht umsonst ist, z.B., die Scheidungsrate so hoch. Ich weiß sehr wohl die guten Seiten zu schätzen und zu würdigen, ob nun die meiner Lebensgefährtin, meines Jobs oder meines Landes.
Insbesondere die vom letztgenannten machen sich nur immer mehr rar.

„So einfach“ ist das Weggehen natürlich nie. Nicht nur, wie schon gesagt, ist man irgendwo verwurzelt, man muss sich auch ganz genau mit Kultur und Infrastruktur des Wunschlandes auseinandersetzen. Gerade vor 2 Tagen hatte ich eine Diskussion mit einem russischen Landsmann, der nur bruchstückhaft Deutsch spricht, hier alles andere als integriert ist und nun nach Frankreich will, weil er sich dort besseres erhofft. Nein, Französisch spricht er natürlich auch keinen Brocken.
Logisch, so etwas ist mehr als blauäugig.

Unsere Arbeit ist im Hinblick auf das Auswandern das geringste Problem. Unsere Auftraggeber sind so oder so oft viele hundert Kilometer entfernt. Ein reizvoller ausländischer Veranstaltungsort ist da eher noch von Vorteil.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

@ Replay

Norwegen?
Das steht bei uns auch zur Disposition.
Wie weit ist eure Planung denn schon fortgeschritten?

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Auswandern oder Aussteigen beginnt bei mir nicht ab der Rente. Solange warte ich definitiv nicht. Einmal im Jahr bekommt man die Rentenabrechnung, da steht auch drauf, was man bekommen würde bei einem sofortigen Renteneintritt z.B. wegen Erwerbsunfähigkeit. Man muß halt dementsprechend eine guten Grund oder Krankheit haben. Dazu die Ersparnisse, die man sich bei der Vorbereitung ansammelt, dann könnte es gut gehen. Wer will, kann auch in seiner neuen Heimat eine kleine Arbeit zur Aufbesserung suchen. So eine Arbeit kann auch gut gegen die Langeweile sein und zur Kontaktknüpfung. Geht man in ein Land, wo man sich diese Rente überweisen lassen kann, ist es gut. Aber in Skandinavien ist es wohl besser, man wartet auf die ganze Rente.
Wir haben eine Tochter, die momentan noch von unserem Gesundheitssystem abhängig ist auch mit meiner Gesundheit steht es nicht zum Besten und ich bin hier in D. gut bedient.
Trotz aller wirtschaftlicher und politischer Unfähigkeit , die wir in D. haben geht es uns in vielen Bereichen noch gut. Natürlich ist es ärgerlich zu hören, dass es überall um uns herum besser geht, als
bei uns. Leute gesucht in Dänemark, Holland, England Schweiz usw.
Selbst für die Polen ist England jetzt lukrativer als Deutschland.
Da muß einem ja der Gaul durchgehen, wenn man sieht wie unser Land abgewirtschaftet ist/ wird.

Gruß
Ingo
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