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Replay Moderator

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 234
Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)
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Verfasst am: 11.11.2007, 17:20 Titel: |
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@ Buschmann
Wir wissen über Land und Leute, die Mentalität und die Politik recht gut bescheid. Mit der Sprache hapert es noch, mehr als für einfache Dinge reicht es nicht. Aber es sind noch 20 Jahre und etliche Reisen nach Norwegen Zeit. 100 % festgelegt haben wir und nicht, weil niemand weiß, was in 20 Jahren sein wird. Was aber sein wird, ist, daß die Sommerhitze wohl auch nach Norwegen kommt
@ mountain man
Finanziell haben wir kein Problem. Die Altersvorsorge ist in trockenen Tüchern, wir haben privat vorgesorgt. Da wären erst mal ordentliche Lebensversicherungen, welche nicht in Deutschland ansässig sind und dazu drei Immobilien. Zwei Wohnungen und ein Haus, die Wohnungen (beide gut vermietet) sind in München und die dortigen Preise sind recht hoch. Das Haus ist außerhalb, aber trotzdem werden da ziemliche Summen verlangt. Vor allem das Grundstück hat einen hohen Wert, da es an ein Naturschutzgebiet anschließt.
Da ich nicht sonderlich lange im Angestelltenverhältnis gearbeitet habe, bekäme ich derzeit etwa 75 Euro staatliche Rente
Die Folgeerkrankung von EBV (Epstein-Barr-Virus, auch unter Pfeiffersches Drüsenfieber (PDF) bekannt), mit der ich zu kämpfen habe, gibt es in Deutschland offiziell nicht. In anderen Ländern werden solche Patienten aus einen extra dafür eingerichteten Fond unterstützt. So etwa in England, den USA, Kanada oder Norwegen. Man betreibt im Ausland auch recht intensive Forschungen, weil bisher niemand genau weiß, was im Körper nach EBV abgeht. 98 % der erwachsenen Patienten, welche EBV durchgemacht haben, haben mit diesen Folgen zu kämpfen. Das Kuriosum dabei ist, daß das Robert-Koch-Institut sagt, wer an diesem postviralen Erschöpfungssyndrom leidet, soll kein Blut spenden. Ja, nee, is' klar - diese Krankheit gibt es ja offiziell nicht... Das ist so ein typisches Beispiel, daß wir zunehmend in einer Bananenrepublik leben.
Es ist an sich nicht schlimm, wenn man nicht der Beste ist. Aber dann soll man dazu stehen. Es wird immer so hingestellt, als sei Deutschland das Maß der Dinge und die anderen Nationen seien schlechter dran. Das sind glatte Lügen, die wohl vom eigenen politischen Versagen ablenken oder es verschleiern sollen. Ein Beispiel sind diverse Grenzwerte. Nehmen wir z. B. die Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Mobilfunk. Es gibt nicht wenig Länder, deren Grenzwerte 1.000.000 mal niedriger als hier sind. Ja, richtig gelesen - eine Million (!) mal niedriger. Hier ist eine Auflistung von Grenzwerten zu sehen. Wenn man da die deutschen Grenzwerte sieht, könnte einem die Sicherung rausfliegen
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht?
Zuletzt bearbeitet von Replay am 12.11.2007, 10:10, insgesamt einmal bearbeitet |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 398
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Verfasst am: 11.11.2007, 18:43 Titel: |
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Na, meine Rente wäre jetzt etwa 850€, noch etwas zu wenig, dazu darf man bei Erwerbsunfähigkeit noch etwa 350€ dazuverdienen und meine Frau trägt auch noch was dazu bei. Zum Aussteigen in D. wäre es genug, aber ich halte die Zeit noch nicht dafür reif. Ich fange mal an mit meiner 4- Tage Woche. So habe ich Freitag bis Sonntag frei.
Ich habe gerade einen Spaziergang zu dem Baumstück gemacht, das hoffentlich bald mir gehört (Pacht). Dort kann ich dann zelten und viele Survivalpraktiken ausprobieren, bauen usw. Der Bach hat gerade reichlich Wasser. Ich werde es mir in D. schön machen, obwohl auch ich mit dem System abgeschlossen habe. Aber mich darüber ärgern bringt mir nichts. Finanziell bin ich nicht gut abgesichert, aber das bereitet mir keine Sorgen. Ich gehe aber diese Sache nicht träumerisch an. Skandinavien wäre auch eine gute Option für mich. Aber ich will derzeit nicht die Kraft und Energie für einen Neuanfang im Ausland aufwenden, ich versuche hier "auszusteigen" mit weniger Aufwand. Außerdem habe ich eine russische Frau, die mir ständig erklärt, wie gut wir es in D. haben und überhaupt nicht bereit ist, dieses Land zu verlassen. Wir haben aber einen guten Einblick über Hartz4 usw. da meine Frau oft anderen hilft, die Formulare auszufüllen oder sogar dolmetscht bis zum Arbeitsgericht. Es passieren viele Schweinerein bei den Zeitfirmen usw. Ein gesellschaftlicher Abstieg in D ist sehr demütigend und wer da die Sprache nicht kann ist verloren.
Ja, es ist ärgerlich, daß D. im medizinischem Bereich oft hinterher ist. Mit den Parteien habe ich eh abgeschlossen, egal wie sie heißen. Letztlich sind sie nur Marionetten der Wirtschaft.
Gruß
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1000
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 13.11.2007, 16:04 Titel: |
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mmh, wundert mich, dass sich überhaupt keiner beschwert, war doch schon ziemlich harter Tobak dabei. Dachte, dass würde etwas mehr zur Diskussion anregen.
Schließlich ist ja nicht alles und jeder schlecht in unserem Lande.
Ich hab da mal recht viel zusammengeworfen – mit Absicht.
Wenn es irgendwo eine Mehrheit gibt, dann werden gern und schnell Pauschalurteile gefällt.
Unter denen, die hier in die Rundumschläge geraten sind, gibt es natürlich auch viele, die im System eine gute Arbeit leisten.
Bei den Beamten möchte ich hier mal die Polizei herausstellen.
Für die will ich hier mal eine Lanze brechen, weil mit den Leuten hab ich schon viele gute Erfahrungen gemacht.
Deswegen: Zu ganz großen Teilen großer Respekt!
Grüße
Buschmann |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 398
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Verfasst am: 13.11.2007, 19:09 Titel: |
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Hallo Buschmann,
was genau meinst Du mit noch nicht darüber beschwert? Über was? Hartz4, oder Umweltsstrahlen etc.? Wie kann man sich deiner Meinung nach darüber beschweren? Meiner Beobachtung nach sind wir von der Politik entmündigt und zählen höchstens noch als Wählerstimme. Es liegt am Einzelnen, wie er damit umgeht, wie er sich durch das Berufsleben etc. durchschlägt (kein Egoismus oder Ellenbogen) und welche Konsequenzen man für sich und seine Familie aus den derzeitigen Zuständen zieht. Besonders wichtig ist, sich nicht durch zuviel Negatives herrunter ziehen lassen. Es gibt auch viel Gutes bei uns im Lande.
Gruß
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1000
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Verfasst am: 13.11.2007, 19:25 Titel: |
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Hallo Ingo,
worüber sich noch keiner beschwert hat?
Über meine harsche Vorgehensweise, ich hab sie ja alle in einen Topf geworfen, korrupte Politiker und Manager und natürlich das gesamte Beamtentum.
Das dachte ich, sei etwas Zündstoff, weil man ja auch immer mal wieder auf positive „Exemplare“ stößt.
Hat sich aber keiner dran gerieben.
Grüße
Buschmann |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 398
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 13.11.2007, 20:08 Titel: |
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Vielleicht sind die meisten Leute schon so abgestumpft, daß sie sich nicht mehr über die vielen negativen Botschaften aufregen.
Ich rege mich auch nicht auf oder fast nicht, weil man so etwas schon fast erwartet. Natürlich gibt es überall auch possitive Exemplare. Aber wie meist, sie können das Negative Vorurteil? in der Bevölkerung nicht überdecken. Ich habe mit der Polizei und auch den Beamten noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil! Ich kenne aber die russische Bürokratie und die ist der Hauptgrund, warum meine Frau jetzt nach 13 Jahren doch die deutsche Staatsbürgerschaft annimmt
Sie ist schon ausgewandert, nach Deutschland. Mir fehlt so eine Erfahrung leider noch Soll ich es mir wünschen? Ich weiß es nicht.
Gruß
Ingo |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 296
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Verfasst am: 13.11.2007, 20:26 Titel: |
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Politiker sind ja meistens Juristen und Manager sind BWLer.
dazu folgendes:
Die Studie der Cornell University hatte die Bereitschaft von (amerikanischen) Studenten untersucht, öffentliche Gelder für private Zwecke zu entfremden oder Schwindel mit falschen Rechnungen zu betreiben. Die angehenden Betriebswirte schnitten bei dieser Untersuchung noch wesentlich schlechter ab als Juristen und Theologen, obwohl diese beiden Studiengänge seit Jahren die Kriminalstatistik für Diebstähle aus Universitätsbibliotheken und Seminaren anführen. Hervorstechendes Merkmal der Betriebswirte sei, so die Cornell-Studie weiter, „die Fähigkeit unbeirrbar an die eigenen Lügen zu glauben“. In der klinischen Psychiatrie umschreibt man diese geistige Fehlentwicklung mit dem Begriff „Pseudologia phantastia“. Offen blieb in der Studie, ob das Studium der Wirtschaftswissenschaften von vornherein nur von selbstsüchtigen und asozialen Psychopathen gewählt wird oder ob die angehenden Betriebswirte erst während ihrer Studienzeit (z. B. durch ihre Dozenten) entsprechend geprägt werden. Eigene Beobachtungen im Kollegenkreis und bei Studierenden stützen eher die letzte Hypothese.
http://mitarbeiter.fh-heilbronn.de/~loeffler/unterhaltung/index_unterhaltung.htm
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1000
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 14.11.2007, 14:45 Titel: |
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ja, Ingo, dass deine Frau mit der russischen Bürokratie noch schlechtere Erfahrungen gemacht hat als in Deutschland, ist schon klar.
Das "kleinere Übel" ist aber sicher nicht die Ideallösung.
Grüße
Buschmann |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 398
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Verfasst am: 14.11.2007, 15:32 Titel: |
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Ja, Buschmann, das mit dem kleinerem Übel ist mir schon klar, aber wo gibt es das nicht?
Gibt es ein perfektes Auswanderungsland, ohne kleine Übels?
Das würde mich zwar nicht abschrecken, trotzdem auszuwandern, aber die heile Welt zu erwarten wäre weltfremd. Ich kann auswandern um das Übel in Deutschland zu verlassen, aber es wird andere Übels geben. Wichtig ist, man stellt sich der Herrausforderung und meistert sie. Egal ob in Deutschland oder Ausland.
Gruß
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1000
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Verfasst am: 14.11.2007, 15:50 Titel: |
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das kann ich so nicht ganz stehen lassen....
Es gibt viele Länder, die wesentlich schlechtere Verhältnisse, sei's wirtschaftlich oder politisch, als Deutschland haben. Da wäre das Auswandern nicht unbedingt ratsam.
Gleichermaßen gibt's aber auch viele Länder, wo es in vielerlei Hinsicht bessere Verhältnisse gibt.
Übel ist nicht gleich Übel.
Grüße
Buschmann |
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