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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 391
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 21.08.2007, 17:48 Titel: Wetter und Wolken |
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Hallo Leute,
während meinen letzten Bergurlaub habe ich mich wieder intensiver mit den Wolken beschäftigt. Ich habe festgestellt, daß das Bergwetter noch am Besten an den Wolken zu erkennen ist. Im Flachland, wo ich wohne, habe ich das Gefühl, die Wolken machen was sie wollen und eine genaue Vorhersage ist nicht immer machbar. Oft scheint die Situation anhand der Wolken so eindeutig, aber dann kommt es meist ganz anderst. Geht es euch genau so
Die meisten Wetterbücher beschreiben meist das Bergwetter und bringen Beispiele von den Bergen, selten vom Flachland.
Nun bleibt mir nur das zuverlässlichste Mittel, die Wetterbeobachtung mit dem Barometer. Natürlich schaue ich mir auch die Wolken an und achte auf die Windrichtung, Kondensstreifen etc.
Wie handhabt ihr es mit der Wetterbeobachtung? Was sind eure Erfahrungen?
Grüße
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 944
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 22.08.2007, 10:59 Titel: |
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Hallo Ingo,
stimmt, es ist ein riesiger Unterschied, ob man das Wetter im Gebirge oder im Flachland lesen möchte.
Wichtigster Faktor für mich ist dabei der Luftdruck.
Veränderungen kann man mit dem Höhenmesser feststellen.
Sinkerder Luftdruck = Wetterverschlechterung.
Steigender Luftdruck = Besserung.
Wenn kein Höhenmesser oder Barometer vorhanden ist, kann man den Luftruck auch am aufsteigenden Rauch feststellen:
senkrecht nach oben = hoher Luftdruck.
Ansonsten gibt es noch eine ganze Reihe von Wetterzeichen - im Gebirge können sie lebensrettend sein.
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 228
Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)
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Verfasst am: 24.08.2007, 11:18 Titel: |
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Allerdings scheinen sich aufgrund der Klimaveränderung auch die Wetterzeichen zu verändern. So kann es sein, daß viele Tage die Kondensstreifen stehen bleiben, aber das Wetter sonnig bleibt.
Da ich am Alpenrand wohne, verwende ich auch die Bergkette als Wetterbericht. Erscheinen die Berge dunkel, ist mit Niederschlag zu rechnen. Erschienen die Berge hellblau, ist sonniges Wetter angesagt. Die Berge erschienen aber schon eine gute Woche im satten Dunkelblau, trotzdem gab es keinen Niederschlag und nicht mal richtige Bewölkung.
Nach unserer heurigen Ernte zu schließen (vor allem Apfel und Johannisbeeren hatten wir im Überfluß), müßte ein strenger Winter kommen. Einer üppige Beerenernte folgt im Regelfall ein harter Winter.
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht? |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 944
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 25.08.2007, 12:10 Titel: |
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| Replay hat Folgendes geschrieben: | | Allerdings scheinen sich aufgrund der Klimaveränderung auch die Wetterzeichen zu verändern. So kann es sein, daß viele Tage die Kondensstreifen stehen bleiben, aber das Wetter sonnig bleibt. |
Es gibt Wetterzeichen, die man auch zeitlich sehr genau deuten kann und andere, bei denen das nicht (oder nur schwierig) möglich ist. Kondensstreifen und die Sicht gehören dabei zu den Schwierigeren, unabhängig von den klimatischen Veränderungen.
Die sicheren Wetterzeichen lassen sich zunächst mal sehr schnell nachvollziehen.
Einige Beispiele:
Abendrot (so richtig postkartenmäßig) – der nächste Tag wird definitiv gutes Wetter bringen
Morgenrot – noch am gleichen Tag schlechtes Wetter, meist noch am Vormittag
Sich schnell auflösender (trockener) Frühnebel – das wird ein Spitzensommertag
Gewitter zwischen Mitternacht und Mittag – Schlechtwetterperiode, meist länger anhaltend
Zunehmender Wind am Abend – schlechtes Wetter im Anzug, meist noch in der gleichen Nacht
Starker Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht – definitiv schönes Wetter
Wenn wir dann noch die Möglichkeit haben, den Luftdruck zu messen, haben wir auch bei den schwierigen Zeichen gute Anhaltswerte. Wenn sich der Luftdruck langsam verändert, wird es etwas länger dauern, bis die Wetteränderung eintritt, die neue Wetterlage wird dann aber längeren Bestand haben. Wenn der Luftdruck sehr schnell fällt oder steigt, ist mit schneller Verschlechterung bzw. Verbesserung zu rechnen, die aber auch nur von kurzer Dauer sein werden.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 944
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 25.08.2007, 12:16 Titel: |
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| Replay hat Folgendes geschrieben: | | Nach unserer heurigen Ernte zu schließen (vor allem Apfel und Johannisbeeren hatten wir im Überfluß), müßte ein strenger Winter kommen. Einer üppige Beerenernte folgt im Regelfall ein harter Winter. |
das ist ein noch schwierigeres Thema, da mach ich in der Regel keine Aussagen....
Kurzfristige, lokale Wetterveränderungen vorherzusagen, ist noch relativ gut möglich, eine gesamte Jahreszeit ist dagegen in aller Regel Glücksache, ähnlich wie die Geschichte mit dem Siebenschläfertag.
Grüße
Buschmann |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 391
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 25.08.2007, 17:58 Titel: |
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In der Zeitung lese ich immer die Großwetterlage und verfolge die Vorhersagen mit den eigenen Wetterbeobachtungen. Die Großwetterlage ist schon wichtig zu wissen, kommt ein Hoch oder ein Tiefdruck Wetter oder die Windrichtung.
Da ich immer draussen arbeite, interessiert mich das Wetter schon.
Aber oft, ist z.B. Regen angesagt und die Wolken auch danach aussehen, kommt dann doch nichts
Aber nur der Barometer täuscht mich nicht. Ich schaue jeden Tag darauf und auch auf die Wolken. Ich versuche Zusammenhänge zu erkennen, aber das klappt nicht oft. Vielleicht werde ich eines Tages noch schlauer
Grüße
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 944
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 26.08.2007, 00:24 Titel: |
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| mountain man hat Folgendes geschrieben: | Ich versuche Zusammenhänge zu erkennen, aber das klappt nicht oft. Vielleicht werde ich eines Tages noch schlauer  |
das haben schon viele Generationen versucht und werden es auch weiterhin versuchen. "Das Wetter" ist eben nicht so einfach zu lesen.
Bauern wären eigentlich die Leute, die wissen müssten, was sich in den nächsten Tagen tut.
Ich kenne viele Bauern. Und sie hören alle Wetterberichte, von jedem Sender, der über Radio und Fernseher empfangen werden kann.
Es gibt ihn nicht, den weisen Mann, der zum Himmel schaut und weiß, wie der Hase läuft.
Ihr habt gute Ansätze genannt, achtet auf diese Zeichen und seid wachsam - ein Wetterumschwung kommt oftmals schneller, als man ihn brauchen kann.
Grüße
Buschmann |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 281
Wohnort: Hainburg
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Verfasst am: 06.10.2007, 21:16 Titel: |
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| Zitat: | Nach unserer heurigen Ernte zu schließen (vor allem Apfel und Johannisbeeren hatten wir im Überfluß), müßte ein strenger Winter kommen. Einer üppige Beerenernte folgt im Regelfall ein harter Winter.
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Ich komme gerade aus dem Sauerland. Die Eichhörnchen sind ausergewöhnlich emsig und selbst die Eichelhäher verstecken Eicheln direkt in Menschennähe. Das müsste auch für einen strengen Winter sprechen.
Von Äpfel kann man hier am Main eigentlich nicht auf den kommenden Winter schließen. Aber die haben es vielleicht hier auch nicht nötig. In Alpennähe sind die Winter sicher Bestandsbedrohender als hier.
Ich habe mehrere Boots- und Segelscheine gemacht, bei denen man auch verschiedenes über das Wetter lernt. Aber obwohl es hier recht flach ist, ist weder Berg- noch Seewetter hier anwendbar.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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PATHFINDER Wanderer

Anmeldedatum: 30.09.2007 Beiträge: 78
Wohnort: München
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Verfasst am: 06.10.2007, 22:53 Titel: |
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dazu sind regionale wetterueichen doch auch zu unterschiedlich. das einzige, das eigentlich im voralpenraum immer gut funktioniert, sind die amboss-wolken. türmen sich die grossen weissen reisen wolken am horizont, kann man zu 90 % in eineigen stunden mit gewittern rechnen.
fön merke ich an kribbelnden beinen und kopfschmerzen = schönes warmes wetter
überall gilt: fächern die kondensstreifen der flugzeuge rasch breit auf, herrscht starker wind in grosser höhe, was meist eine baldige wetteränderung bringt.
neulich war ich 300 km nördlich von münchen, wollte eine radtour machen. es war bewölkt, trüb, eigentlich zu schlecht,um los zu fahren. in münchen wäre ich zuhause geblieben, denn da hätte es garantiert bald geschüttet. dort sagten mir die leute, nö, da kommt nix runter, wenn es so aussieht, kannst du fahren. |
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