Mobbing
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Strategien? Die entwickeln wir gemeinsam – auf der Basis „Rechte und Pflichten“ – gute Arbeit, gutes Geld, so ist’s korrekt für beide Seiten.

Grundsätzlich rate ich zunächst mal davon ab, sein „Recht“ in Anspruch zu nehmen. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung lässt man (fast) immer Federn!
Sollte ein Streit nicht zwischenmenschlich geregelt werden können, ist es natürlich vorteilhaft, seine Rechte zu kennen.
Das beginnt damit, in welcher Art und Weise der Arbeitnehmer seine ihm laut Arbeitsvertrag zu erbringende Leistung zu erfüllen hat und endet mit dem Arbeitszeugnis, das schlechtestenfalls eine (Schulnote) „3“ haben darf (eine schlechtere Note müsste begründet werden).

Gerade heute, wo viele Menschen schon froh sind, überhaupt eine Job zu haben, ist es wichtig, dass die Grenzen sauber abgesteckt sind.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Was tun, wenn der Arbeiter loyal zur Arbeit sein will und ist, aber der Arbeitgeber die Loyalität nicht erwidert?
Es ist wichtig, seine Rechte zu kennen, aber es nicht unbedingt bis zum Gericht durchboxen. Kommt es vors Gericht, geht es meist nur um Schmerzengeld oder die Höhe der Abfindung.
Das Arbeitszeugnis ist ein großes Problem. Ich kenne jemanden, der hatte ein sehr schlechtes Zeugnis, Schickane der Zeitfirma. Meine Frau ging mit ihm zum Personalbüro bis hin zum Gericht, zum übersetzen. Kurz vor dem Gerichtstermim hat die Firma eingelenkt. Aber er hat lange Zeit bei keiner Firma mehr etwas bekommen.
Zeugnis ist relativ, die Anrufe der Personalbüros untereinander ist das Problem.
Bei einer Mobbingsituation ist es auch ein Unterschied, ob man Facharbeiter ist oder Hilfsarbeiter. Die Alternativen und Hilfsmöglichkeiten für einen Facharbeiter sehe ich als besser an. Aber ich lasse mich da gerne korrigieren.

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ne, das Arbeitszeugnis ist eigentlich gar kein Problem.

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, seine Arbeit nach mittlerer Art und Güte zu leisten. Wenn er das tut, kann er dafür kein „schlechtes“ Zeugnis bekommen.
Wenn ein mangelhaftes Verhalten über die die gesamte Arbeitszeit charakteristisch gewesen ist, wäre eine schlechtere Benotung als 3 möglich. Dazu müsste man aber schon permanent und vorsätzlich Bockmist gebaut haben.
Mit einem solchen Zeugnis geht man nicht gleich zum Gericht, erst mal mit dem Zeugnisaussteller reden, vielleicht war’s ja ein Versehen oder, was auch nicht selten vorkommt, der Zeugnisschreiber kennt sich in der Zeugnissprache selbst nicht aus.

Ich glaube, Mobbing macht kaum einen Unterschied zwischen Facharbeiter und Hilfsarbeiter.
Wenn der Arbeitgeber selbst die Situation anheizt, krall ihn dir und rede Tacheles, unter 4 Augen. Bring Fakten auf den Tisch und frag ganz offen, was das Ziel dieser „Maßnahme“ sein soll (also des Mobbings).
Die Karre ist schon im Dreck, durch Aussitzen kommt sie da definitiv nicht raus – also hoch das Visier.

Grüße
Buschmann
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Replay
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist genau die Krux an Arbeitszeugnissen. Papier ist geduldig, darum rufen sich die Personalbüros zusammen. Was da gesprochen wird, hört niemand anderes, vom BND mal abgesehen...Cool Winken Dann wird natürlich im Falle eines Mobbingopfers viel Bockmist verzapft.

Gegen solches Gebaren ist man als Mobbingopfer absolut wehrlos. Und der Staat reagiert ob dessen Industriehörigkeit mit Ohnmacht.

Ansonsten bleibt bloß, die Anstifter des Mobbings geradeaus zu fragen, was der Grund hinter diesen Aktionen sein soll und ob man ein Problem nicht anders aus der Welt schaffen könne.

Wenn es darum geht, einen Mitarbeiter loszuwerden, wäre es vielleicht eine Lösung, daß gemeinsam eine neue Stelle gesucht wird. Der Arbeitgeber kennt sich in der Branche aus. Oder er sollte das zumindest, manchmal hege ich da gewisse Zweifel... Frage

Grüße

Replay

Edith meint: Buschmann war schneller, der Replay braucht eine bessere Gehhilfe Winken
_________________
Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht?


Zuletzt bearbeitet von Replay am 19.12.2007, 21:24, insgesamt einmal bearbeitet
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Mobbing kann den Facharbeiter genauso treffen, wie einen Hilfsarbeiter, daß ist unbestritten. Aber der Facharbeiter hat mehr Chancen auf eine neue Arbeit oder kann sich evtl, besser durchzusetzen.
Wie kann man den Karren aus dem Dreck ziehen? Auch auf meine Situation bezogen?

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

nun, wie gesagt, mit dem Rücken an der Wand hat man nicht viele Alternativen.
Da steht die Frage: "Was soll das?" gepaart mit deinen gesammelten Argumenten, die hinterlistiges Vorgehen dokumentieren, und dem gegenüber steht der gemeinsam eingegangene (Arbeits-) Vertrag mit ganz klar definierten Rechten für beide Seiten und Pflichten für beide Seiten.
Ausflüchte von der Mobbing-Seite werden mit Fakten gekontert.
Eingeständnisse nach dem Motto: "Irgendwie muss ich dich ja raus kriegen." laufen hart auf Grund - da gibt es ja unseren gemeinsamen Vertrag.
Lass dich nicht auf Provokationen ein, lass die Faust in der Tasche!

Grüße
Buschmann
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Tourix
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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Habe heute eine Sache gehört, die vermutlich ebenfalls Mobbing war.
In der Apotheke war neben dem Betreiberehepaar noch ein etwa 50 jähriger Apotheker angestellt. Dieser wurde aus unerfindlichen Gründen schon mal im Verkaufsraum vor Kunden zusammengeschissen. Jetzt ist er weg, offenbar entlassen oder selbst gekündigt. Auf die Frage, wo er denn geblieben sei, meinte die Chefin (keine Apothekerin) sie (die Kunden) hätten ja jetzt sie.
Die Chefin ist bekannt dafür ein "Aas" zu sein.
VG
Achim
_________________
Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig
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mountain man
Moderator


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BeitragVerfasst am: 19.12.2007, 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Arbeitgeber hat in meinem Beisein dem Integrationsamt gesagt, er will mich nicht beschäftigen, ist aber an den Vertrag gebunden mich übernehmen zu müssen. So stehe ich natürlich mit dem Rücken zur Wand.

Ich würde so einer Apothekenchefin deutlich machen, ich kaufe nur noch bei der Konkurrenz.

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 20.12.2007, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

mountain man hat Folgendes geschrieben:
Mein Arbeitgeber hat in meinem Beisein dem Integrationsamt gesagt....


erst mal zum besseren Verständnis: In welchem Zusammenhang steht hier das Integrationsamt? Aber vor allem: mit einem Amt kann man nicht reden. Da müssen Menschen dahinter gestanden haben.
Kannst du noch ein wenig mehr Details benennen?

Grüße
Buschmann
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