Mobbing
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 23:18    Titel: Mobbing Antworten mit Zitat

Mobbing ist eine akute Alltagsgefahr, die jeden Arbeitnehmer treffen kann. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Possition in der Arbeitswelt man sitzt. Der Arbeiter bis zum Vorgesetzten kann zum Mobbingopfer werden.
Die Gründe dafür sind vielseitig. Sei es Neid oder Konkurrenzdenken eines oder mehrerer Mitarbeiter, Streit um Possitionen, oder will man kostengünstig Arbeiter rausekeln und durch billigere Arbeitskräfte ersetzen usw.
Mobbing ist ein Angriff auf die Psyche, Gesundheit, Ansehen und Persönlichkeit des Betroffenen.
Das Opfer wird psychisch und physisch zerbrochen, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit und hat auch alle Symptome des Burn out.
Die Mobbingmethoden sind oft kriminell und doch sehr schwer nachzuweisen.
Meist wird der Fall auch durch den Arbeitgeber an anderen Personalbüros bekanntgemacht.
Dadurch ist es für den Betroffenen sehr schwer, eine neue Arbeit zu finden, auch weil das Nervenkostüm und die Gesundheit so angegriffen sind, daß ein 100%iges Arbeiten nicht mehr möglich ist.

Der Gemobbte kann in der Regel nicht mehr alleine aus diesem Teufelskreis herraus kommen.
Die Verzweiflung geht auch an die Angehörigen über, welche die Launen und aphatische/ depressive Phasen des Betroffenen miterleben müssen.
Es ist wichtig, daß der Betroffene Zuhause ein gutes und helfendes Umfeld hat, was nicht immer der Fall ist.
Der Betroffene ist für die Angehörigen auf einmal nicht wiederzuerkennen. Die Freude am Leben ist verschwunden, das Lächeln nur aufgesetzt, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, selbst die Hobbies und Interessen machen keine Freude mehr, man zieht sich von Freunden und Verpflichtungen zurück uvm.
Für die Angehörigen ist es sehr schwer, damit umzugehen. Oft kommt es zu Ehekrach und Scheidungen.

Wer die Medien beobachtet, sieht daß die Probleme in der Arbeitswelt noch stark zunehmen werden.
Entlassungen, Lohndumping, Zeitarbeit, Mindestlohndebatte usw. Führen nicht dazu, daß die Lage sich entspannen wird.

Es ist mir schon lange ein Anliegen, betroffene Leute und Angehörigen mentale und praktische Hilfe zu geben. Aber auch für Leute, welche nicht direkt betroffen sind, diese Bedrohung aber fürchten oder in einer unsicheren Arbeitslage sind.
Ich habe darüber schon einiges zu Papier gebracht, was aber noch kongretisiert werden muß. Nur wie ich es umsetzen kann, weiß ich noch nicht genau. Da kam mir der Anruf von Buschmann natürlich gerade recht.

Es gilt Strategien zu entwickeln, die Denk- und Handlungsweisen der Betroffenen zu stärken, das Selbstwertgefühl zu stärken und zu stabilisieren, und Alternativen aufzeigen.

Ein spezielles Survivalprogramm für Betroffene und evtl. Angehörige wäre von Vorteil.

Was meint ihr dazu, wie könnte man den Betroffenen Helfen oder was könnte man tun.

Gruß
Ingo
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PATHFINDER
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BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin leider wenig in der Lage, Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie mit ihrer Situation umgehen sollen. Aber ein kleiner Ansatz, in eine vielleicht etwas andere Richtung. Ich reagiere bei "Bedrohungen" egal welcher Art immer schon sofort sehr Offensiv. Damit meine ich nicht, dass ich sofort anfange loszuschlagen, das nicht. Ich meine damit, dass ich in einer Situation, in der ich beginne mich unwohl zu fühlen, versuche, Abstand zu schaffen. Geht das nicht, gehe ich direkt auf die "Bedrohung" zu. Ich spreche sie an. Meine Erfahrung hat gezeigt, das "Aggressoren" jeder Art meist genau damit nicht rechnen. Viele Situationen lassen sich dadurch oft schnell entschärfen.

Ich habe mal gelesen, wie man sich in Geiselhaft verhalten soll. Das meiste habe ich vergessen, aber eines blieb mir haften: eine Gruppe Leute war von Arabern gefangen worden. Die Geiselnehmer sprachen kein Wort mit Ihren Gefangenen, waren absolut unannahbar. Eine der Geiseln grüsste nun jeden Tag die Entführer mit (keine Ahnung wie man das schreibt) In Shalah. Ein Moslem MUSS darauf antworten, ob er will oder nicht. Ein Weg zur Kommunikation war gefunden.

Noch deutlicher beschreibt es das Buch Sun Tsu - Die Kunst des Krieges. Du kannst kämpfen, wenn Du überlegen bist, bist Du es nicht, verbünde Dich.

Alles etwas schwer auf die schnelle zu beschreiben, auch schwer, hier in Kürze auszudrücken, was ich genau meine. Aber für mich liegt der Schlüssel darin, einen Weg der Kommunikation zu finden - auf welche Art auch immer.

Als ich klein war, gab es in meinem Viertel eine Schlägertruppe. Sie verprügelten, quälten und verhöhnten abwechselnd jeden der kleiner, schwächer oder allein war. Einmal hetzten sie mich 2 Stunden durch die ganze Gegend, ich brauchte ewig, um auf Schleichwegen nach Hause zu kommen. Eines Tages dann sah ich Ihren "Anführer" alleine nach Hause gehen. Ich bin ihm nach, hab ihn eingeholt - und hab ihn direkt und auf den Kopf zu gefragt, warum er das macht. Wir redeten ne ganze Weile, seine Aggression brach irgend wann zusammen, den letztlich war er ja auch nur ein Junge aus dem Viertel. Ich hatte danach nie wieder Ärger mit der Bande. Das meinte ich mit Offensiv. Und das meine ich mit einen Weg zur Kommunikation. Und um die "Aggressoren" aufzuknacken sind durchaus die einen oder anderen Tricks erlaubt. Dient ja ner guten Sache.

Grüße Euch

Hubert
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pathfinder,
danke für deine schnelle Antwort. Ja, die Entschärfung und das direkte Ansprechen ist ein erster wichtiger Schritt und in jeder Lage trotzdem freundlich sein. Wie die eine Geisel.
In meinem Fall wurde mir dies aber als Einnicken gewertet und als Duckmäusern. Aber bei mir wollte man auch gar nicht einsichtig sein.
Bei direkter Ansprache wird alles abgeleugnet.
Aber ich werde trotzdem immer freundlich und hilfsbereit sein, auch wenn es mir als Schwäche ausgelegt wird. Auf Dauer wird diese vermeindliche Schwäche aber zum Sieg.
Wie Beim Kampfsport, die Härte durch Nachgeben besiegen.

Gruß
Ingo
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PATHFINDER
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst den richtigen Dreh finden. Die Schwäche der Anderen.

Kommunizieren ohne als Schwach zu gelten. Den Schlüssel sozusagen, richtig ansetzen. Ein Thema finden, den Moment abpassen, der den anderen im wahrsten Sinne des Wortes so entwaffnet, dass er selbst "einknickt". Aber so, dass er sich nicht als Unterlegen oder Versager fühlt, denn das baut nur neue Agression auf. Hast Du das Buch mal gelesen? Die Kunst des Krieges.
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 00:20    Titel: Antworten mit Zitat

Mobbing, absolut ein Thema, das unter dem Begriff Survival anzusiedeln ist – ich denke, heute mehr als jemals zuvor.
Warum trifft uns dieses Damoklesschwert ausgerechnet jetzt?
Meine These war immer: „Die Menschen wachsen dann zusammen, wenn es ihnen dreckig geht.“ Offenbar geht’s uns noch nicht dreckig genug. Wie könnten wir uns sonst herablassen, Menschen zu demütigen, zu quälen und zu töten?
Vergewaltigung, Kindsmussbrauch, Vernachlässigung bis hin zur Tötung gehören mittlerweile zur „Normalität“, wenn wir die Tageszeitung aufschlagen, Mobbing ist da überhaupt nicht mehr erwähnenswert.
Menschen, die mobben, sind die eigentlich schwachen – aber das hilft den gemobbten jetzt nicht richtig weiter.
Wir stehen nicht mehr in der Verantwortung für unser Tun. Der Gesetzestext hat den normalen Menschenverstand abgelöst. Das erschwert unser Vorhaben.

Nun stehen wir vor der Frage: Wie kriegen wir das wieder gebacken?

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Mobbing ist nicht nur ein verbales Problem. Man kann auch ungenaue Anweisungen bekommen, die man garantiert später so drehen kann, wie man will. Schriftliche, genauere Anweisungen bekommt man nicht, da dies ja ein Beweisstück wäre. Oder man bekommt Aufgaben zugewiesen, aber nichts weiteres dazu erklärt und/ oder dazu benötigte Materialien oder Werkzeuge werden vorenthalten. Das heißt, man muß sich bei Kollegen, soweit sie behilflich sind durchfragen oder irgendwie improvisieren. Fragen bedeutet, man ist unfähig und der Aufgabe nicht gewachsen. Es gibt so viele Gemeinheiten, die es da gibt. Übrigens, ich habe dies alles durchgemacht und das allermeiste was ich bisher geschrieben habe, ist meine eigene Erfahrung. Ich schreibe hier keine Theorien. Zur Zeit habe ich etwas Ruhe und bin in einer guten Ausgangspossition. Aber was der Geschäftsführer weiterhin plant, kann ich nicht wissen. Heute habe ich erfahren, daß die Grünanlagenpflege, die ich ja mache, evtl. vergeben wird. Was dann mit mir wird, weiß ich noch nicht. Habe ich Glück, kann ich alle Grünanlagen alleine pflegen. Ich weiß nur, der andere Kollege, der auch etwas an den Anlagen nebenher gearbeitet hat, mußte diese Aufgabe jedenfalls abgeben. Ab Januar beginnt durch mündliche Zusage meine 4- Tage Woche. Mündlich gilt nix, ich weiß, aber der Geschäftsführer ist sehr krank und kann deshalb den Vertrag noch nicht unterschreiben.

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Sache schon fortgeschritten ist und Mobbing von beiden Seiten als solches wahrgenommen wird, die Mobbingseite das allerdings (logisch) leugnet, sollte man klar mit harten Fakten arbeiten.
Das beginnt zunächst mal mit dem Arbeitsvertrag, darin sollte die Tätigkeit mit genauem Umfang beschrieben sein. Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist der nächste Punkt. Da brauchen wir uns heute überhaupt kein Bein mehr ausreißen, das Internet steht voll davon.
Geh mit klarem Verstand an die Dinge ran. Wenn dir im ersten Moment die Argument fehlen, mach dir am Abend darüber Gedanken, tausch dich mit Freunden aus und geh am nächsten Tag mit klaren Vorstellungen über das was zu ändern ist, in deinen Job.
Sprich offen mit den betroffenen Personen.

Detaillierte Situationen können wir hier gerne im Detail behandeln (wenn das offen möglich ist). Ich denke, hier gibt es eine Reihe Leute, die was dazu zu sagen haben.
Ich für meinen Teil arbeite momentan sehr intensiv mit Leuten, die wieder arbeiten wollen, vielen von denen ist Mobbing ein Begriff.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Arbeitsvertrag ist da nicht sehr auskunftgebend über meine Tätigkeit. Ich habe meine Situation mit einem Anwalt und meiner Fachberaterin vom Integrationsamt, die ja bei mir im Betrieb war, durchgesprochen. Fakt ist, auf Grund meines Kündigungsschutzes und wegen dem Vertrag, wo sie mich übernommen haben, können sie mir nicht kündigen. Ich muß die Situation Aussitzen, evtl. es sogar auf Abmahnungen ankommen lassen. Denn dadurch habe ich ein schriftliches Beweisstück. Der Arbeitgeber muß beweisen, daß ich im Unrecht bin! Egal was ich mache, ich mache es nie richtig, laut meinem Meister und Geschäftsführer. Da muß ich einfach darüber weg sehen. Der Beweis, daß es falsch oder richtig ist, muß ich nicht erbringen. Ist natürlich nervenaufreibend.
Ich fühle mich derzeit schon in einer Verfassung, daß ich woanderst arbeiten könnte. Will es aber nicht. Die Vorteile, die ich hier habe möchte ich nicht aufgeben, Arbeitszeiten usw. Außerdem möchte ich dieser Ungerechtigkeit nicht klein bei geben und werde kämpfen, sehe es als Spiel und eine Lebenserfahrung für mich. Ich weiß, ich kann diesen Betrieb verlassen, wenn ich es will. Wie ich schon geschrieben habe, hat man Alternativen, kann es sich lohnen, Mobbing auszusitzen. Allerdings, habe ich mich schon oft genug arbeitslos gesehen und auch das ist keine schöne Perspektive. Wäre es so, würde ich mich vielleicht grämen, aufgegeben zu haben und mir Vorwürfe machen, nicht alles verucht zu haben oder schwach zu sein, versagt zu haben. Das Blatt kann sich tatsächlich zum Guten wenden. Mobbing ist nicht immer hoffnungslos. Es ist wie ein Berg, den man besteigt. Viele Geröllfelder trifft man an, es sind die Probleme, die auftreten, aber es geht auch mal wieder kurz vorwärts, bis zum nächten Geröllfeld usw. Diesen Berg zu besteigen, kann der schönste Berg des Lebens sein.
Einige Kollegen, die auch sehr gegen mich waren, sind plötzlich sehr freundlich zu mir und wir verstehen uns gut. Sie sehen auch die Ungerechtigkeit, die gegen mich abläuft und finden es nicht richtig. Aber, wenn es hart auf hart kommt, werde ich mich nicht auf ihre Hilfe verlassen können. Zumindest muß ich davon ausgehen. Sie haben auch Angst, sie könnten der nächste sein.
Erst heute sagte mir ein Kollege, der auch sehr gegen mich war, Ingo, ich würde das nicht durchhalten, was die mit dir machen.

Gruß
Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, also lass uns mal beim „Arbeitsrecht“ beginnen.
Du hast schon erkannt, dass, will man dir ans Bein pinkeln (tschuldigung), man dir etwas nachweisen muss. Das ist gut aus deiner Sicht und schwierig für die Gegenseite. Und das weiß sie auch.

„Aussitzen“ ist für mich zu wenig. Konfrontiere die Leute mit klarem Menschenverstand!
Ich hab fast den Eindruck, dass wir an der Stelle zunächst mal Rechte und Pflichten und was erlaubt und was nicht erlaubt ist, behandeln sollten.
Wir bewegen uns in einem liberalen System (oder sollten uns dort bewegen) und so müssen wir uns auch verhalten.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das Arbeitsrecht ist schwammig, muß mich aber noch mehr damit befassen. Da hat mir sogar der Anwalt und das Integrationsamt unterschiedliche Dinge zur gleichen Sache gesagt. Das zeigt, wie kompliziert die Sache ist. Das Problem ist, Recht haben und Recht bekommen!
Die Gegenseite weiß, daß es mit mir schwierig ist. Mir wurde sogar der Generalschlüssel genommen, mit der Begründung vor dem Integrationsamt, ich sei psychisch krank, mir kann man den Schlüssel nicht anvertrauen. Es werden wirklich alle primitivsten Mitteln versucht. Die Gegenseite ärgert sich, daß ich mich da nicht oder wenig davon beeindrucken lasse.
Aussitzen ist nicht nur passiv. Aber auch bewußte Lügen, Anschuldigungen und demütigungen über sich, sichtlich gelassen, ergehen lassen, ist schon mit einiger inneren Aktivität verbunden. Ich bin nicht aus Stein. Jede Erwiderung oder zurecht stellen wollen wäre in so einer Situation unangebracht und reizt die Gegenseite noch mehr weiter zu machen. Sie hätten ihr Ziel erreicht. Das wird nämlich als Schwäche ausgelegt und die Gegenseite wird den Finger darauf legen.
Rechte und Pflichten sind ebenso schwammig. Selbst das Fürsorgerecht des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter, kann man nicht so einfach vorraussetzen oder verlangen. Da wären wir wieder bei der Beweislage.
Kanst du mehr über die Leute und deren Lage sagen, mit denen du arbeiteset? Was sehen sie für Strategien für die Zukunft?

Gruß
Ingo
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