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hiker Spaziergänger
Anmeldedatum: 27.12.2007 Beiträge: 2
Wohnort: Kaiserslautern
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Verfasst am: 27.12.2007, 16:51 Titel: HRP/Pyrenäen |
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hallo,
bin in der Vorplanung zu einer Trekkingtour durch die Pyrenäen.
Ausgangsort soll Hendaye am Atlantik, Zielort Banyuls am Mittelmeer sein.
Beginn: Anfang bis Mitte Juni 2008. Projektiert sind ca. 35 Tage (mit viel Optimismus).
Ideal wären 1-2 Mitwanderer, deren Komfortansprüche niedrig sind.
Bin 53 und verheiratet. |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 27.12.2007, 17:19 Titel: |
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Hallo Hiker,
das hört sich gut an.
Mit welcher Kilometerleistung ist dabei zu rechnen?
Grüße
Buschmann |
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hiker Spaziergänger
Anmeldedatum: 27.12.2007 Beiträge: 2
Wohnort: Kaiserslautern
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Verfasst am: 27.12.2007, 20:23 Titel: HRP/Pyrenäen |
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hallo, buschmann,
bei meinen bisherigen Recherchen planen die meisten 42 Tagesetappen mit ca. 20km pro Tag.
Ich weiss, das ist im Gebirge ne Menge Holz.
Bin in diesem Jahr den Gr 20 von Calenzana nach Conca in 12 Tagen gegangen und hätte es auch in zehnTagen gut schaffen können.
Wie ich mich bei einer so langen Strecke bewähre, kann ich im Augenblick beim besten Willen nicht einschätzen.
Auf jeden Fall gehe ich mit großem Respekt an die Sache heran.
Grüße
hiker[/quote] |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 02.01.2008, 17:32 Titel: Re: HRP/Pyrenäen |
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| hiker hat Folgendes geschrieben: | .... ca. 20km pro Tag.
Ich weiss, das ist im Gebirge ne Menge Holz. |
Das isses...
Klingt auf alle Fälle sehr reizvoll. Schade, dass mein Terminkalender so voll ist.
Aber vielleicht können wir hier den einen oder die andere etwas anheizen.
Grüße
Buschmann |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 269
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Verfasst am: 02.01.2008, 21:31 Titel: |
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Hallo,
ich nehme an, du willst auf der spanischen Seite gehen.
Im Sommer, Herbst ist es dort ziemlich Wasserarm. Also wenn du keine Abstecher über die Pyrenäen zum Wasser holen machen willst, brauchst du einen großen Wasservorrat, oder du richtst dich nach den Wasserstellen.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 02.01.2008, 21:36 Titel: |
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Hallo Achim,
warst du schon in der Gegend?
Ist das Vorhaben aus deiner Sicht realistisch?
Wie viel Wasser müsste man wohl mitnehmen?
Grüße
Buschmann |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 269
Wohnort: Hainburg
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Verfasst am: 02.01.2008, 21:48 Titel: |
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Hallo Buschmann,
ich bin die Gegend schon mal abgefahren und im Bereich Breche de Roland / Nationalpark Odessa mal eine einwöchige Tour gemacht. Dazu natürlich jede Menge Kurzwanderungen.
Die Hauptkämme liegen genau an der Grenzlinie. Wenn man sich an den Seiten hält, eigentlich kein Problem. Drüberweg entspricht schon mal einer Wettersteinquerung (maximal), was aber einen trainierten Schweizer nicht auffallen dürfte.
Das größte Problem dürfte der Wassermangel sein. Die Flüsse versiegen teilweise kurz hinter den Quellen. Die Bachbetten sind trockene Rinnen.
Im Norden dürfte das aber kein Problem sein. Dort regnet es häufig. Im Mittelteil muss man schon aufpassen.
Im Süden wird es richtig trocken.
Im Mittelteil würde ich die touren so planen, dass man abends immer an einer Wasserstelle ist. Also 3 Liter Wasservorrat + weitere 3 Liter, falls die geplante Wasserstelle versiegt ist. Im Süden ist man auf Hilfe angewiesen. Dort muss man Wasser von Tankstellen oder Campingplätzen holen.
Sprache: Spanisch (Madrid) Katalanisch und holprig Französisch.
Kann man nichts, Fingersprache. Das geht auch.
Im Süden findet man auch vermehrt Spanier die Deutsch können. Viele arbeiten dort in der Tourismusbranche und lernen deswegen deutsch.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 03.01.2008, 10:43 Titel: |
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Hallo Achim,
danke für deine Tipps!
Für Wasservorräte hatten wir ja schon an andere Stelle ganz gute Alternativen.
Ist aber, da hast du Recht, ein ganz wichtiger Faktor.
Grüße
Buschmann |
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Daniel Spaziergänger
Anmeldedatum: 04.02.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 04.02.2008, 17:08 Titel: |
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Hallo zusammen,
ich bin gerade über Eure Diskussion gestolptert und kann ein bischen weiterhelfen. Der HRP ist ein wunderbarer alpiner Höhenwanderweg, den ich seit 2004 regelmäßig gegangen bin. 2006 von Hendaye nach Banyuls und 2007 in umgekehrter Richtung und auf anderen Etappen.
Beide Traversen habe ich alleine gemacht in jeweils ca 42 Tagen. Effektive Lauftage 37.
Wer den ganzen Weg zum ersten Mal gehen möchte, sollte vom Atlantik zum Mittelmeer gehen und 6 bis 7 Wochen Zeit mitnehmen. Unter Zeitdruck macht es keinen Spaß, ist gefährlich (weil man u.U. gegen Wetter und eigene Verfassung handelt) und man kann die Natur nicht genießen.
Alle existierenden Führer (in englisch und französisch) beschreiben die Richtung Atlantik - Mittelmeer, was dazu führt, daß man auf diese Weise auch als Alleinstarter immer wieder super nette Leute trifft (und wiedertrifft) mit denen man Etappen zusammenläuft.
Ich will jetzt hier nicht ellenlange Romane schreiben und steh für Rückfragen oder auch mal ein Telefonat gern zur Verfügung, vielleicht nur soviel:
- Der Weg ist das Ziel und jede Etappe ist eine eigene Herausforderung. Die Zeit der Traverse und die Anzahl der gelaufenen Etappen ist nebensache - vergesst das nicht.
- Wasser ist m.E. nur in den Randzonen (Baskenland und die letzten 2-3 Tage zum Mittelmeer) eine Schwierigkeit. Ich hatte nie mehr als 1 Liter während des Laufens dabei und habe regelmäßig an Quellen, fließenden Bächen aufgefüllt. An allen Hütten kann Wasser aufgenommen werden. Entsprechende Reinigungspräparate oder eine Filterpumpe (luxus) reichen.
- Essenstechnische Verpflegung ist eine viel größere Herausforderung, will man sich komplett selbst versorgen. Wer zu zweit geht, kann viel Fixgewicht (Zelt, Kocher, Gas, Benzin) teilen und mehr Essen mitnehmen. Hier ist eine gute Planung notwendig, um häufige lange Ab- und Aufstiege zu vermeiden. Karten konsultieren und die Guides ist hier enorm wichtig und auch Erfahrungssache. es lohnt die Hüttenwirte zu fragen.
Ich bin ohne Steigeisen, Seil etc. unterwegs. Gute Bergschuhe (B/C) und Wanderstöcke reichen für alle Passagen, auch die schwierigen - in einer Sommertraverse zwischen Juni und September.
Der Rucksack sollte max. ein viertel Eures eigenen GEwichts haben. ich empfehle 65+10 Rucksachvolumen, das verleitet nicht so sehr zum Überpacken. Zum Packen könnte ich jetzt einen eigenen Beitrag verfassen
Meine Erfahrung ist, daß ich für mehr als 6 Tage alleine nicht ausreichend Essen sinnvoll tragen kann und dann durch Hüttenverpflegung den Aufenthalt auf dem HRP auf bis zu 10-12 Tage verlängert habe, was genial ist. Ab und zu mal Fleisch ist schon wichtig und du lernst in der Regel nette Leute auf den Hütten kennen.
Essen und Kochen erfordert Planung und Überlegung. Wie koche ich, was benötige ich als Tagesration, denn: Ihr werdet abnehmen und zwar nicht zu knapp. Ich habe jeweils 9 - 12 kg verloren
- sehr guter Guide auf frz.: HRP von George Veron im original. aktuelle Auflage (13.) zusammen mit jerome bonneaux. Veron ist DER Pyrenäenkenner schlecht hin und hat das Konzept des HRP entworfen. Der Weg und die Wegempfehlung hat sich in den vergangen 30 Jahren immer wieder verändert und vereinfacht (daher Konzept). Verlag Rando editions. meines Wissens existiert keine anderssprachige Übersetzung - Franzosen eben . Ich sende meinen aktuellen HRP gerne zum Kopieren bzw. kann das sicher auch irgendwo in eine pdf-Datei kopieren und per mail schicken
- es gibt noch einen englischen führer, der von Ton Joosten.
mehr details unter
http://www.hrp-essential.com/links.htm
aber: der joosten ist aus dem holländischen ins englische (schlecht) übersetzt, letztlich vom Veron abgeschrieben und mit vielen Fehler versehen (extrem viel mehr als im Veron)
wer französisch spricht sollte sich den veron besorgen, man bekommt ihn in banyuls und hendaye für ca. 23 Euro vor Ort oder bei amazon:
http://www.amazon.fr/Haute-Randonnée-Pyrénéenne-Georges-Véron/dp/2841823156
, die englische version würde ich vorher in deutschland kaufen oder bestellen. Ein Führer hilft enorm bei der Planung
- Es gibt fast durchgehend in Tagesetappen und teilweise auch kürzer oft wunderschöne, urige Berghütten (vom frz. Alpenverein und anderen Vereinen), die Schokolade verkaufen und auch Frühstück, mittag und abendessen bieten.
- Biwak ist auf der frz. durchgängig erlaubt an den Hütten, in den Nationalparks selbst auch nach 19 Uhr bis 9 Uhr morgens wenn man mind. 1 Stunde von der Parkgrenze entfernt ist. Auf der span. Seite ist das Biwakieren unter 2000m und vor 19 Uhr verboten, an Hütten garnicht erlaubt. In der Natur wird das nicht kontrolliert, das sollte man nur beachten, wenn man in die Nähe der Zivilisation kommt.
- Die Hütten bieten auch Schlafmöglichkeiten an, was sich bei schlechtem Wetter als hilfreich empfiehlt, die Hüttenväter kennen die Berge und das Wetter aus dem FF und geben Weitwanderern gerne tipps (lieber als den Turnschuhtagestouristen). Bei Gruppen ab 2 Personen sollte man telefonisch reservieren, die Nummern sind in den Wanderkarten 1:50000 enthalten, die für die Traverse ausreichend sind.
- Wer DAV Mitglied ist, erhält auf Übernachtungen in C.A.F. (frz. Alpenverein) und auch spanischen Alpenvereinshütten eine deutliche Ermäßigung von bis zu 40% - Übernachtungspreise liegen zwischen 9 und 13 Euro ohne Essen
So, ich muss jetzt los, wer mehr details oder vielleicht doch ein ausführliches Gespräch möchte (es gibt echt noch viel mehr zu erzählen...) der melde sich gerne unter:
Daniel.Owessny@web.de
herzliche grüße
daniel _________________ du kannst das Leben nur vorwärts leben und rückwärts verstehen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 06.02.2008, 00:04 Titel: |
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Wow, das ist ja schon fast ein Reisebericht – danke Daniel!
Denke, da bleiben kaum Fragen offen.
Aber was hast du eigentlich für einen Job, der so viele Urlaubstage hergibt?
Grüße
Buschmann |
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