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Zweifragezeichen
Spaziergänger


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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 15:15    Titel: Foren-Neuling! Antworten mit Zitat

Hallo Gemeinde!

Ich habe einwenig im Netz gestöbert zum Thema Trekking, Outdoor und Survival, zur Motivation dahinter später mehr.

Das Angebot ist generell für den interessierten Nutzer nicht schlecht, dennoch hab ich mich entschieden, mich hier anzumelden.

Nun, warum interessiere ich mich für das Thema? In meiner Jugend haben ich mit wachsender Begeisterung immer wieder mal die Herausforderung des Draußen klarkommens genossen, es hat mir viel gegeben und mich nachhaltig geprägt.

Seit ein paar Jahren, als ich erfuhr, was mein Großvater nach Kriegsende gemacht hat, wuchs in mir ein Wunsch.

Opa hat nach dem Ende dieser Katastrophe den langen Weg von Tondern (Süddänemark) zu Fuß zum Bodensee gemacht. Gut, es sind schon Leute aus der UdSSR nach D gelaufen, aber diese Leistung hat mich sehr tief beeindruckt. Mir war klar, irgendwann machst du das auch mal.

"Irgendwann" ist konkreter geworden. "Irgendwann" wird in etwa 8 Wochen starten.

Ausrüstungsmäßig verfüge ich über wie ich finde vernünftiges Material, ein guter Trekkingrucksack fehlt noch und ein tauglicher Biwaksack. Eingelaufene Meindl-Schuhe, die leicht und fest sind, sind auch am Start. Um das Thema Füße mache ich mir am meisten Gedanken, wenn ich ehrlich bin. Ich bin fleißig am trainieren, mache meine 50-90km die Woche, habe aber immer wieder Probleme mit Blasen, was wohl aber weniger an den Schuhen liegt, sonder an starker Hornhautbildung.

Die Planung allerdings nimmt mich schon mehr in Beschlag. Zur Zeit versuche ich an entsprechendes Kartenmaterial TK 25/50 zu kommen. Das werden eine Menge Blätter, da kommen fix 2,5 kg zusammen denk ich mal. Und, wenn ich mir die Blattausgaben der Landesvermessungsämter hole, sicher gerne auch 300€.

Die Tour soll von Flensburg nach Kempten führen, zur Grobplanung gehe ich erstmal von Luftlinie aus, alleine um die entsprechenden Karten festzustellen. LL sind das laut googleEarth 791 km, ich kalkuiere im Schnitt mit 25 km am Tag. Und wird hier zunächst im Norden das wetter, speziell Wind und Regen zum Problem, so kommen spätestens hinter Hannover die Steigungen dazu. Grober Track bis jetzt:

Flensburg - Glückstadt (Elbquerung) - Hannover - Göttingen - Würzburg - Ulm - Kempten. Ich plane etwas mehr als einen Monat, wenn alles glatt geht. Und, wenn ich nicht zu viele Umgehungen (Kanäle, Bahntrassen, Autobahnen, gesperrte Gebiete) habe.

Hat von Euch jemand Erfahrungen mit derartigen Distanzen? Ich habe sehr viele Fragen, aber ich möchte erst einmal warten damit!


Freu mich drauf, hier mitzumischen!


Gruß, 2?
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, das ist ein knackiges Vorhaben!

Aber erst mal herzlich willkommen, Zweifragezeichen! Schön, dass du dich für unser Forum entschieden hast.

Schätze, es dürfte etwas schwierig werden jemanden aufzutreiben, der mit solchen Entfernungen Erfahrung hat.
Ich für meinen Teil kann hinsichtlich der Weite mal maximal bis zu einer Strecke von etwa 150 Kilometer mitreden. Allerdings haben wir die zu meiner Militärzeit in sehr kurzen Zeiträumen zurückgelegt, und das meist nachts. Bei diesen Übungen ging es schwerpunktmäßig darum, sich über lange Strecken alleine, zu Fuß und unbemerkt zur eigenen Truppe durchzuschlagen. Etwa das, was dein Großvater getan hat – und meiner übrigens auch!
Bei unseren Übungen waren einige Grenzerfahrungen dabei, die letztlich sicher wertvolle Erfahrungen für mich waren. Der für mich wichtigste Punkt ist, nicht – oder nicht zu weit – über seine eigenen Grenzen hinauszugehen. Da muss der Kopf rechtzeitig das Kommando „Halt“ geben. Wenn die Grenzen erst überschritten sind und das Schmerzempfinden aussetzt, hat man sich die Füße im Nu kaputtgelaufen. Dann war’s das mit der Tour. Ich hab’s schon erlebt.

Die Geschichte mit der Blasenbildung kann ich sehr gut nachvollziehen. Da hab ich ähnliche Probleme. Bei mir ist diese Hornhautbildung an den kleinen Zehen. Ich schneide die Dinge weg, Tape drüber, dann geht’s weiter. Diese Stellen sind ziemlich unkritisch. Wo befindet sich das Problem bei dir?

Bezüglich der topographischen Karten bist du vielleicht mit den CD-Versionen besser beraten. Die kannst du dir für deine Strecken zugeschnitten selbst ausdrucken. Ich hab die CD „Bayern Süd“, hat so um die 30 € gekostet und ist richtig brauchbar.

Grüße
Buschmann
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Zweifragezeichen
Spaziergänger


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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die rasche und freundliche Antwort.
Auch ich hab meine fiskal geförderte Campingerfahrung sammeln könnnen, zwar war ich bei der Marine, aber auch dort unternimmt man ausgedehnte Wanderungen mit simulierten Nah-Tod-Erfahrungen...

Mit dem erfahren der eigenen Grenze und dem, was passiert, wenn man diese überreißt, das kenne ich auch leider schon. Daher will ich ja nun auch so gut und nüchtern/sachlich, wie es eben möglich ist, planen.

Danke für den Tipp mit den CD-ROM´s, ich denke, da komme ich auch günstiger bei weg. Alleine der Ausdruck macht mir etwa Bauchschmerzen, da ich nur nen Tintenstrahler habe. Und laminieren geht auch wieder ins Gewicht. Ich hab mich schon überlegt, ob es nicht ratsam wäre, 2-3 "Nachversorgungspunkte" im Vorfeld einzurichten. Wo dann die Karten und zumindest der anfängliche Proviant für die nächste Etappe liegt. Aber, eigentlich würde das das Erlebnis schmälern.

Auch in Sachen Ernährung bin ich mir nicht ganz klar, wie das laufen wird. Ich hab noch aus dem Rettungsinseln von damals so ein Kohlehydratkomprimat, aber ob das für 4 Wochen plus X was ist? Sind nur noch zwei Würfel in einer orangen Pappverpackung, aber sowas ließe sich nachbesorgen.

Ich werde mich auf den Klappkocher BW mit Esbit beschränken, habe zwar den Trangia, aber der nimmt mir ehrlich gesagt nebst Brennstoffpulle zu viel Platz weg.

Also, was nicht geht, quasi eine Art Kodex, ist übernachten in festen Behausungen. Ist festes Ziel. Klar, im Notfall ist das was anderes.

Nun, meine Fußproblemzone ist die Innenseite des großen Zehs, beidseitig. Und die Hacke, wo ich ein kleines Überbein habe. Das wäre wirklich das Schlimmste, was mir so ad hoc einfällt. Denn nach der Geländeübung während der Bootsmannsausbildung hatte ich an beiden Hacken hühnereigroße Blutblasen. Aus denen die Sanis dann das Blut abgezogen und mit einer Lösung aus Betaisodona/NaCl ausgetauscht haben. Da wäre ich wirlich fast zur blutrünstigen Kaffee- äh - Kampfmaschine geworden.

Daher die gewisse Fuß-Sorge.

Ansonsten , ja - ich guck halt nach nem ordentlichen Rucksack. Der ist mir sehr wichtig. Da bin ich auch gerne bereit, etwas mehr Geld auszugeben. Hier in Flensburg ist es leider nicht so gut möglich, die Rucksäcke vorher zu testen. Zu wenig Zielkundschaft für der artige Aktionen hier. Schade.

Früher bin ich mit dem ALICE-Rucksack nebst Gestell aus US-Beständen gelaufen, der ist mir aber vom Schwerpunkt zu sehr rücklastig. Auch wenn er selbts neu deutlich weniger kostet, als ein entsprechend gutes oder gar besseres Produkt aus dem Zivilbereich.

So, das wars erstmal,


bis denn,


2??
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

ok, das mit den Zehen ist schon mal vorteilhaft. Die lassen sich gut tapen. Hast du das schon probiert?
Bei den Hacken, nun ja, da muss der Schuh einfach gut sitzen. Mit ein wenig Wundversorgung unterwegs wirst du immer rechnen müssen. Weinen

Probleme mit dem Ausdrucken? Mach dir von den entsprechenden Gebieten Hardcopies oder Grafik-Dateien und lass sie im Copy-Shop drucken.

Was die Ernährung anbetrifft - da wirst du kaum mit dem auskommen, was du mitnimmst. Nehme an, du wirst unterwegs den Proviant auffrischen müssen. Rüdiger Nehberg hat die Tour in den 80ern zwar ganz ohne Proviant gemacht. Aber das geht ganz schön an die Substanz.

Grüße
Buschmann
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Zweifragezeichen
Spaziergänger


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BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, nein, mit Zehen abtapen habe ich noch nicht versucht. Bin halt immer fleißig dabei, die Hornhaut abzuschrubbeln beim Baden. Für Unterwegs dachte ich auch schon drüber nach, irgend eine Creme auf Ringeblumenbasis und/oder Melkfett nach der Tagesstrecke anzuwenden. Letztendlich wirds jedoch die Socke tun, da bin ich noch am überlegen, welcher Typ der Falcke-Socken angebracht sein wird.

Ein weiteres körperliches Verschleißproblem sehe ich beim Thema Wolf. In der Grundausbildung gab uns damals ein Hilfsausbilder den Tipp, eine Radlerhose über Schlüpper und unter der Feldhose zu tragen. Bringt das was? Habs nie ausprobiert. Und, bisschen peinlich, bei langen Touren "verkletten" sich die Haare in der Po-Ritze, nicht mangels Hygiene Geschockt sondern wegen Reibung und Feuchtigkeit. Prinzip : Filzen. Nun will ich aber keinen gewalkten Topfuntersetzer im Schlüpper tragen.... Lachen Was tun?

Was die Proviantierung angeht, klar, bei dem Mehrbedarf, den man entwickelt, das kann man nicht schleppen. Ein gelegentlicher Einkauf wird wohl drin sein müssen und das ist auch ok für mich.

Letztendlich denke ich, dass diese Strecke vor allem eine Herausforderung bedeutet: die mentale! Und besonders darin liegt der Reiz. Ich persönlich denke, wenn ich erstmal den Sprung über die Elbe geschafft hab, läufts. Nächste große Etappe wird dann die Tour durch die Heide und dann ab ins Hügellland.

Ich geb mich da keinen romantischen Erwartungen hin, es wird ein mächtig anstrengendes Ding. Auch, wenn ich viel Energie in Training und Planung stecke, so weiß ich auch, dass ich jederzeit abbrechen kann und vor allem muss, wenn es gesundheitlich gefährlich wird. Also, kein falscher Ehrgeiz.

Aber die Frage nach der Machbarkeit für mich persönlich stelt eine hohe Motivation dar.

Was die allgemeine medizinische Versorgung in Selbsthilfe angeht, fühle ich mich gut gewappnet; ich werde vorher aber noch mal mit einem Kollegen von mir, der Rettungsassistent ist, die eine oder andere Sache durchgehen. Zunächst einmal machen mir wie gesagt die klassischen Marschverletzungen wie Wolf, Blasen, Aussalzen und schleichender Nährstoffmangel Kopfzerbrechen.

Zur Technik:

Welcher (mechanische) Wasserfilter ist empfehlenswert? Gibts da schon Erfahrungen im Forum? Wenns geht möchte ich auf Chemie verzichten, auch wenn ich dennoch Micropur mit einpacke.

Weiterhin Thema, der Rucksack. Ich komme so auf 12 - 14 kg, wenn ich so überschlage. Klamotten kommen alle in komprimierbare Beutel, was wieder Volumen spart. Ich kann mich nicht recht orientieren, welcher Rucksack den angebracht wäre. Obs ein gut austariertes Daypack täte oder ein kleiner Trekkingrucksack bis 50 L?

Noch einen zum Schluss, wie macht ihr das auf Tour? Mit der Route. Karte immer griffbereit und mit Kompass nachkontrollieren? Oder seht ihr euch abends am Feuer die nächste Tagesetappe an und merkt euch die wesentlichen Dinge?


Gruß,2??
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nun kommst du aber ganz schön zur Sache. Cool
Also schauen wir mal….

Zweifragezeichen hat Folgendes geschrieben:
Für Unterwegs dachte ich auch schon drüber nach, irgend eine Creme auf Ringeblumenbasis und/oder Melkfett nach der Tagesstrecke anzuwenden.


Ich creme meine kritischen Stellen schon vor dem Start ein. Melkfett ist dazu prima geeignet, auch Ringelblumensalbe, ich nehme die selbstgekochte Beinwellsalbe. Probier’s doch bei der nächsten Trainingsetappe mal aus, wie’s aussieht, wenn du die Füße vorher präparierst.

Zweifragezeichen hat Folgendes geschrieben:
Ein weiteres körperliches Verschleißproblem sehe ich beim Thema Wolf. In der Grundausbildung gab uns damals ein Hilfsausbilder den Tipp, eine Radlerhose über Schlüpper und unter der Feldhose zu tragen.


Bei diesem Problem würde ich es ebenfalls erstmal mit eincremen versuchen.
Radlhosen, wenn sie gut sitzen, ok, ist durchaus einen Versuch wert – dann sollten sie aber direkt auf der nackten Haut getragen werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass die Unterhose reibt.
Was mich aber etwas irritiert ist, dass du bei deiner Trainingsleistung von 50 bis zu 90 km in der Woche für diese Punkte noch keine Lösung gefunden hast.
Bei mir ist es so, dass ich aufgrund der kuriosesten Aufträge, die reinschneien können, immer eine Grundfitness haben muss. Für diesen „Stand-by-Modus“ benötige ich etwas weniger als die Hälfte der Trainingsleistung, die du zurzeit aufbringst. Wenn die ersten kleinen Problemchen auftauchen, werden sie direkt und dauerhaft eliminiert. Wenn ich’s richtig verstehe, musst du ja permanent mit Blasen und nem Wolf rumlaufen. Da solltest du etwas mehr experimentieren.

Zum Thema Filter: Bei unserer letztjährigen Yukon-Tour hatte ein Teilnehmer den Katadyn Bottle Filter
Für die Ein-Mann-Versorgung gut geeignet. Vorsicht: Ein Filterelement reicht für 100 Liter. Das könnte bei deiner Tour etwas knapp werden.

Zweifragezeichen hat Folgendes geschrieben:
...wie macht ihr das auf Tour? Mit der Route. Karte immer griffbereit und mit Kompass nachkontrollieren? Oder seht ihr euch abends am Feuer die nächste Tagesetappe an und merkt euch die wesentlichen Dinge?


….sowohl als auch. Am Vorabend die Route planen und markante Punkte einprägen ist genauso ein Muss wie Karte und Kompass immer griffbereit zu haben. Du solltest jederzeit genau wissen, wo du dich befindest.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zwei ??,

auch von mir ein herzliches willkommen hier im Forum Sehr glücklich

Ich bewundere auch oft die Leistungen, die manche Soldaten im II. W.K. vollbracht haben. Wenn man bedenkt, daß im Rußlandfeldzug fast alles zu Fuß gelaufen wurde Geschockt Und wenn man Berichte hört, daß im Rückzug aus Russ. zum Teil bis zu 120 km am Tag gelaufen wurde, mit Gepäck natürlich, sind das absolute Grenzerfahrungen Geschockt

Ich wandere auch gerne weitere Strecken und habe noch einiges vor in diesem Jahr. Leider bin ich zur Zeit gesundheitlich sehr eingeschränkt und muß ab Dienstag einige Untersuchungen über mich ergehen lassen.
Bei deinem großem Karten Verbrauch, kann ich empfehlen, einen größeren Maßstab zu nehmen z.B. 1:75000 oder 1ooooo, wenn die Strecke darauf noch übersichtlich zu erkennen ist. Wenn es kein "Durchschlagemarsch" ist, sondern eine normale tour und die Wanderwege darauf eingezeichnet sind, muß es gehen. Heiklere Abschnitte natürlich mit 1:50000. Ab und zu kannst du die fertigen Karten nach Hause schicken, mußt ja nicht alles mitschleppen.

In der Apotheke gibt es sehr gute Blasenpflaster, die wie eine zweite Haut sind, wenn man die Blasen geöffnet hat, an den Fersen oder so kann man es auch vorbeugend ranmachen. Fersenbein ist natürlich eine andere Sache.
Zelt mitschleppen die ganze Zeit wird schwer. Vielleicht Tarp verwenden und im Wald offene Schutzhütten benutzen.

Esbittkocher bei so einer langen tour würde ich nicht nehmen. Man muß sehr viel Esbitt mitnehmen, dann doch besser einen kleinen Benzinkocher, der mit Tankstellenbenzin geht. Oder auch ein echtes Feuer machen. Daher sollte der Kochtopf für Feuer und Kocher geeignet sein.

In Deutschland fülle ich meine Wasserflaschen meist an Quellen oder auch auf Friedhöfen auf. Das Gießwasser dort, kommt auch aus dem Trinkwassernetz. Wenn die Frostgefahr vorbei ist, sind auch die Wasserleitungen dort wieder zugänglich.

Während dem Marsch habe ich die Karte in der Katrentasche immer griffbereit, was nicht heißt, daß ich ständig draufschaue. Aber ab und zu kontrollieren muß man schon.

Ich werde selbst schon wieder ganz rappelig, wenn ich an meine eigenen Tourenplanungen denke. Aber mein Gesundheitszustand macht mir große Schwierigkeiten und Sorgen. Nächste Woche werde ich etwas klüger sein.

Viele Grüße
Ingo
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Tourix
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BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo 2 ?,
herzlich Willkommen.
Außerhalb der Mittelgebirge kann man auch recht gut mit
Radfahrkarten auskommen. Diese gibt es von 1:30.000
bis 1: 150.000.
Beim Kocher muss ich ebenfalls vom Esbit abraten.
Esbit ist eher was für Notkocher. Es gibt (oder gab) von Trangia
einen Minikocher (spiritus). Derselbe Brenner wie beim
herkömmlichen Trangia Kocher, aber das Gestell ist recht klein.
Dazu ein oder zwei kleine Töpfe und die Pfanne als Deckel.
Das ganze ist deutlich kleiner und leichter als der normale Kocher.

Vg
Achim
_________________
Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig
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Zweifragezeichen
Spaziergänger


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Wohnort: Flensburg

BeitragVerfasst am: 24.03.2008, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, danke für Eure Tipps und Anregungen. Ich hab mir mal interessehalber den Katadynfilter angesehen, da bleibt einem ja das Herz stehen bei den Preisen.... Die Variante mit Friedof und Co. gewinnt vor diesem Hintergrund also mein gewisses Interresse!

Routenmäßig, ich hab mir da mal die europ. Fernwanderwege angsehen im Netz. In sofern Interessant, da speziell hier in Schleswig-Holstein wenig Feldweg und viel S-Draht an den Koppeln steht. Also Luftlinie erschwert wird und den Vormarsch bremst.

Zumindest die ersten Tage werde ich also den E1 nutzen. Für den Mittelgebirgsbereich, danke für den Tipp, klar, das sind Bereiche, wo dann eine kleinmaßstabige Karte angebrachter ist. Aber eigentlich haben doch speziell die wandertouristisch erschlossenen Gebiete eine recht gute Infrastruktur, was die Kartenbeschaffung angeht. Ich hab daher entschieden Detailkarten vor Ort zu besorgen und immer wieder aufgebrauchtes Material nach Hause zu schicken.

Wo finde ich aber raus, welche Gebiete z.B. gesperrt sind? Mir fällt da der Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide ein, dort ich man sicher bei Wanderern etwas Humorfrei, denk ich mir. Und es wäre ein sehr großes Areal, das es zu umlaufen gälte.

Alternativ dazu hab ich mir überlegt, es gibt den European Green Belt, entlang der ehemaligen Zonengrenze. Dann würde ich Hamburg östlich passieren und Braunschweig anpeilen und bis Fulda durchziehen. Da ginge es dann durch den Harz, seh ich das richtig?

Nun, da wird noch eine Menge zu überlegen sein.

Zur Wolfproblematik, ich weiß nicht so recht, woran es liegt, aber manchmal schubber ich mich gut auf zwischend den Beinen. Habe da fast die Kombination aus warmen Wetter, starker Beibehaarung und meiner Hose im Verdacht. Bei dem Wetter zur Zeit gehts ganz gut,
die Blasensache ist auch besser geworden, seit ich mir angewöhnt habe, die Hornhaut regelmäßig mit Bimsstein zu behandeln.

Zu dem kleien Trangia, hat der eine Artikelbezeichnung oder so? Klar würde ich natürlich so einen Kocher bevorzugen, er ist ja nun auch komfortabler vom Handling als der Esbitbrenner. Und die rote Brennstofsicherheitsbuddel, die lass ich mal zu Hause, es wird wohl nicht so schwer sein, Spiritus nachzukaufen auf der Tour.

Übrigens, zum Trangia, meiner, den ich schon habe, der rußt ziemlich stark und saut dann natürlich beim verstauen alles voll... Gibts nen Trick, dem Rußen vorzubeugen?

Schöne Restostern,


2??
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 24.03.2008, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zweifragezeichen hat Folgendes geschrieben:
Routenmäßig, ich hab mir da mal die europ. Fernwanderwege angsehen im Netz. In sofern Interessant, da speziell hier in Schleswig-Holstein wenig Feldweg und viel S-Draht an den Koppeln steht. Also Luftlinie erschwert wird und den Vormarsch bremst.


Die grobe Route sollte auf alle Fälle geplant sein, das ist klar.
Dass du immer mal wieder auf Stellen triffst, die umgangen werden müssen, ist auch klar. Das ist von vornherein einzuplanen.
Luftlinie wirst du sicher gänzlich vergessen können. Wenn du dir die bewirtschafteten Gebiete anschaust wirst du sehen, Luftlinie ist meist nicht realisierbar. Wenn du's doch versuchst, wirst du von nicht wenigen Bauern vom Acker gejagt werden.

Zu den verrußten Kochern, Töpfen etc.:
Ich pack die Dinge in Beutel, alte Stofftaschen o.Ä., dann versaut der Rest der Ausrüstung nicht.
In diesem Zusammenhang: Ideal zur Reinigung ist Asche, die löst den Ruß sehr gut Zum Schrubben eignet sich Zinnkraut ganz hervorragend.

Grüße
Buschmann
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