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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 388
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 07.04.2008, 19:06 Titel: Gipfel des Verbrechens |
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Hallo Leute,
wir haben zwar schon einen Thread zum Bücher vorstellen, aber diese Buchvorstellung setze ich trotzdem hierher, auch wegen des Themas.
Dieses Buch"Gipfel des Verbrechens" Untertitel: Die Everest Mafia und ihre dreckigen Geschäfte, ist erst ganz neu herraus gekommen, aber ich habe es schon verschlungen.
Es ist schockierend, was dort auf dem Everest und auch bei den anderen Bergen im Himalaya geschieht.
Gegenseitiger Ausrüstungsklau in den Höhenlagern, Betrug mit Sauerstoffflaschen, falsche und unqualifizierte Bergführer, Gipfelfotoklau, unterlassene Hilfeleistung in großer Not und so vieles schockierendes mehr.
Das erklärt auch, warum es auf dem Everest so viele Tote jedes Jahr gibt. Den Bergsteiger Ehrenkodex gibt es dort fast nicht.
Ein berühmter Bergsteiger, Name ist mir gerade entfallen, hat einmal gesagt: Gute Bergsteiger gibt es überall, nur nicht am Everest.
Man kann für 12000$ und auch für 65000$ auf den Everest gebracht werden, aber es wird auch gut beschrieben, warum und auf wessen Kosten die Billiganbieter so billig anbieten. Bei denen gibt es auch nicht umsonst die meisten Toten.
Wer schon etwas über den Everest gelesen hat, z.B. In Eisigen Höhen von Jon Krakauer, kann auch hier mal reinlesen.
Mich würde mal generell eure Meinung zum Höhenbergsteigen, aber auch zu den Aussagen in diesem Buch, interessieren.
Grüße
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 07.04.2008, 19:33 Titel: |
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Hallo Ingo,
die großen Höhen reizen mich auch noch ungemein.
Aber genau die Geschichte isses, die mir am meisten Kopfzerbrechen macht - die Abhängigkeit von anderen. Selbst wenn du viel Geld auf den Tisch legst, ist die gegeben.
Gerade Krakauer schreibt das sehr trefflich in "Eisige Höhen".
Aber zur Buchempfehlung: Denke, den Schmöker werde ich mir noch reinziehen - auch wenn's etwas deprimierend wird.
Grüße
Buschmann |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 388
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 07.04.2008, 20:14 Titel: |
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Hallo Buschmann,
ich habe das Buch leider erst vorhin verliehen, sonst hätte ich es dir sofort zukommen lassen.
Vielleicht wäre es überhaupt interessant, hier ein Bücherverleih, Büchersendungen kosten nicht viel, oder einen Bücherflohmarkt aufzubauen.
Manche Bücher liest man einmal und das wars, andere lohnen sich aufzuheben. Und ich hab auch nicht das Geld und den Willen, mir jedes Buch, das interessant scheint zu kaufen. Ich wäge da schon ab.
Wer "In eisigen Höhen" gelesen hat, sollte auch die Gegendarstellung von diesem Geschehen von Anatoli Boukreev "Der Gipfel.Tragödie am Everest" lesen. Es lohnt sich.
Hab ich aber auch nicht selbst, sondern aus der Bücherei geliehen.
Grüße
Ingo |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 269
Wohnort: Hainburg
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Verfasst am: 07.04.2008, 22:16 Titel: |
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In einem Buch vom Kammerlander stand auch etwas über den
Everest-Tourismus drin.
Dort hatten Touris bei schlechtem Wetter von den Sherpas
verlangt, dass diese hochgehen sollen und sichern, etc machen
sollen, damit die Touris auch ja zu ihrem Gipfelsturm kommen.
Die beiden Sherpas sind umgekommen.
Ich habe den Eindruck dass viele Leute einfach nur die Namen
sammeln wollen, aber es geht ihnen nicht wirklich um das Erlebnis
an sich.
Ein Freund ist wollte vor zwei Jahren mit seiner Freundin zum Mont
Blanc. In der Hütte wollten sie sich erst mal ausschlafen und waren
daher die letzten die aufgebrochen sind.
Sie sahen eine einzige lange Schlange zum Mont Blanc hoch.
Die Leute können unmöglich alle Platz auf den Gipfel gefunden
haben.
Mein Freund ist deshalb in die andere Richtung zu einem anderen
4000 gegangen. Herrrliche Ruhe, tolle Aussicht, kein Mensch weit
und breit.
Fazit: Die meisten wollten offenbar den Namen Mont Blanc
abhaken.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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PATHFINDER Wanderer

Anmeldedatum: 30.09.2007 Beiträge: 78
Wohnort: München
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Verfasst am: 08.04.2008, 00:27 Titel: |
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ich habe neulich einen sechsteiligen bericht gesehen, über den everest. ich habe mich erst gewundert, die stiegen auf, übernachteten einen tag in nem vorgeschobenen basislager, dann wieder ab, hin und her, waren alle sehr fit und wurden immer fitter.
dann war der tag der gipfelbesteigung: die gingen um 4 uhr morgens los. der HAMMER: auf den ltzen paar hundert metern zum gipfel war STAU. da war ne lange schlange an berg-touristen, die wurden teilweise von den sherpas förmlich hochgeprügelt und hochgezehrt.
der bergfüherer der gezeigten gruppe hat dann abgebrochen, weil auch noch strum aufkam. die ganzen leute, die vorher so fit waren waren AM ENDE. da wären fast paar draufgegangen, weil sie nicht mehr konnten. selbst der bergführer hat nach dem motto gehandelt: entweder ihr steht jetzt auf und geht weiter, oder ihr verreckt. da kann keiner helfen, die sind dort alle so an der grenze, da kann nur jeder noch für sich handeln - leider ist das den meisten dieser touristen nicht wirklich bewusst. |
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 388
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 08.04.2008, 07:56 Titel: |
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Der Everest muß für alles herhalten. Erster Blinder auf dem Gipfel, ältester Mann oder Frau, der Jüngste, ohne Beine usw. laufend werden neue "Rekorde" aufgestellt.
Viele die oben waren, aber keine eigentliche Bergsteiger sind, verdienen damit gut Geld. Sie werden dann Motivatsionstrainer oder bieten sich als Bergführer an. Auf dem Everest gibt es keine Qualitätsprüfungen, weder für Sauerstoffflaschen noch für Bergführer.
Auch die Sherpas werden zunehmend krimineller und zocken die "Bergsteiger" ab, bis hin zur Hilfe Verweigerung. Sie wollen auch von dem Reichtum abbekommen. Der Everest ist zu einem riesen Millionengeschäft geworden und jeder will ein Stück des Kuchens für sich. Mit allen Mitteln.
Ich hoffe nur sehr, daß es die Chinesen nicht schaffen, die Fackel auf den Gipfel zu bringen, nicht nur wegen den Tibet- Konflikt.
Der Mount Blanc ist auch für meine Frau und mich ein Thema in den nächsten 2-3 Jahren. Als Training für die Höhe und weitere Berge. Wir wollen ihn jeweils als Alleingänger begehen. Aber vorher noch ein paar andere 4000er als Training.
Der Mount Blanc soll technisch nicht so schwer sein. Im Gegensatz zum Matterhorn z.B.
Am Mount Blanc scheitern viele an der Höhe und Kondition und man soll etwa um 2 Uhr morgends losgehen.
Grüße
Ingo |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.04.2008, 20:01 Titel: |
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ja, das ist leider sehr zutreffend - alles was sich kommerziell irgendwie ausschlachten lässt, wird gemolken auf Teufel komm raus.
Ich habe fast den Eindruck, dass ich bei den bodenständigen Abenteuern bleiben muss. Freu mich schon jetzt wieder auf die nächste Yukon-Tour. Im vergangenen Jahr haben wir auf 700 km Streck in drei Wochen ganze 5 !! Leute getroffen.
Aber trotz allem gebe ich die Hoffnung auf einen großen Berg nicht auf. Vielleicht ergibt sich ja doch noch die Möglichkeit einen Berg zu besteigen, wobei man nicht in Scharen nach oben getrieben wird.
Grüße
Buschmann |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 269
Wohnort: Hainburg
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Verfasst am: 08.04.2008, 20:12 Titel: |
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@ Buschman
Nur das Bodenständige macht Spass.
Ok - gerade die Jüngeren suchen die Herausforderung.
Aber das was für uns dank unserer Erfahrung locker erscheint,
ist für die Jüngeren schon eine Herausforderung.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.04.2008, 20:30 Titel: |
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na ja, das hat nicht unbedingt etwas mit jünger oder älter zu tun. Herausforderungen spielen sich im Kopf ab. Ich kenne viele junge Menschen, deren Einstellungen ich sehr gut finde - ganz einfach weil sie sich mit denen decken, die ich vor vielen Jahren als "Junger" hatte und an denen sich bis heute nichts geändert hat.
Ich glaube, im Laufe der Generationen hat sich da gar nicht so viel verändert.
Grüße
Buschmann
ah ja, bei meinem Survivaltraining am kommenden Wochenende hab ich mal wieder einen in der Truppe, der ist so um die 20 Lenze. Bin mal gespannt.... |
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Replay Moderator

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 227
Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)
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Verfasst am: 09.04.2008, 15:47 Titel: |
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Nicht nur daß das Basislager die höchste Mülldeponie der Welt ist, die Chinesen wollen den Fackellauf auch noch über den Everest machen. Bleibt die Frage, wie das gehen soll. Offenes Feuer in etwa 8800 Metern Höhe...
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht? |
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