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Replay Moderator

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 223
Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)
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Verfasst am: 20.04.2008, 16:48 Titel: |
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Das System der sozialen Marktwirtschaft ist ziemlich gut. Bloß ist davon leider nichts mehr übrig. Die Linken wollen die soziale Marktwirtschaft nicht abschaffen, sondern wieder stärken. Momentan haben wir eine reine Marktwirtschaft, eingebettet in einem extremen Hardcore-Kapitalismus. Und das kritisiere ich auch. Das resultiert auch nicht zuletzt aus einigen negativen menschlichen Eigenschaften.
Kapitalismus ja, soziale Marktwirtschaft ja und echte Demokratie ja. Das ist eine gute Kombination. Aber nicht so wie es derzeit gemacht wird, da wir derzeit zwar einen Kapitalismus haben, aber weder eine soziale Marktwirtschaft, noch eine echte Demokratie.
Was in China aber abgeht, entbehrt jeglicher Grundlage. So schlimm ist es bei und (noch) nicht, aber trotzdem nicht so, daß man an China laute Kritik üben darf. Aber angemessene Kritik wegen den nicht eingehaltenen Menschenrechte ist durchaus angesagt.
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht? |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 887
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 20.04.2008, 19:19 Titel: |
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Ja, Replay, da kann ich eigentlich nur noch einen Punkt dahinter setzen.
Stimmt, Achim, ich habe nicht über das System geredet.
Aber ganz gleich welche Machart du favorisierst, früher oder später wird die Machtstellung ausgenutzt, und dann kannst du auch das beste System in die Tonne hauen.
Das was sich in unserem Lande abspielt, ist für alle Großverdiener sicher ein Schlaraffenland.
Für die breite Masse, die ständig zunimmt, ist es der Hohn, Volksverdummung im ganz großen Stil.
Wie sagte doch vor nicht allzu langer Zeit unsere Bundesmerklerin: Der Aufschwung ist nun unten angekommen. Besser kann man dem Nagel nicht auf den Kopf hauen.
Ein echter Freudscher Schenkelklopfer…..
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 223
Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)
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Verfasst am: 21.04.2008, 13:18 Titel: |
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China möchte eine Weltmacht (wie ich alleine schon dieses Wort hasse ) werden. Und wer solche Ambitionen an den Tag legt, ist halt im Fokus der Weltöffentlichkeit. Und wenn's dann irgendwo hakt, sind Presse und Fernsehen schnell zur Stelle. Und dessen ist sich China nicht wirklich bewußt.
Im Zuge der Olympischen Spiele blickt die Welt nach China. Und nicht nur nach Peking, sondern auch an den Rand des Reichs der Mitte. Da liegt bekanntermaßen Tibet. Die Spiele und das Weltmachtstreben zusammen sorgen dafür, daß die Welt den Chinesen sehr genau auf die Finger schaut und auch auf die Finger klopft. Und um die Art des Klopfens geht es. Haut man mit dem Hammer drauf, gibt es einen Aufschrei. China igelt sich ein, nationalistische Gedanken erwachen (der böse Westen und das arme China, etc.).
Geht man an die Sache diplomatischer ran, erreicht man mehr. So wäre es etwa sinnvoll, den Chinesen klarzumachen, daß Tibet keine Separation anstrebt, sondern es auch akzeptiert, als autonomer Teil Chinas zu existieren. Als Beispiel könnte man ja Bayern oder andere Freistaaten anführen. Und es geht darum, die tibetische Kultur nicht sterben zu lassen. Lhasa sieht mittlerweile wie viele gesichtslose chinesische Großstädte aus, entsprechend ist kaum noch was von der tibetischen Kultur zu merken. Die geringen tibetischen Aktivitäten im chinesischen Lhasa wirken mittlerweile geradezu deplaziert. Und das kann es ja nun wirklich nicht sein.
Vielfältige Kultur ist ein Reichtum eines Landes, den man nicht einfach wegwerfen darf. Das muß man den Chinesen näherbringen. Das hätte man schon viel früher machen sollen, nicht erst jetzt mit dem Holzhammer, weil die Olympischen Spiele in Peking stattfinden. Dann wäre die Sache niemals so aus dem Ruder gelaufen und Lhasa wäre noch weitgehend das originale Lhasa geblieben, trotz Eisenbahnanbindung. Tibets Kultur finde wohl nicht nur ich enorm faszinierend. Davon könnten auch die Olympischen Spiele in Peking profitieren und diese Gedanken in die Welt hinaustragen (wie die im Wind flatternden Gebetsfahnen die Gebete in die Welt tragen sollen). Das hätte ein sehr positives Licht auf China geworfen.
Das ist sicherlich nicht die Denkweise vieler Leute. Aber ich interessiere mich für andere Kulturen. Wie man da lebt, was man ißt, wie man denkt, wie die Gesellschaft aufgebaut ist, etc. Ich finde nicht jede Kultur ideal, es gibt da durchaus Kulturkreise, in denen ich nicht mal tot über dem Zaun hängen möchte.
Tja, es finden sich leider sehr viele "hätte", "würde" und "sollte" in diesem Text. Die Entscheidungsträger haben auch hier wie so oft nichts in der Birne.
Grüße
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mountain man Moderator
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 375
Wohnort: Gundelsheim
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:15 Titel: |
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Hallo Leute,
den meisten Aussagen, die hier gemacht wurden, besonders von Buschmann, kann ich nur zustimmen. Orwell`s (fiktion) ist schon lange im Gange und wer meint, die Pressefreiheit bei uns ist noch voll vorhanden irrt sich gewaltig. Keine Zeitung oder Fernsehanstallt ist wirklich unabhängig. Trotz Informationsflut, sind die meisten doch sehr uninformiert. Nur merken sie es nicht.
Aber das wäre ein eigenes Thema.
China mit dem Westen zu vergleichen ist natürlich so nicht möglich.
Aber auch nicht ganz unmöglich. Schließlich hat Mao und die Kommunisten China nach "europäischen Vorbild" revolutioniert.
Der Kommunismus ist eine europäische Ideologie. Zu unserer Schande sogar deutschen Ursprungs.
Was der Kommunismus seit Lenin weltweit bewirkt hat, muß wohl nicht sonderlich erwähnt werden.
Heute haben wir in Deutschland wieder einen großen Linksdruck. Das heißt, die Menschen haben nichts gelernt.
Aber die Ausbeutung und die Schlagzeilen der totalen kapitalistischen Marktwirtschaft, die wir täglich lesen, treibt die Menschen nach Links.
Das der Tibetkonflikt, jetzt wegen der olympischen Spiele in China wieder so aufgepuscht wird, finde ich nicht richtig.
Damit hat wohl weder China noch der kapitalistische Westen gerechnet. Ich denke, der Westen wollte China mit den olympischen Spiele "aufwerten", da der Westen sich in vieler Hinsicht an China verkauft hat. Billige Arbeitskräfte, riesiger Markt usw.
Seit 1936 sind die olympische Spiele ein Politikum geworden, angefangen bei Hitler. Der, wie ich kürzlich las, den Fackellauf eingeführt hat. Zur Völkerverständigung!
Wenn ich höre, wieviele Polizisten zum Schutz der Fackel eingesetzt werden müssen, halte ich das für einen Hohn. Ebenso hat die Olympiade noch nie irgend einen Frieden oder Völkerverständigung bewirkt.
Ich mag die Rhetorik nicht, die im Zuge der Olympia verwendet wird.
Da stellen sich mir alle Nackenhaare.
Für die Sportler ist es ein Höhepunkt der Karriere, das sei ihnen gegönnt.
Für die Marktwirtschaft ist es ein großes Geschäft.
Für die Politiker ist es eine Plattform für verlogene Floskeln und Selbstdarstellung, für welches die Spiele herhalten müssen.
Aber an den menschliche und weltweiten Problemen werden die Spiele nichts ändern können.
Nochmal zum Tibetkonflikt:
Es ist mehr eine religiöse, als eine politische Situation.
Der Dalai Lama ist der Schlüssel zur Lösung dieses Konflikts, aber er ist zu feige, diesen Schritt zu tun.
Jesus hat zu solchen Fällen ganz klar gesagt:"Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. Wer Mietling und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut sie ... Johannesevangelium 10,11-13
Der Wolf ist nach Tibet gekommen und hat getötet, geraubt und zerstreut.
Aber der Hirte hat sein Volk verlassen und benutzt heute den Westen für seine Ziele und Probleme.
Und hat sich dabei auch große Symphatien bei der westlichen Bevölkerung errungen.
Seien wir mal ehrlich. Würde der Dalai Lama heute nach Tibet zurück kehren, wäre China in großer Bedrängnis. Würden sie wirklich ihre Bedrohungen wahr machen können? Was würde die Weltgemeinschaft sagen oder wie reagieren?
Wäre das nicht wirkliche Größe und Stärke, seitens des Dalai Lamas?
Er sieht zu, wie seine Mönche verhaftet und geschlagen werden, aber er selbst scheut diesen Schritt und die Konsequenzen?
Ist das ein wahrer Hirte seines Volkes?
Grüße
Ingo |
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