Heilpflanzen
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Die Herstellung seines eigenen Tees ist eine ziemlich einfache Angelegenheit.
Wenn man ein wenig experimentiert, bekommt man tolle Geschmacksrichtungen hin. Idee

Für den Tee kann man getrocknete aber auch frische Pflanzen nehmen. Zu beachten ist, dass man bei der frischen Pflanze etwa die dreifache Menge benötigt.

Zum Trocknen gibt es zwei Möglichkeiten:

Pflanzen, die an einem Stiel wachsen, beispielsweise Brennnessel, Schafgarbe, Johanniskraut, Hirtentäschel etc., bindet man zu einem Strauß zusammen und hängt sie an einen trockenen, lichtarmen Platz mit guter Durchlüftung auf.



Alle weiteren (Blatt-) Pflanzen (Huflattich, Wegerich, Gänsefingerkraut, Zinnkraut etc.) legt man zum Trocknen aus, sehr gut sind dafür flache Obstkisten geeignet.

Grüße
Buschmann
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Auch die Schlüsselblume wird an feuchten Orten nun schon bald zu finden sein.



Angesetzt in trockenem Weißwein ist sie ein hervorragendes Herzmittel.
Zu Tee verarbeitet lindert sie Husten (sie ist stark schleimlösend), Migräne, Rheuma, und Gicht.

Zu beachten: Sie ist häufig geschützt Ausrufezeichen

Grüße
Buschmann
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Waldschreck
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BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ackerschachtelhalm geht auch und ist für vieles gut.
Enthält viel Kieselsäure.

Jochen
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 14.02.2007, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Waldschreck hat Folgendes geschrieben:
Ackerschachtelhalm geht auch und ist für vieles gut.
Enthält viel Kieselsäure.

Jochen


Stimmt!

Ich sage ein wenig was dazu, wenn das Kraut aus dem Boden kommt, also im Mai - dann lässt sich die Zubereitung gleich wieder praktisch nachvollziehen. Smilie

Allerdings hat der Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) noch mehr gute Eigenschaften, die durchaus eine Erwähnung unter den "Wundermitteln" rechtfertigen.

Grüße
Buschmann
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WhyNotTry
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BeitragVerfasst am: 15.02.2007, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Brennessel-Tee ist zudem gut gegen Blasenerkältungen (v.a. ein Frauenproblem, aber ein sehr mühsames...)

Nimmst Du von den Schlüsselblumen die Blüten oder die Blätter, Buschmann?


Irgendwie sehe ich aber da überall ein Problem mit Krankheiten... z.B. wird bei uns ausdrücklich davor gewarnt, Bärlauch wild zu pflücken wegen dem Fuchsbandwurm Mit den Augen rollen Oder kann man irgendwie dagegen an?
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 15.02.2007, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

@WhyNotTry

Von der Schlüsselblume nehme ich vor allem die Blüten, man kann aber auch die Blätter dazu geben.

Besonders für Husten ist auch die Wurzel sehr hilfreich.
Ein Teelöffel der zerkleinerten Wurzel 5 Minuten gekocht und mit Fichtenspitzenhonig (Rezept kommt noch) genommen ist ein spitzenmäßiges Hustenmittel!

Fuchsbandwurm?

Ja, einen Tod müssen wir sterben….. Winken

Also frisch besteht eigentlich immer eine (sehr geringe) Gefahr.
Ausschließen lässt sie sich nur, wenn alles was gegessen wird, vorher gekocht wird (über 70° stirbt der Fuchsbandwurm ab).

Aber ganz ehrlich, bevor ich auf all die guten Dinge im frischen Zustand verzichte, gehe ich doch lieber ein kleines Risiko ein – vor allem bei einer Inkubationszeit von gut zehn Jahren……. Lachen

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Die Zubereitung von Tees - damit also die Wirkstoffe voll zur Entfaltung kommen - ist bei verschiedenen Pflanzen ein wenig unterschiedlich.

Die meisten Pflanzen kocht man dazu nur kurz auf (etwa eine Minute) und lässt sie dann 5 bis 10 Minuten ziehen.
Einige Pflanzen verlieren allerdings durch das Aufkochen einen großen Teil ihrer Wirkstoffe, beispielsweise der Wiesengeißbart. Diese Pflanzen werden deshalb lediglich mit hei0em Wasser übergossen.

Grundsätzlich für alle Pflanzen kann aber der Kaltansatz angewendet werden. Dazu setzt man die Pflanzen über Nacht in kaltem Wasser an und verfährt am nächsten Tag mit der Zubereitung wie oben beschrieben.
Mit dieser Methode wirken die heilenden Stoffe natürlich stärker.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Birke ist ein ganz besonderer Baum.
Jedem Survivor bekannt wegen der unheimlich gut brennenden Rinde, aber zusätzlich auch ausgestattet mit ausgezeichneten Heilwirkstoffen.



Ihre stärkste Heilwirkung hat sie bei Gicht, Nierenproblemen und Ablagerungen. Darüber hinaus ist sie gut für die Haare.
Verwendung finden dazu die jungen Blätter im Salat oder als heimisches Würzmittel. Dazu brät man die Blätter nur ganz kurz in Butter – Vorsicht: sie werden sehr schnell schwarz!

Das Birkenwasser, was jetzt bald gewonnen werden kann, kann dazu auch äußerlich und innerlich angewendet werden.
Die Birke kann wenige Wochen im Frühling, also mit dem aufsteigenden Saft, „angezapft“ werden. Dazu bohrt man ein kleines Löchlein in den Baum und kann dann mit einem Röhrchen das Birkenwasser abtropfen lassen. Dem Baum sollte dazu aber nicht mehr als 2 – 3 Liter abgezapft werden und am Ende wird das Loch natürlich wieder anständig abgedichtet, sonst „blutet“ der Baum weiter.

Grüße
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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Auch sehr vielfältig hinsichtlich seiner Heilwirkung ist die Fichte.

Das Harz (auch das der anderen Nadelbäume) zu kleinen Kügelchen gerollt, ist ein hervorragendes Mittel gegen Bauchschmerzen.

Die Fichtennadeln ergeben ein erstklassiges Erfrischungsbad.

Und mein absoluter Favorit (macht allerdings wirklich viel Arbeit Smilie ) ist der Fichtenspitzenhonig, eins der besten Mittel gegen Husten.
Wer’s denn mal wagen will, kann sich schon jetzt darauf vorbereiten – hier ist das Rezept:

Zunächst werden die jungen, hellen Fichtenspitzentriebe, die ab Mai auftauchen, gesammelt.
Man kann das ganze auch mit Löwenzahnblüten mischen, der Aufstrich wird dann milder.
Die Fichtenspitzen und ggf. die Löwenzahnblüten werden in einen Topf gegeben, so dass der Topf etwa halb voll ist, und mit kaltem Wasser aufgegossen (Topf annähernd randvoll).
Diese Mischung bleibt abgedeckt 24 Stunden stehen.
Danach wird alles eine Stunde gekocht und erneut 24 Stunden abgedeckt stehen gelassen.
Dann drückt man die Masse durch ein Tuch aus. (Die ausgedrückte Masse nicht wegwerfen – sie ergibt ebenfalls ein prima Erfrischungsbad!)
Der verbleibende Saft wird dann mit braunem Kandiszucker gekocht.
Dazu wird pro Liter Saft 400 g Kandis eingerührt und das ganze auf schwacher Flamme geköchelt. (Der Deckel muss runter vom Topf, damit die unnötige Flüssigkeit entweichen kann.)
Dieser Vorgang kann bis zu sechs Stunden dauern.
Um die richtige Konsistenz zu erreichen, nimmt man zwischendurch eine Löffelprobe und lässt sie abkühlen.
Wenn der Aufstrich die richtige Zähigkeit erreicht hat, wird er heiß in Gläser abgefüllt.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Wer denn einmal damit angefangen hat, den lässt das Mysterium um die Heilpflanzen nicht mehr los.
Sehr schnell wird dann ziemlich viel zusammenkommen, was da überall als Kräuterbüschel oder in Obststeigen vor sich hin trocknet.
All das sollte der Heilwirkung wegen innerhalb eines Jahres verbraucht sein.
Ihr werdet bald feststellen, dass nach einem Jahr immer noch sehr viele Kräuter vom vergangenen Jahr da sind.
Das macht überhaupt nichts, denn daraus können wir nun Heilkräuterbäder herstellen.
Man nimmt dazu einfach die Mischung aus allen Kräutern, die übrig geblieben sind und geht folgendermaßen vor:

Zwei Hände voll von den Kräutern werden 10 bis 20 Minuten in etwa 2 Litern Wasser gekocht.
Danach soll das Ganze mehrere Stunden stehen und dann ins Badewasser gegeben werden.
Vor allem bei Erkältung ist es empfehlenswert nach dem Bad gleich ins Bett zu gehen.
Oft kann man schwitzen. Das ist ein gutes Zeichen. Wichtig ist nur, den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

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Buschmann
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