Heilpflanzen
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toy3
Spaziergänger


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BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 21:51    Titel: Heilpflanzen Antworten mit Zitat

Hallo,

kennt sich Jemand von euch mit Heilpflanzen aus? Vor allem bei längeren Trekking-Touren kann dies sehr hilfreich sein.

Gruß,
Jonas
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 22.11.2006, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Tach auch,

das Thema ist zwar schon ein wenig älter, wenn ich aber sehe, dass in einigen anderen threads über die verschiedensten Mittelchen gegen Husten oder Insektenstiche etc. diskutiert wird, denke ich, das Thema Heilpflanzen könnte ganz interessant werden.

Nun, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens ist auch hier der Unterschied zwischen Theorie und Praxis nicht ganz unerheblich.
Soll heißen, die wenigsten Pflanzen werdet ihr über's Internet lernen.
Allerdings lässt sich autodidaktisch, auch mit Unterstützung aus dem Internet, enorm viel machen. Dazu braucht's aber ein wenig Geduld.
Wer sie mitbringt, wird von der Mächtigkeit der Heilpflanzen beeindruckt werden.

In diesem Sinne
Grüße vom Buschmann


Zuletzt bearbeitet von Buschmann am 10.02.2007, 14:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Sodala, die milden Temperaturen werden uns in diesem Jahr einen verfrühten Beginn der Heilpflanzenzeit bescheren.
Aus diesem Grunde möchte ich auch frühzeitig beginnen, damit hier möglichst viel zusammenfließt und möglichst viele die Gelegenheit haben, die Dinge in der Praxis auszuprobieren.

Wichtig: Die meisten Pflanzen wachsen nur eine begrenzte Zeit, bzw. deren Wirkstoffe sind nur in einem sehr begrenzten Zeitraum für die Zubereitung von Heilmitteln geeignet oder vorhanden. Heißt, wenn wir diesen Zeitraum verpennen, müssen wir mit dieser Pflanze bis zum nächsten Jahr warten!

Die Natur hat uns sinnigerweise für jede Zeit die richtigen Pflanzen bereitgestellt.
Die Zauberworte für den richtigen Gebrauch lauten dabei „regional“ und „saisonal“.
Unser Organismus ist seit Jahrtausenden gewohnt an das, was in unseren Breiten wächst. In Bezug auf Heilung und Prophylaxe hat er sich dabei an die Wirkstoffe der heimischen Pflanzen angepasst.

Der Frühling steht dazu ganz im Zeichen der Entschlackung, Entgiftung, Reinigung der Organe, ganz einfach um ein paar überflüssige Ablagerungen abzubauen, die sich mit dem Winterspeck angesetzt haben. Smilie

Würde mich freuen, wenn wir hier einige Pflanzen zusammenbekommen würden – ganz klasse wäre das ganze noch mit Bild und einer Beschreibung über Heilwirkung, Zubereitung etc.

Grüße Buschmann

Noch ein wichtiger Hinweis:
Bitte vor dem Sammeln erkundigen, ob bestimmte Pflanzen unter Naturschutz stehen. Das ist von Region zu Region sehr unterschiedlich Ausrufezeichen
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Die Brennnessel



Heilwirkung: Blut reinigend und -bildend, Eisen bildend, hilft bei Gicht, Rheuma und Ablagerungen in den Gelenken, ist durchblutungsfördernd und gut für die Haare.

Zubereitung als Tee und Wildgemüse (Zubereitung wie Spinat).
Absolut klasse schmeckt die Brennnessel, wenn sie im Pfannkuchenteig ausgebraten wird!



Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Das Scharbockskraut



Eva Aschenbrenner schreibt: „Nach schneearmen Wintern kommt das Scharbockskraut schon sehr bald aus dem Boden.“

Also gute Bedingungen, damit wir bald die ersten Versuche starten können. Smilie

Das Scharbockskraut hilft bei Entzündungen im Körper aber auch bei Hämorrhoiden und Venenleiden.

Die jungen Blättchen (vor der Blüte ernten, mit der Blütezeit werden sie leicht giftig) werden zum Salat gegeben. Sie haben einen angenehm milden Geschmack.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gänseblümchen



….wächst schon jetzt in meinem Garten.

Heilwirkung: Leber reinigend, Blut reinigend, hilft bei Atemwegsproblemen wie Angina, Asthma und Bronchitis und ist gut für die Galle.

Man gibt es aufs Butterbrot oder in den Salat.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

tja, da muss ich doch gleich noch einen nachlegen…..

Als ob Mutter Natur den von mir prognoszierten Frühjahrsfrühstart bestätigen wollte, begegneten mir soeben die ersten Huflattichpflänzchen.



Die gelben Blüten, die als erstes jetzt sichtbar werden und in einigen Wochen verschwunden sind (sie werden häufig mit Löwenzahnblüten verwechselt), sind charakteristisch für eine der ersten Pflanzen im Jahr.

Der Huflattich hat sehr gute Heilwirkungen bei Husten, Bronchitis und Kopfschmerzen.

Zubereitung als Tee oder Wildgemüse.
Als Gemüse lässt sich die Pflanze zu ganz interessanten Kombinationen verarbeiten, zum Beispiel als gefüllte Kohlrabi, oder als Alternative zu Krautwickeln oder in der Art von gefüllten Weinbergblättern. Die jungen Huflattichknospen lassen sich ähnlich wie Rosenkohl zubereiten.
Für die Hartgesottenen: Getrockneter Huflattich lässt sich auch in der Pfeife rauchen. Lachen

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 11.02.2007, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ein paar übergreifende Worte zwischendurch…..

Zu unterschiedlichen Wachstumszeiten können je nach Pflanze alle Teile verarbeitet werden, wohingegen die gleichen Teile anderer Pflanzen zu bestimmten Zeiten oder auch grundsätzlich giftig sind.
Deswegen sollte der Erfahrungsschatz langsam im praktischen Tun erweitert werden.
Von der Sprosse über die Stängel, das Blattwerk, die Knospen, die Früchte, die Samen bis hin zur Wurzel haben wir dabei von Pflanze zu Pflanze die unterschiedlichsten Ausgangsmittel für die Verarbeitung.

Mit ein wenig Übung wird man dann sehr schnell in der Lage sein, Tees, Salben, Tinkturen, Absude, Auflagen oder Kräuterbäder selbst herzustellen.

Es wird dann auch sehr schnell deutlich, dass die Sammelzeit große Bedeutung hat und zwar die Jahres- und die Tageszeit.

So sollte alles was oberirdisch wächst zum höchsten Sonnenstand – also um die Mittagszeit – geerntet werden, Wurzeln hingegen in den Abendstunden oder nachts.

Grüße
Buschmann


Zuletzt bearbeitet von Buschmann am 28.02.2007, 19:47, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 11.02.2007, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ebenfalls in wenigen Wochen wird der Bärlauch auftauchen.



In den letzten Jahren stark in Mode gekommen, kennt wohl fast jeder seinen herzhaften knoblauchartigen Geschmack.
Im Gegensatz zum Knoblauch hat man nach dem Verzehr nicht diese oftmals ungeliebten Ausdünstungen. Lachen

Bärlauch ist blutdruckausgleichend und organreinigend.
Er eignet sich prima zum Verfeinern von Suppen und Gemüse oder als Salatbeigabe oder man probiert’s einfach mal auf dem Butterbrot.

Vorsicht, er ist vielerorts geschützt.

Noch größere Vorsicht: Seine Blätter können (optisch) leicht mit der Herbstzeitlosen oder dem Maiglöckchen verwechselt werden.
Beide Pflanzen sind mit der ausreichenden Dosierung tödlich giftig Ausrufezeichen
Aber alleine der Geruch ist eigentlich Erkennungsmerkmal genug, wenn dann noch die Blüte hinzukommt, dürfte überhaupt keine Verwechslungsgefahr mehr gegeben sein. Im Übrigen hat jedes Blatt des Bärlauchs, im Gegensatz zu den andern beiden, eine eigene Wurzel (Knolle).

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Pflanze, die ebenso sehr früh im Jahr auftaucht und dann bis zum späten Herbst durchhält Winken ist der Wegerich. Die Wirkstoffe von Spitzwegerich, mittlerem Wegerich und Breitwegerich sind sehr ähnlich, wobei der Spitzwegerich die größte Heilkraft besitzt.



Manche kennen vielleicht den Spitzwegerich als Hustensaft aus der Drogerie. Dieses hervorragende Hustenmittel lässt sich leicht selbst herstellen – beispielsweise wenn man den Wegerich durch den Fleischwolf dreht.

Er ist auch gleichzeitig das beste Mittel, das ich gegen Mückenstiche kenne Ausrufezeichen

Auch unterstützt die Pflanze die Wundheilung. Zerquetscht, und wenn möglich mit Kamille kombiniert, auf die Wunde gelegt, beschleunigt sie die Heilung.

Die Wegerichsorten können als Salat, Gemüse oder Tee verarbeitet werden. Vor dem Essen empfiehlt es sich, die (fünf) zähen Stränge an der Unterseite der Blätter zu entfernen.

Grüße
Buschmann
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