Reisebericht "THE REAL OUTBACK" - Australien

 
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Anmeldedatum: 26.01.2005
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BeitragVerfasst am: 26.01.2005, 14:53    Titel: Reisebericht "THE REAL OUTBACK" - Australien Antworten mit Zitat

Ein Erfahrungsbericht von Backpackern im Outback! "THE REAL OUTBACK"
Eine 10tägige Tour durchs australische Outback, die etwas mehr beinhaltet als die 3 oder 4tägigen Touren, die sich auf die Haupttouristenpunkte konzentieren bringt einem das „Outback-feeling“ schon noch etwas näher! Das zu erleben gehört meiner Meinung nach schon zu Down Under dazu! Welches ja zu dreiviertel nur aus Outback besteht! Dies war auch der Grund, weshalb wir uns ganz spontan für eben eine solche entschieden haben; ohne eigentlich genau zu wissen, was uns erwartet!
Tag 1: Los gings für uns beide und 8 weitere Personen am Montag morgen um 7 Uhr. Unser Tourguide holte uns alle von den verschiedenen Hostels in Adelaide ab und nachdem noch kurz bei einem Kaffee ein paar Formalitäten erledigt wurden, machten wir uns im voll gepackten und gut ausgestatteten Landcruiser auf den Weg. Das Ziel an unserem ersten Tag waren die Flinders Ranges - die grösste Bergkette Südaustraliens, dessen Bergmassiv selten höher als 1000 m ist und die sich ungefähr100 km nordöstlich von Port Augusta über ca.450 km nach Lake Callahonna erstrecken. Auf dem kleinen Spaziergang, den wir dort in der savannenartigen Landschaft machten, sind uns gleich massig Kägurus begegnet! Allerdings nicht nur Lebende, es kann schon vorkommen, dass man ab und zu mal über ein Känguruskelett stolpert. Sehr schön fanden wir dort alledings das farbenfrohe Schimmern des Quarzgesteins auf den Gipfeln. Dann hielten wir nochmal an, um Holz zu sammeln und siehe da, dort konnten wir gleich noch Bekanntschaft mit einer Redback Spider schliessen, die sich in einem Ast versteckte. Anschließend gings dann zu unserem ersten Schlafplatz, der sich in the middle of nowhere in wunderschöner Naturlandschaft befand. Das gemeinsame Kochen überm Lagerfeuer und das Schlafen unter freiem Himmel mit Blick auf den Sternenhimmel war eine neue und tolle Erfahrung.
Am nächsten Morgen gings ein Stück weiter im Outback mit unserem Landcruiser und wir kamen bald zum bekanntesten Wahrzeichen der Flinders Ranges, wo wir natürlich auch Halt gemacht haben. Dies ist der Wilpena Pound, eine gigantische sichelförmige Bergformation. Auf einem der kleinen Bushwalks in dieser Gegend kamen wir auch zu einem Felsen, an dem wir Aboriginalmalereien sehen konnten.
Der 3.Tag führte uns nach weiteren ungefähr 400 km zu einem der grössten Salzseen der Welt: dem Lake Eyre. Dieser befindet sich östlich von Cooper Pedy und liegt 15m unter dem Meeresspiegel. Ein traumhafter Anblick, da er wie ein riesiges Schneefeld mitten in der Wüste wirkt. Die 56 Grad, die wir zu diesem Zeitpunkt hatten, hielten uns dann allerdings doch davon ab, länger drauf rumzumaschieren.Wir erlebten sogar schmelzende FlipFlops und ein schmelzendes Plastikarmband einer Uhr. Da es aber im Outback ja bekanntlich keine Zeit gibt - was wir auch grösstenteils so empfunden haben - war diese auch nicht mehr unbedingt nötig.Wenn man das seltene Glück hat den Lake Eyre nicht im trockenem Zustand, sondern mit Wasser gefüllt zu sehen ( seit Beginn der Aufzeichnungen erst zweimal ) , so soll dieser wirken wie eine Oase mit bunten Blumenteppichen. Unser Zuhause für die Nacht wurde diesmal ein 10 Einwohnerdorf, William Creek, um das herum sich ausschliesslich Busch befindet. Natürlich wieder unter freiem Himmel-allerdings auf einem Campingplatz.Somit gabs dort auch Duschen zum erfrischen, die wir auch bitter nötig hatten bei der unvorstellbaren Hitze und Trockenheit. Und: was William Creek noch zu bieten hatte, ist ein Outback Roadhouse, in dem wir an diesem Abend noch ein paar Drinks zu uns genommen haben....
Am nächsten Morgen - unserem 4.Tag - gings weiter ein paar km westlich nach Coober Pedy. (was auf die Aboriginis zurückgeht und `weisser Mann im Loch bedeutet´) Dieses liegt 850 km nördlich von Adelaide und ist bekannt für das riesige Opalvorkommen und für die ungewöhnliche Art von Unterkünften. Die Häuser in Coober Pedy werden in die Berge gebohrt und bieten den Menschen dort eine konstante angenehme Kühle von ca. 22°C. Was das Leben dort natürlich bei Außentemperaturen, die im Sommer auf bis zu 50°C steigen, erheblich erleichert. Wir hatten dort auch die Möglichkeit, in einem unterirdischen Haus zu schlafen und haben so selber erfahren, wie angenehm die Stille und Dunkelheit, die dort nachts herrscht sein kann. Auch ein Opalmuseum, in dem uns ein sehr interressanter Film über die Entdeckung der Opale und Vorgehensweise in den Opalminen gezeigt wurde, und in dem es eine riesen Auswahl an Opalen (natürlich v.a. in alle möglichen Arten von Schmuck verarbeitet) in allen Preislagen zu kaufen gab.



Am 5.und 6. Tag brachte uns unser Landcruiser weiter über den Oodnadatta Track - einer der bekanntesten meistbefahrendsten Pisten des Kontinent - entlang durch die Simpson Desert. Wie jeden Tag waren wir fasziniert von der unendlichen Weite und Distanz des Outbacks. Hunderte von Kilometern unveränderte Landschaft und eine grosse Staubwolke, die wir hinter uns herzogen. Unveränderte trockene rotgrüne Landschaft wäre gelogen, ab und zu düsten wir an Schaf –und Rinderherden, Kamelen, Brumies(Wildpferde), Eseln und Kängurus vorbei. Oder die Kängurus an unserer Windschutzscheibe.Gott sei dank blieben die 10 Tage alle von uns verschont und unser Tourguide konnte immer rechtzeitig bremsen. An diesem Tag machten wir auch Halt am berühmten Dog Fence.Das längste von Menschen errichtete Bauwerk, von dem einige Teile sogar bis 100Jahre alt sind. Dieser ist zwischen 1,5 und 2,5m hoch und ca.5500 m lang und geht von der Coldcoast in Queensland bis in die Nähe von Ceduna in Südaustralien. Da er die Schafherden vor Dingos schützen soll, wird er immer noch ständig gewartet.
Am 7.Tag war unser Ziel ein Felsen, mit dem jeder sofort das Land Australien verbindet: Der Ayers Rock oder wie er in der Landssprache genannt wird: Uluru - was übersetzt `schattiger Platz ` bedeutet. Mitten im Red Center dieser riesige Monolith. Die Macht, die von ihm ausgeht war gewaltig für uns. Er ist ungefähr 450 m lang, 250 m breit und 348,7 m hoch, 600 Mill. Jahre alt und wechselt seine Farbe bei Sonnenauf- bzw. untergang, je nach Wolkenbildung und Stand der Sonne. Was wir am Abend mit einer Flasche Champagner auch bewundern durften.Wir starteten dort eine 3 stündige Wanderung um den Uluru herum (3 Liter Wassser waren ein Muss!?). Ausserdem besuchten wir anschließend noch das Kulturzentrum, in dem man einiges über das Leben der Aboriginis erfahren konnte und natürlich - wie soll es an einem touristischem Ort wie diesem auch anders sein - die Möglichkeit hatte, jede Menge unterschiedlichste Souvenirs in Aboriginal Art zu kaufen.
Am Tag 8 hieß es nicht erst nach Sonnenaufgang aufzustehen, sondern schon um 4.30Uhr, um von einem Lookout aus den Ayers Rock wie auch die Olgas bei aufgehender Sonne sehen zu können. Anschliessend waren unser Ziel die Olgas ( in der Sprache der Ureinwohner: Kata Tjuta, was soviel wie `viele Köpfe` heisst ), die rund 30 km westlich des Ayers Rock liegen. Sie bestehen wie auch dieser aus Sedimentgestein und sind ursprünglich eine umgekippte Gesteinslage, die durch Erdbewegungen an die Oberfläche gedrückt wurde. Auch hier machten wir eine 3 stündige Wanderung, die uns durch das Valley of Winds führte und etwas steiler und felsiger war als der Uluruspaziergang. Aussichtspunkte mit Blick auf wirklich wunderschöne Landschaften wie faszinierende Schluchten, Täler, Bäche und Oasen erwarteten uns. Der Abend dieses langen Tages endete weniger schön, da wir auf der Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht im roten Sand stecken blieben. Nach zwei Stunden und dutzend vergeblichen Versuchen gelang es uns endlich unseren Landcruiser samt Anhänger wieder rauszubekommen. Den Schlaf, nach dem wir uns dann nach `Aufbauen `unseres Schlafplatzes sehr gesehnt hatten, wollten uns diesen Abend die Moisquitos nicht gönnen! Deshalb stellten wir diese Nacht Zelte auf.
Am nächsten Morgen, dem 9.Tag, waren wir wieder einigermassen fit und es konnte losgehen zu dem letzen grossen Highlight...dem kleinem `Grand Canyon` Australiens: dem Kings Canyon. Er ist die grössste und spektakulärste Schlucht Zentralaustraliens ( über 100 m Höhe und 1km Länge) Die farbenprächtige Felswände und die riesigen Flusseukalypten, die im Trockental stehen, haben uns auf dem fast 4stündigem Walk schon sehr fasziniert.
Der 10. und letzte Tag führte uns jetzt noch 320 km südwestlich durch die Western Mc Donnells nach Alice Springs. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch die Möglichkeit in einem Billabong zu schwimmen, was bis auf die Begegnung einer Schlange sehr schön war. In Alice Springs angekommen liessen wir den Abend mit einem schönen Essen –nein nicht selbst überm Feuer- sondern in einem netten Restaurant ausklingen..................................
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BeitragVerfasst am: 04.04.2006, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Soll ich das jetzt als Werbung sehen?

Gehört hier eigentlich nicht rein...
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