Wasser
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 20.12.2006, 19:31    Titel: Wasser Antworten mit Zitat

Der Mensch besteht zu ca. 60 % aus Wasser. Bei einem 70 kg schweren Menschen entspricht das 42 Litern. Schon hieraus ist die Wichtigkeit des Wasserhaushaltes für den Organismus ersichtlich.

Der Körper scheidet pro Tag etwa 2,5 ltr. Wasser in Form von Harn, Schweiß und Atemluft aus.
Diese 2,5 Liter müssen dem Körper als Ausgleich täglich wieder zugeführt werden. Diese Menge steigert sich bei körperlicher Arbeit, Hitze; Kälte und Stress beträchtlich.

In einer Notsituation kann die Kenntnis über die Wassergewinnung lebensrettend sein.
In meinen Survivaltrainings hat deshalb dieser Punkt einen besonders hohen Stellenwert.

Zunächst unterscheiden wir im Hinblick auf die Wassergewinnung die Wasservorkommen, also Oberflächenwasser, Grundwasser und meteorisches Wasser.
Bei den Techniken unterscheiden wir zwischen graben, auffangen, verdunsten und schmelzen.
Beim trinkbar machen von verunreinigtem Wasser unterscheiden wir zwischen Wasserklärung und Wasserentkeimung.

Hier also wieder meine obligatorische Frage: Wer von euch hat davon denn schon etwas in die Praxis umgesetzt und wie? Sehr glücklich

Grüße
Buschmann
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Also lege ich mal selbst los mit den praktischen Erfahrungen:

Wasserfilter

Wasser zu filtern ist immer dann notwendig, wenn man schmutziges Wasser von Schwebteilchen befreien mag oder auch für die Entgiftung (hierbei jedoch Vorsicht – auf dieses subtile Thema werde ich noch näher eingehen.)

Erste aller Möglichkeiten ist die Methode der „natürlichen“ Filterung, Anwendung beim Oberflächenwasser, also bei Tümpeln, Flüssen usw.

Dazu gräbt man 2 – 3 Meter vom Uferrand entfernt ein Loch (natürlich bis unterhalb des Wasserspiegels). Das Loch füllt sich relativ schnell mit Wasser und ist „natürlich“ gefiltert.

Grüße
Buschmann
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 05.01.2007, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab schon einige Beiträge gelesen, in denen verschiedene Filter diskutiert wurden, allerdings müsste man jeden vorher kaufen.
Was tun, wenn’s mich jetzt da draußen verschlagen hat und die Notwendigkeit besteht, Wasser zu filtern?
Na ja, eben selbst einen basteln, das Material finden wir immer.

Als Filterbehälter genügt eine Flasche, ein Eimer, eine Dose, ein Bambusrohr oder notfalls eine zusammengerollte Zeitung.

Material im Filter: Kies, Sand und Holzkohle.

Dort wo Wasser eingefüllt wird, brauchen wir eine große Öffnung, dann füllen wir den Filter in der Reihenfolge: Sand, Kies, Holzkohle, Kies, Sand – alles in derselben Höhe.
Wer etwas Watte oder einen Streifen Stoff übrig hat, nimmt das als aller oberste Schicht, das filtert zunächst die groben Schwebeteilchen.
Der wichtigste Stoff im Filter ist die Holzkohle, sie absorbiert vorhandene Gifte.
Der Wasseraustritt muss deshalb auch sehr klein sein, damit das zu filternde Wasser möglichst lange in der Holzkohle verweilt.

Grüße
Buschmann
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gpz999r
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BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da ich das Pumpen und dergleichen satt hatte und Chemie für mich nicht in frage kam, habe ich mich auf die Suche gemacht und einen Water-Pen entdeckt.

Dieser entkeimt das Wasser mit Ozon und ist von der Anwendung her sehr einfach.

Wasser ins Gefäß Water-Pen rein und etwas warten und das Wasser ist entkeimt.

Wenns interssiert hier der Link:

http://www.ozonzelle.de

Güße

gpz999r
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Water-Pen?

Der Thread ist unter dem Thema Survival angesiedelt.
In einer unvorhersehbaren Ausnahmesituation wir man wohl ein solches Gerät nicht unbedingt dabei haben - danke trotzdem für den Tipp.
(Ich gehe zunächst mal davon aus, dass dein Beitrag keine Werbung darstellen soll.)

Grüße
Buschmann
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Replay
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BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verwende einen Katadyn-Filter (sofern mich meine Erkrankung nicht wieder ans Haus bindet). Das Ding ist leicht, klein und sehr wirkungsvoll.

Allerdings bleibt die Frage, ob man immer Holzkohle hat, wenn man in eine unvorhergesehene Situation gerät. Auch ist es nicht gewiß, ob man an Sand und Kies kommt. In einer solchen Situation ist es eher möglich, neben einem Bach in etwa zwei Meter Abstand ein Loch zu graben, das natürlich bis unter die Wasseroberfläche reichen muß. Das Loch füllt sich und man hat gefiltertes, sauberes Wasser (sofern der Boden nicht mit irgendwas kontaminiert ist)

Grüße

Replay
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Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht?
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Replay

ja, die natürliche Filterung ist ein probates Mittel (hatte ich schon weiter oben erwähnt).
Allerdings finden sich häufiger kleine Tümpel mit Dreckwasser, und dazu ist die genannte Methode mit der Holzkohle absolut empfehlenswert.
Nur wieso soll es an Holzkohle mangeln? Wer in der Lage ist, Feuer zu machen, hat auch Holzkohle. Cool

Übrigens, den Katadyn hab ich auch - der hat uns am Yukon hervorragende Dienste geleistet.

Grüße
Buschmann
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 19.08.2007, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe auch den Katadyn Wasserfilter, benutze ihn aber fast nie. Den Water pen kenne ich nicht, aber es gibt auch andere Röhrchenmodelle zum Entkeimen. Wie gut sie sind weiß ich nicht und die Filtermenge ist auf wenige Litern beschränkt.
Gruß
Ingo
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Tourix
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BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich benutze immer die Micropur Tapletten.
Leider haben die inzwischen etwas Chlor, während sie bis vor rund 10 Jahren nur mit Silberionen wirkten.
Sind wir empfindlicher geworden, oder sind die gesetzlichen Anforderungen strenger?


Mal ein kleines Erlebnis, zum Thema Wassermangel:
Ich habe mal in Südtirol eine ein-Tages tour gemacht.
Über 35 Km und knapp 2000 Höhenmeter (hin und zurück).
Ich habe mich vorher voll getrunken und eine 1,5 Liter Wasserflasche mitgenommen.
Es wurde unerwartet ein sehr heißer Tag und ich hatte die Entfernung und gesamthöhe etwas unterschätzt.
Das Wasser reichte für den Hinweg und für die Hälfte des Rückweges. Ohne Wasser konnte ich noch etwa eine weitere Stunde recht schnell vorankommen.
Und dann war schlagartig schluss. - Ich konnte nur noch schleichen.
So schleppte ich mich mühsam die vorletzte Steigung hoch, zu einer Almwirtschaft mit Brunnen.
Das Wasser schmeckte ekelhaft. Es war unglaublich sauer. Trotzdem trank ich was ich konnte und schlich weiter.
Während der letzten Etappe begleiteten mich Tagträume, nach denen ich mir lebhaft Wasser, Bier, Milch, O-Saft, Kakao, Kaffee und einiges mehr vorstellte und mir vornahm das alles zu trinken.
Nachdem ich das Auto erreichte, trank ich erst einmal Wasser. Es war wieder furchtbar sauer. Danach trank ich Kakao und O-Saft. Beides schmeckte anfangs ebenfalls extrem sauer, bis sich der Geschmack langsam normalisierte.
Für diese Tour benötigte ich etwa 12 Stunden. Das Wasser reichte etwa 10 Stunden. Für die letzte Etappe hätte ich 1 Stunde benötigt, brauchte aber zwei Stunden, obwohl ich auf der Alm "zwischentanken" konnte.
VG
Achim
_________________
Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig
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PATHFINDER
Wanderer


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BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

micropur und chlor wirken so weit mir bekannt ist unterschiedlich, was das bakterien und keime killen anbelangt. silberionen sind eigentlich nicht zum entkeimen gedacht, sondern um wasser zu konservieren, NACHDEM es gefilter/ oder und entkeimt wurde. ozon entkeimung ist nicht sehr ergiebig. man verwendet ozonentkeimung auch bei schwimmbädern, jedoch wird man nie um zusätzlich chlor herumkommen.

ich habe neulich in einem buch geblättert, da wurde unter anderem folgende methode zur wassergewinnung in notsituationen beschrieben: morgens durch das taunasse gras stoff (hemd o.Ä.) ziehen und das tauwasser, dass der stoff aufsaugt, dann auswringen.

über ein loch eine folie spannen, die sonne lässt dann die luftfeuchtigkeit kondensieren. ausbeute erhöht sich, wenn man das loch zusätzlich feucht macht (verschwitzes shirt, urin etc.)
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