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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 05.01.2007, 19:16 Titel: "Wundermittel" |
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Es gibt einige Dinge, die obwohl total unscheinbar, enorm hilfreich sein können.
Dieser Thread soll dazu dienen, unsere Erfahrungen zusammenzuwerfen und so zum "Handbuch für den kleinen MC Guyver“ zu werden.
Ich beginne mal mit einem ganz banalen Stoff – Asche.
Asche findet sehr erfolgreich Verwendung beim
Filtern von Wasser (hier als Holzkohle) siehe http://www.rucksack-center.de/forum/ftopic846.html
Feuermachen! Alles, was schon mal gebrannt hat, brennt viel leichter wieder an als Material, das noch nicht gebrannt hat, relative einfach nachzuvollziehen bei Kerzen oder auch der Zigarren- und Pfeifenraucher weiß davon ein Lied zu singen. Und dann gibt’s natürlich noch die urige Nehberg-Methode wie schon im Thread „Feuer“ erwähnt.
Etwas Asche gehört bei mir grundsätzlich in die Feuerdose.
Entgiften! Asche oder auch Holzkohle ist dieselbe Substanz, die auch in Kohlekompretten ist, nämlich verkokste Pflanzenreste. Sie absorbiert Gifte.
Trinkbarmachen von kondensiertem Wasser.
Soviel zunächst mal von mir – wer hat das nächste?
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.01.2007, 16:34 Titel: |
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Nun, hier hat sich ja noch nicht viel Neues getan.
Dann eben von mir das nächste Wundermittel:
Kaliumpermanganat
Ja, zugegeben, das wächst nicht frei in der Natur, gehört aber dennoch immer zu meiner Minimalausstattung.
In erster Linie ist es ein hervorragendes Mittel zum Desinfizieren, beispielsweise bei entzündeten Blasen. Dazu löst man einfach ein paar Brösel in Wasser oder Urin auf.
Imponierend ist seine Eigenschaft beim Feuermachen. Auf ein kleines Häufchen Kaliumpermanganat ein paar Tropfen Glycerin oder Frostschutzmittel träufeln, nach ein paar Sekunden beginnt das ganze zu kokeln und entlädt sich in einer Stichflamme!
Funktioniert auch wenn man den Stoff mit Zucker mischt und mit einem Messer auf einem Stein verreibt.
Und zu guter letzt kann man es gut für Notsignale verwenden (im Wasser). Ein paar Brösel ins Wasser gegeben, und es entsteht sofort ein riesiger roter Fleck.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 12.01.2007, 18:17 Titel: |
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Offenbar gelingt mir das mit der Inspiration noch nicht so richtig.
Oder möchtet ihr eure „Wunderwaffen“ nicht preisgeben?
Na gut, dann wieder eins aus meiner Feder:
Harz, also das Baumharz, am besten von Fichten oder Tannen
Dass Harz ein prima Klebstoff ist, liegt auf der Hand. Ein wenig am Feuer erwärmen und schon lassen sich kleine Problemchen beheben, beispielsweise an der Zeltplane.
Was sicher die wenigsten wissen, Harz ist ein Heilmittel – es hilft bei Bauchschmerzen!
Dazu wird ein wenig Harz zu einem kleinen Kügelchen gerollt und runtergeschluckt.
(Nicht drauf beißen, sonst klebt das Kauwerkzeug.)
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 16.01.2007, 14:45 Titel: |
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Ok, dann bleibe ich Alleinunterhalter…..
Nächstes „Mutitaskinggewächs“ – die Weide
Ihre elastischen Zweige lassen sich hervorragend flechten, vom Pilzkorb bis zur Fischreuse – erste Sahne.
Wenn man junge Weidenzweige, an beiden Enden gepackt, unter dem Stiefel hin und herwalkt, werden sie so geschmeidig, dass sie sich als Ersatz für Schnüre eignen – ich hab damit schon ganze Behelfsunterkünfte zusammengebunden.
Und der Oberclou: die Weide ist DER Schmerzmittelbaum schlechthin. Salicin, der Wirkstoff in Aspirin, ist der Stoff, der in der Weide ist.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 22.01.2007, 19:26 Titel: |
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Ebenfalls mehrere Funktionen bietet uns die Brennnessel.
Ihre Stängel sind extrem faserig. Wenn wir von drei (möglichst großen) Brennnesselstängel die Blätter abstreifen und sie verflechten, erhalten wir hervorragende Behelfsstricke – ideal geeignet für die kleineren Arbeiten wie Abdeckung für’s Feuerholz oder unsere Vorratsgrube.
Früher verarbeitete man die faserigen Stängel zu Leinen und fertigte Kleidung damit – das kommt übrigens gerade wieder in Mode
Kulinarisch gibt uns die Brennnessel auch einiges her, vom Tee über Gemüse bis hin zu meiner absoluten Lieblingsbeilage: Brennnessel im Pfannkuchenteig!
Tja und als Heilmittel ist das Kraut schon seit ewigen Zeiten bekannt. Seine Brennwirkung ist sehr hilfreich zur Durchblutung, gegen Gicht und Rheuma, enthält viel Eisen, ist Blut bildend, schwemmt Ablagerungen in den Gelenken aus und ist ein gutes Mittel für die Haare (wie unschwer an meinem Profilbild zu sehen )
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
Wohnort: Arnsberg
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Verfasst am: 31.01.2007, 09:43 Titel: |
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Bevor das ein Monolog wird. Oft kommt man zum Trinken nicht
richtig an das Wasser ran, oder man hat kein Schöpfgefäß.
Hier kann man sich gut mit einem hohlen Halm zum Ansaugen
behelfen. In der freien Natur z.B. einen Holundertrieb von dem
inneren Mark befreien und fertig ist der Trinkhalm. Es gibt jedoch
noch etliche andere Pflanzen mit bereits hohlen Stengel. Nur sollte
die nicht gerade giftig sein .
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.02.2007, 15:07 Titel: |
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Hallo Jochen,
sehr guter Hinweis!
Kleine Ergänzung zu dem Holunderästchen: Die abgestorbenen (davon gibt’s an dem Strauch immer genügend) eignen sich am besten für das Aushöhlen.
Weitere Alternativen bieten vorzugsweise die Doldengewächse wie Engelwurz, Kerbel, Pastinak etc.
Aber wie Jochen folgerichtig sagt, man sollte diese Pflanzen sehr gut kennen. So gehört beispielsweise der Schierling auch zu der Familie der Doldenblütler. Er enthält u. A. das Nervengift Coniin, richtig dosiert tritt der Tod innerhalb einer halben Stunde durch Lähmung der Atemwege ein.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 14.02.2007, 16:26 Titel: |
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Der Ackerschachtelhalm ist einerseits eine hervorragende Heilpflanze. Er hilft bei Nieren- und Blasenproblemen. Man kann ihn neben der Zubereitung zu Tee als Sitzbad anwenden oder als Auflage bei Geschwüren.
Die Zusatzbezeichnung „Zinnkraut“ hat die Pflanze deshalb, weil man früher damit das Zinn geputzt hat.
Das kann man sich auch heute prima zu Nutze machen, beispielsweise zum Putzen seines Kochtopfs oder der Pfanne.
Als Reinigungsmittel kann man (wenn’s denn gerade zu dieser Zeit und genau dort wächst) das Seifenkraut nehmen oder (hab ich das etwa oben vergessen? ) natürlich auch die Asche.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 05.08.2007, 17:09 Titel: |
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Nun muss ich noch einen kleinen Nachtrag zum Baumharz machen.
Man lernt ja bekanntlich nie aus…….
So habe ich erst kürzlich von einem alten Schamanen am Yukon gelernt, dass Baumharz frische Wunden sehr gut verschließt und zur schnelleren Wundheilung beiträgt.
Wir haben’s gleich getestet – es stimmt.
Grüße
Buschmann |
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Tourix Moderator
Anmeldedatum: 29.04.2007 Beiträge: 269
Wohnort: Hainburg
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Verfasst am: 06.10.2007, 21:46 Titel: |
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In der Antike waren die Griechen die bekanntesten Heiler.
Zur Wundheilung legten sie meist Käse auf die Wunden. Dieser Käse enthielt Antibiotika. Leider weiß ich nicht mehr welche Art Käse das war. Auf jeden Fall war es vom Schaf.
Ich habe kürzlich gehört, dass getrocknete, ausgehölte Zweige vom Holunder viel härter wäre, als Hartholz. Kann das jemand bestätigen?
In der Steinzeit sollen - neben Stein, mit Holunder sogar Löcher in Gestein gebohrt worden sein.
VG
Achim _________________ Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Aber das ist ja langweilig |
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