Erste Hilfe
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 16:52    Titel: Erste Hilfe Antworten mit Zitat

An einigen Stellen des Forums habe ich in Bezug auf Reisvorbereitungen hin und wieder auch ein wenig über die Erste-Hilfe-Ausstattung gelesen.

Das finde ich natürlich sehr lobenswert, insbesondere weil der Trekker doch öfter fern ab der Zivilisation und teilweise auch in schwer zugängigem Gelände unterwegs ist.

Wie aber schaut es mit euren Fertigkeiten aus?
Wer frischt denn regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder auf Frage

Grüße
Buschmann
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Waldschreck
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BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Da greifts Du richtig in ein Wespennest. Die meisten haben mal beim Führerschein oder bei anderen Prüfungen mit Maßnahmen am Unfallort zu tun gehabt. Ich habe die Maßnahmen im Leben bereits
3x gehabt. Nur, sollte ich diese jetzt ev. in einer Schocksituation
in die Tat umsetzen, hätte ich schon meine Schwierigkeiten. Viele Fehler passieren schon, wenn man den Verletzten falsch positioniert. Ist der Verletzte nicht ansprechbar, wird die Sache noch komplizierter. Ich muß z. B. an der Hautfarbe, an Atmung oder der Körpertemperatur erkennen, in welcher Situation sich der Verletzte befindet. Einen Druckverband anlegen, oder ein Glied schienen, hört da schon fast zu den leichteren Übungen.
Wer trägt hinterher die Verantwortung wenn ich in meinem gutgewollten Eifer, zudem ich ja verpflichtet bin, etwas falsch mache?

Jochen
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jochen,

ja, das ist in unserem ach so Vorschriften überladenen Deutschland so geregelt, dass man nur höchst selten einen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen muss. In vielen anderen Ländern muss der regelmäßig wiederholt werden.

Aber ich denke, gerade für den, der sich fernab der Zivilisation bewegt, sollte das Thema doch bewusst behandelt werden.

Und bevor es ans Knochen schienen, Zähne ziehen und an die Kleinamputation geht, einfach mal einen stinknormalen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz oder den Maltesern aufzufrischen, wäre doch da sicher ein guter Anfang, oder?

Grüße
Buschmann
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Waldschreck
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BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Buschmann

Da hast Du recht. Schön wäre es natürlich wenn man ein kleines
aus wasserfestem Papier hergestelltes Büchlein dabei hätte wo
man auch mal nachschauen könnte. Ich liege schon beim Anblick
einer Spritze in der Ecke, ob ich da einem starkt blutenden Menschen helfen könnte ? Die gelernte Theorie unterscheidet sich
schon stark von der Realität. Bei uns werden schon öfters "Notfallseminare"abgehalten. Da geht es dann aber richtig zur Sache. Auf einem Parkplatz liegt dann ein brenndes oder total
zerstörtes Auto. die" Unfallopfer" liegen blutverschmiert im Gelände.
Das sieht dann schon realistischer aus. So Übungen mit einer Plastikpuppe sind dann schon etwas weltfremd.

Jochen
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jochen,

so ein kleines Büchlein ist doch in jedem Verbandskasten, nicht grundsätzlich mit wasserfestem Papier, das stimmt schon.

Klar, Theorie und Praxis klaffen auch hier auseinander, allerdings lassen sich die meisten Dinge auch nicht absolut praxisnah üben.
Ich glaube aber, dass alleine die mentale Vorbereitung schon sehr nützlich ist.
Die Punkte der Erstuntersuchung checkpunktartig im Kopf zu haben ist da schon mal ein großes Plus. Alle weiteren ToDo’s ergeben sich dann schon fast von selbst.

Wer würde denn – jetzt nur mal zum Beispiel – auf die Schnelle 5 Punkte nennen können, die auf einen Schock hindeuten?

Grüße
Buschmann
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Waldschreck
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BeitragVerfasst am: 10.01.2007, 07:57    Titel: Antworten mit Zitat

Die Varianten die ich aus eigener Erfahrung kenne: z. T. völliges Ignorieren von größeren Verletzungen an Gliedmaßen, blasser Gesichtszug, wirres Reden. Ich habe damals nach einem schweren Radunfall den Rettungssanitäten im Krankenwagen auf dem Weg zur Notaufnahme Witze erzählt. Im Krankenhaus habe ich dann den behandelten Arzt erst einmal gebeten, er möchte meine Frau anrufen, sie solle mir etwas zu Essen ins Krankenhaus bringen.
Story meines Fluglehrers: Ein Pilot war mit seinem Drachen beim Hangfliegen abgestürtzt. Die Kollegen dachten ihn nicht mehr lebend aufzufinden. Als man dann an die Absturtzstelle kam, war er glücklicherweise am Leben. Ein Bein hatte aber einen offenen Bruch,es gab noch weitere Verletzungen, kann aber keine genauen Angaben dazu machen. Als er angesprochen wurde war er total aufgekratzt: habt ihr den tollen Flug gesehen, ich gehe jetzt sofort wieder auf den Berg und starte noch einmal. Man mußte ihn mit Mühe festhalten. Von seinen schweren Verletzungen hatte er noch nichts mitbekommen und fühlte auch keinen Schmerz.Liegt wohl an der erhöhten Endrofinausschüttung.Dies mal aus der Praxis
Jochen
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade wenn man sich fernab der Zivilisation bewegt, kann es vorkommen, dass man einen Verletzten transportieren muss.
Auch diese Kenntnis gehört zum Basisprogramm der Ersten Hilfe unter schwierigen Bedingungen. Cool
Eine relativ simple Methode zum Bau einer Behelfstrage: 2 stabile Äste (am besten 2 kleine Fichtenstangen) mit einer Zeltplane überspannen. Noch einfacher ist die Sache, wenn man 2 Jacken nimmt, sie mit Knöpfen, bzw. Reisverschluss schließt und die Stangen durchsteckt.
Das sieht dann in etwa so aus:


Grüße
Buschmann
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Joe
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BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

ha Wasserwacht Sanitöter wir frischen unsere kenntnisse mehr mal im Jahr auf.
aber kennt jemand vielleicht eine Seite wo Erste Hilfe "extrem" beschrieben wird?
meine jetzt wenn man mal kein Verbandszeug bei der Hand hat
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

@Joe

Das lob ich mir!
Ich würde mir wünschen, dass jeder in regelmäßigen Zeitabständen einen Erste Hilfe Kurs wiederholen muss. In vielen Ländern ist das Pflicht – in Deutschland, na ja Mit den Augen rollen …. wenn hier die Vorschrift erfüllt ist, dann hast du den Nachweis für den Rest des Lebens, das ist schon zum Wiehern.

Erste Hilfe „extrem“?
Danach bin ich auch schon seit langem auf der Suche.
Ich wusste, dass Rüdiger Nehberg einen solchen Kurs gemacht hatte und habe ihn Ende der 90 Jahre mal gefragt.
Er gab mir die Adresse vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg, siehe hier http://www.any-way-out.de/Nehberg_B_Nocht.jpg
(ganz spaßig ist, dass ausgerechnet ER schreibt, ich hätte eine Sauklaue Lachen Lachen )

Allerdings gab es schon damals nur noch Kurse für Bundeswehroffiziere, selbst als Reservist hatte ich keine Chance.
Wir sollten diesbezüglich aber in Kontakt bleiben, daran bin ich natürlich auch schärfstens interessiert. Cool

Grüße
Buschmann
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Joe
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BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

hab wohl mal irgendwo ein Buch darüber gefunden, aber nicht gekauft
würde mich schon interessieren hätte halt gerne was im Web darüber gelesen
anstat einen Kurs oder ein Buch zu kaufen
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