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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 24.01.2007, 19:55 Titel: Notunterkünfte |
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Passieren kann’s immer – man ist unterwegs, hatte vielleicht nur eine Tagestour geplant, deshalb kein Zelt dabei, der Rückweg wird abgeschnitten, durch Wasser, durch Feuer…..
Auf alle Fälle, man ist ganz einfach gezwungen, draußen zu übernachten.
Das erfordert primär Schutz vor Wind und Wetter.
Je nach Jahreszeit haben wir da natürlich unterschiedliche Voraussetzungen und Möglichkeiten.
Der Winter bietet dabei die wohl interessantesten Alternativen.
Eine davon ist das Iglu.
Ich unterscheide dabei zwei Bauweisen.
Bei der ersten schaufelt man einen großen Schneehaufen zusammen und höhlt dann das ganze einfach aus.
Die zweite finde ich wesentlich attraktiver: Man stampft den Schnee ziemlich fest zusammen und schneidet Blöcke heraus. Diese zieht man dann spiralenförmig zu einem Kuppelbau nach oben – wie die Eskimos.
Den Eingang kann man tunnelförmig anbauen. Wenn man zu spät dran ist, es wird schon dunkel oder man ist zu erschöpft, gräbt man einfach einen Eingang von unten in das Iglu.
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
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Verfasst am: 25.01.2007, 07:45 Titel: |
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Und immer schön auf eine funktionierende Belüftung achten,
besonders wenn Neuschnee zu erwarten ist.
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 25.01.2007, 12:11 Titel: |
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Ja, die Luftzufuhr sollte natürlich immer gewährleistet sein, das ist richtig.
Die ergibt sich aber (fas immer) von selbst, weil so superdicht bekommt man die Öffnungen so gut wie nie.
Ganz im Gegenteil: Häufig strömt zuviel (kalte) Luft ein, und es wird ungemütlich in dem Bau.
Deswegen immer dran denken, dass die warme Luft nach oben steigt, d.h., den Eingang am besten unterhalb der Liebefläche bauen.
Noch ein wichtiger Punkt zur ausreichenden Luftzufuhr: Selbst wenn man unter einer Schneedecke begraben ist, gibt es Luftreserven in der Schneemasse.
Der extremste Fall, der bekannt ist, beschreibt eine Selbstrettung aus einer Schneelawine aus einer Tiefe von 7 Metern in 11 Tagen!
Das ist natürlich vor allem von der Schneebeschaffenheit abhängig. Bei Nassschnee stehen die Chancen wesentlich schlechter.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 26.01.2007, 15:36 Titel: |
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Eine andere Möglichkeit im Winter ist die Schneehöhle.
Auch hierfür braucht’s sehr viel Schnee, idealer weise eine Schneewechte
In diese gräbt man dann ganz einfach seinen „Wohnraum“. Durch eine Stufenform, bei der die Oberkante des Eingangs unterhalb der Liegefläche liegt, bleibt die „warme“ Luft in der Schneehöhle.
Apropos „warme Luft“: In der Schneehöhle wie auch im Iglu beträgt die Temperatur etwa 0 °C, Bauweisen wie oben beschrieben vorausgesetzt.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 29.01.2007, 13:41 Titel: |
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Die Improvisation ist der Projektplan des Survivors.
Deshalb wird er, bevor er aufwendige Konstrukte entwickelt, zunächst mal auf die naturgegebenen Alternativen zurückgreifen.
Bei Notunterkünften können wir aus dem Vollen schöpfen, angefangen von Überhängen, die der Wetterseite entgegengesetzt liegen, über Höhlen, bis hin zu (Kyrill sei Dank) Wurzeln von umgestürzten Bäumen.
Die Augen aufzumachen, ist bereits die halbe Miete und kann uns im Notfall das Leben retten
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
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Verfasst am: 31.01.2007, 08:11 Titel: |
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Hier und da endeckt man im Wald überdachte Futterstellen für
Rotwild. Meistens sind die schön überdacht damit das Futterheu nicht nass wird. Kann zur Not auch einen schönen trockenen Biwakplatz abgeben. Ich selbst habe mal unter einer umgestürtzten
Fichte mit einer Plane übernachtet.
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 31.01.2007, 11:22 Titel: |
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Überdachte Futterstelle – ja, für die schnelle Zuflucht durchaus denkbar.
Der Nachteil ist nur, dass kein Windschutz vorhanden ist, und das ist natürlich auch eine wichtige Mindestvoraussetzung.
Eine andere Möglichkeit ist eine dieser total dichten Schonungen, ich meine so dicht, dass du da nur in tiefster Gangart reinkommst.
Selbst wenn es Bindfäden regnet, ist es da absolut trocken und auch windgeschützt.
Feuer darf man da logischerweise nicht machen
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
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Verfasst am: 31.01.2007, 11:42 Titel: |
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In so eine dichte Schonung ist mal meine Nachbarin beim Pilzesuchen rein. Bis sie dann knieend vor einem riesen Teil von Wildschwein hockte. Das Wildschwein hat sie dann über den Haufen gerannt und sie hatte etlich Blessuren. Ihr Mann war einige hundert Meter weiter und konnte ihr den Vorfall kaum glauben.
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 31.01.2007, 12:15 Titel: |
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Aha, dann hat sie sicher Trüffel gesucht….
Ne, Spaß beiseite, so eine Begegnung mit einem Wildschwein kann ganz schön in die Hose gehen!
Deshalb gilt auch hier, immer die Augen auf, die Tiere hinterlassen ihre Spuren.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 920
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Verfasst am: 09.02.2007, 20:00 Titel: |
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WO man seine Unterkunft baut, hängt zunächst von der aktuellen Notfallsituation ab.
D.h., wenn ich auf der Flucht bin, steht bei Punkt 1: nicht gesehen werden, also wenn ich überhaupt irgendwo lagern muss, weil ich vielleicht zu erschöpft bin um weiterzugehen, dann nur da, wo mich keiner sehen kann, ich aber nach Möglichkeit nahende Gefahren frühzeitig erkennen kann und vor allem – dass ich einen brauchbaren Fluchtweg habe.
Wenn ich auf dem Weg zurück in die Zivilisation bin, gilt natürlich genau das Gegenteil: lagern dort, wo ich zu jeder Zeit sehr schnell Sichtzeichen geben kann.
Unabhängig von dem Bedrohungsgrad sollte der Lagerplatz immer guten Wetterschutz bieten. Schutz vor Wind und Nässe findet man dabei nicht auf Hügeln aber auch nicht in Senken, wo sich der Nebel sammelt. Auch sollte darauf geachtet werden, dass sich kein Regenwasser am Lagerplatz sammeln kann.
Auf der anderen Seite wäre es wünschenswert, wenn Trinkwasser in unmittelbarer Nähe vorhanden wäre.
Grüße
Buschmann |
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