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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
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Verfasst am: 08.02.2007, 13:54 Titel: |
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| WhyNotTry hat Folgendes geschrieben: | Werd ich machen, gehe im März ausführlich wandern.
Auch wenn's mir peinlich ist, werd' ich, um das zu lernen, wohl mehr od. weniger darauf bestehen müssen, dass mir Kompass und Karten überlassen werden  |
Das „selbst tun“ ist dabei die zwingende Voraussetzung – das stimmt.
Bevor ich mich daran mache, meinen Weg zum Ziel festzulegen, muss ich zunächst einmal wissen, wo ich mich befinde.
Wenn nun die Bestimmung des eigenen Standortes geklärt ist, kommt noch eine weitere Fähigkeit ins Spiel, die beim Navigieren eine große Rolle spielt: Das Messen der zurückgelegten Wegstrecke.
Welche Methoden benutzt ihr dafür?
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
Wohnort: Arnsberg
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Verfasst am: 08.02.2007, 14:11 Titel: |
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Ich rechne die Gehzeit, nach der alten bekannten Formel :
eine Stunde ca. 5 km Wegstrecke. Dieses gilt zumindest in der Ebene bei zügigem Vorwärtskommen.
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.02.2007, 14:20 Titel: |
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| Waldschreck hat Folgendes geschrieben: | Ich rechne die Gehzeit, nach der alten bekannten Formel :
eine Stunde ca. 5 km Wegstrecke. Dieses gilt zumindest in der Ebene bei zügigem Vorwärtskommen.
Jochen |
Das ist schon eine ganz gute Kontrollfunktion!
Was aber, wenn ich zielgenau ankommen muss, beispielsweise an einer total versteckten Hütte mitten im Wald, die nur mittels Kompasszahl zu erreichen ist?
Grüße
Buschmann |
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Waldschreck Wanderer
Anmeldedatum: 29.08.2006 Beiträge: 97
Wohnort: Arnsberg
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Verfasst am: 08.02.2007, 14:39 Titel: |
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Kompasszahl ?, dass geht dann wohl mit angepeilten Zwischenzielen,
man kann ja nicht immer Luftlinie laufen oder ?
Jochen |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 08.02.2007, 14:59 Titel: |
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Wenn’s in einem riesigen Wald keine Zwischenziele gibt, dann muss es ohne gehen.
Eine gängige Methode (die ist sogar auf einigen topographischen Karten bei der Maßstabs- und Neigungswinkeltabelle vermerkt) ist dann das Zählen der Schritte – etwa 120 Schritte ergeben dabei 100 Meter. Seine genaue Schrittlänge sollte jeder selbst mal feststellen – das ist eine sehr zuverlässige Methode.
Die Abweichungen bei Gefälle, Steigung, mit Gepäck, in schwierigem Gelände usw. hat man dann auch recht schnell intus.
Grüße
Buschmann |
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WhyNotTry Wanderer
Anmeldedatum: 04.02.2007 Beiträge: 52
Wohnort: Nordostschweiz
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Verfasst am: 08.02.2007, 16:55 Titel: |
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nun SO abseits haben wir nicht vor zu wandern , denn das überfordert meine fähigkeiten und auch meine strapazierfähigkeit (psychisch) |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 09.02.2007, 16:03 Titel: |
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Nun, Entfernungen messen zu können ist aber auch eine durchaus brauchbare Methode für die Dinge im täglichen Leben – das ist absolut nicht nur für Extremsituationen geeignet.
Darüber hinaus stellt sich auch so eine Art Plausibilitätskontrolle ein.
Ein ganz gutes Beispiel dafür ist die wohl jedem bekannte Situation, wenn man im Auto nach dem Weg fragt. Wenn nun einer mit einer Entfernungsangabe antwortet, wird’s fast immer spaßig.
Meine Erfahrung ist, dass diese Aussagen meist um weit mehr als 100% abweichen.
Wenn du hin und wieder – und wenn’s nur so zum Spaß ist – Entfernungen misst oder schätzt, stellt sich ein Gefühl dafür ein und du wirst mit solchen Angaben wesentlich präziser.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 09.02.2007, 16:27 Titel: |
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Eine weitere, sehr interessante und erstaunlich zuverlässige Methode Entfernungen zu messen, lässt sich mit den Fingern!! praktizieren.
Vielleicht ist jemandem schon einmal der Begriff „Strich“ in Verbindung mit der Entfernungsmessung aufgefallen.
Aufgrund der Tatsache, dass ein Strich auf einen Kilometer Entfernung einen Meter ausmacht, lässt sich sehr exakt die Entfernung berechen – Voraussetzung ist lediglich, dass man in der Ferne die genaue Größe (Höhe oder Breite) eines Objekts kennt.
Beispiele dafür: 2 Hochspannungsmasten stehen 200 m auseinander; 2 Fahrbahnbegrenzungspfosten 50 m; die Länge eines Fußballfelde ist etwa 90 m; die Höhe eines Lastwagens ca. 3 m usw.
Nun brauchen wir nur noch das Objekt ist Strich einzuteilen, und das ist sehr einfach: Wir messen das Objekt mit unseren Fingern aus – wichtig: mit komplett ausgestrecktem Arm!
Dann ergibt der Daumen 35 Strich, der Zeigefinger 30, 3 Finger 100, gespreizte Hand vom kleinen Finger bis zum Daumen 300 (die restlichen Finger liegen dazwischen, das lässt sich aber ziemlich leicht ermitteln, oder? ).
Jetzt kann man die Entfernung mit folgender Formel berechnen:
Größe des Objekts / Strich = Entfernung in Kilometer
So – und nun ist wieder Zeit zum testen.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 19.02.2007, 18:40 Titel: |
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So, wer denn heute noch die Gelegenheit hat – der Tag wäre günstig für die Mondphasenberechnung am einfachen Gebilde….
Heute, 19. Februar, bald 19 Uhr, der Mond zeigt 1/12 seiner zunehmenden Pracht, d.h.: er bewegt sich etwa eine Stunde „hinter“ der Sonne her.
Also soeben steht er fast genau im Westen.
Sofern denn einer einen Blick nach draußen werfen konnte, gebt doch mal Laut, wie die Berechnung hingehauen hat.
Grüße
Buschmann |
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Buschmann Administrator

Anmeldedatum: 22.11.2006 Beiträge: 1034
Wohnort: Adlkofen
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Verfasst am: 28.03.2007, 20:28 Titel: |
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Dass Orientieren nicht nur in der Wildnis hilfreich ist, wurde ja schon durch verschiedene Beispiele verdeutlicht. Eine Erfahrung, die ich am heutigen Tage gemacht habe, kann das noch ein wenig untermauern.
In Landshut gibt es einen schönen, großen, freien Parkplatz. Der Großteil der einzelnen Parkplätze ist noch nicht einmal gekennzeichnet, trotzdem entwickelt sich hier ein übersichtliches Parkverhalten.
Heute hatte ich die Gelegenheit, ein paar Minuten das Geschehen auf diesem Parkplatz zu beobachten, und das war ziemlich lustig.
Keiner, aber auch wirklich keiner von denen, die zu ihrem Wagen wollten, gingen schnurstracks in eine Richtung, sondern alle schauten in die Reihe und in jene, gingen vor und zurück, wenn mehrere Personen mit einem Fahrzeug gekommen waren, teilten sie sich auf – alle suchten ihre Auto!
Dabei wäre das ganze so einfach: Orientieren beginnt mit beobachten, beginnt damit, sich ein paar Punkte einzuprägen – dann findet man auch in der Zivilisation sein Auto.
Grüße
Buschmann |
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