Deutschland - Reiseweltmeister oder CO ² Ignorant?
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Galloper ist für ja Dich richtig zivil Sehr glücklich Winken So mit Komfort und allem. Ich hätte eher gedacht, daß es ein Land Rover Defender ist. Oder auch ein Lada Niva (den gibt es auch als Erdgas-Version). Im Gelände ist das Russeneisen nahezu unschlagbar. So kann man mit dem Ding z. B. durch 60 cm tiefes Wasser fahren. Auch sonst ist die simple Russentechnik unverwüstlich. Grobschlächtig, rustikal und man kann den Eisenhaufen mit Hammer und Sichel... ähhh.. Lötkolben reparieren.

Ich hatte mal so ein Teil geliehen. Nicht schlecht, zumindest dann, wenn man damit vorwiegend im Gelände unterwegs ist. Über das Thema Sicherheit und Komfort sage ich mal lieber nix Cool Ob der Defender da besser ist, weiß ich nicht. Mit so einem Teil bin ich noch nie gefahren.

Der Prius taugt für's Gelände jedenfalls nichts. Aber er gibt ein super "Hardshell-Zelt" oder ein minimalistisches Wohnmobil ab. Klappt man den Rücksitz um, kann man mit den Penntüten hervorragend im Kofferraum übernachten. Die riesige Scheibe in der Heckklappe gibt den Blick auf den Sternenhimmel frei, die Rucksäcke landen auf den vorderen Sitzen Sehr glücklich

Grüße

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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

ja klar, man kann aus jedem Auto ne Menge rausholen. Auf den Arm nehmen

Apropos Russenteil: ich hatte mal einen Tundra, also noch lange vor der Zeit der Wende, als die noch richtig rar waren.
Der war auch vom rustikalsten, mit Blattfedern und simpelster Technik. War ein echt uriges Teil.
Bei meinem Galloper ist an Technik auch nur das allernotwendigste dran, selbst die Servolenkung ist ausgeschaltet. Cool

Grüße
Buschmann
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Nika
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

@ gesetze, die den verstand ersetzen sollen Smilie

muss ja nicht gleich n dickes verbots-gesetz sein. würde doch schon reichen, wenn die steuersätze für kerosin erheblich angehoben werden würden.

halt ne richtig saftige öko-steuer, die hier echt mal angebracht wäre. beim benzin und diesel hats doch auch dazu geführt, dass biodiesel und co. mehr akzeptiert wurden, da die menschen auf ihre autos entweder wirklich angewiesen sind oder nicht drauf verzichten wollen.

sollte doch wohl auch bei flugzeugen funktionieren. dann kann es nämlich keine 19 €-flüge mehr geben, da sie wirtschaftlich nicht mehr rentabel wären...

meiner meinung nach braucht NIEMAND wirklich ne flugreise für 19 €... weiß nicht... das ist irgendwie total dekadent!

liebe grüße
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

@Nika

Dekadent? Hm, na klar. Smilie
Und das diese Billigflüge niemand braucht – auch klar.

ABER

solange die Möglichkeit besteht, wird sie auch genutzt, das ist ja auch mehr als verständlich. Ich kenne Leute, deren Familien sind über die ganze Welt verstreut. Nun bietet irgendeine Fluggesellschaft Flüge für ne paar Mark fünfzig an. Ist doch logisch (und verständlich) dass die Leute ihre Familientreffen so planen, dass sie in den Flugplan dieser Gesellschaft passen.

Bei Urlaubern ist das nicht anders, egal ob sie ihre Sinnhaftigkeit in archäologischen Grabung sehen oder in dem Eimer Sangria auf Mallorca.

Dass die ganze Sache weder wirtschaftlich ist noch auf allgemeines Verständnis stoßen kann, liegt auf der Hand. Nur solange die „Interessenvertreter“ bestimmen, wo’s langgeht, kriegen wir das nicht geregelt. Es sei denn, wir kriegen die Interessenvertreter auf unsere Seite – und das dürfte ziemlich schwierig werden, weil die mehr an der harten Währung hängen als am Idealismus.

Teufelskreis – oder gibt’s doch einen Ausweg?

Grüße
Buschmann
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Nika
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

@ buschmann:

stimmt schon... ich finds bloß so unlogisch!

ist es nicht so, dass jetzt quasi nachgewiesen ist, dass die menschen in den nächsten 13 jahren etwas am co²-austausch ändern müssen? wenn nicht jetzt, wann dann?

mir ist schon klar, dass die politik SEHR durch die wirtschaftlichen interessen gesteuert wird. ich kann nur einfach nicht verstehen, was es der wirtschaft bringt, dicke gewinne einzufahren, wenn dadurch abzusehen ist, dass in 50 jahren die welt wie wir sie kennen einfach nicht mehr existiert. ohne welt keine wirtschaft...

lg
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

@Nika

In 13 Jahren?

Ja, die Sache imponiert mir immer wieder – auf welch kleinem Stecknadelkopf wir uns bewegen. Unser Erdenball hat viele Jahrtausende relativ problemlos überstehen können. Und dann, im vergangenen Jahrhundert, haben wir ihm mit unserem Entwicklungswahn mal so richtig zugesetzt. Und innerhalb weniger Jahrzehnte gibt er dann den Geist auf – beeindruckend!

„Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann.“
(Weisheit der Cree Indianer)

Tatsache ist, dass viele das überhaupt nicht realisieren werden.
Viele wissen doch zum Großteil gar nicht, wie sich ein Baum anfühlt, geschweige denn, wie er heißt.

Diese Entwicklung werden wir nicht aufhalten – oder doch?

Grüße
Buschmann
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kamikaze
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Na solange die lieben Amerikaner endlich mal nicht nur auf Ihre Industrie Lobby hören und Kyoto zustimmen würden, könnten wir einen entscheidenden Schritt vorankommen. Deutschland und andere europäische Länder (zumeist die Nördlichen) spielen immer die Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz, obwohl nicht jedes Jahr verherrende Wirbelstürme über unser Land ziehen!

Auch die kommenden Industrie Nationen wie China, Indien werden Ihren Teil zum CO2 Ausstoß dazugeben und ich glaube kaum das diese Länder in den nächsten Jahren bereit sind Ihren CO2 Ausstoß zu gunsten der Umwelt und zum Nachteil der Industrie zu drosseln!

Andererseits muß man auch daran denken das wir eine der stabilsten Wetterphasen seit 2 Jahrtausenden haben, ausser einer sogenannten kleinen Eiszeit im Mittelalter, haben sich die Temeparturen auf einem für die menschliche Entwicklung optimalen Durchnitt gehalten. Was ich damit sagen will ist das das Klima schon immer extremen "natürlichen" Schwankungen (z.B."Milankovic Zyklen") unterlag, die allerdings nun vom Menschen beschleunigt werden.

Meine Meinung ist das jeder seinen Teil zur Reduzierung in Eigenverantwortung zu bewerkstelligen hat! Das Problem ist eben das Umweltschutz mehr Geld kostet. Ob ich mir jetzt ein Auto kaufe mit Hybrid Antrieb oder mir eine Solaranlage aufs Dach setze oder eine Bohrung in meinem Garten abteufe um die Geothermie zu nutzen. Alle diese Möglichkeiten sind sehr teuer in der Anschaffung! Sie lohnen sich aber auf Dauer umweltechnisch sowie rechnerisch.

Erst wenn der letzte Tropfen Öl, der letzte Liter Gas und die letzte Tonne Kohle verfeuert worden ist, wird die Industrie anfangen ihre Alternativ Produkte herauszugeben Winken
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"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

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Replay
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Um nochmal auf das Thema Gesetze zurückzukommen. Aktuellstes Beispiel der ausufernden Dummheit ist das sog. "Komasaufen". Da saufen sich Teenies bis zum absoluten Filmriß. Das wird durch sog. "Flatrate-Partys" auch noch unterstützt. Auf solchen Parties, meist in Discos oder dergleichen, zahlt man z. B. 15 Euro und kann hartes Zeug trinken, soviel mann will und kann. Was ist das Resultat? Es wird, im wahrsten Sinne des Wortes, gesoffen bis der Arzt kommt. So ist ein 16-Jähriger an einer solchen Orgie gestorben, mit 4,nochwas Promille.

Ohne Gesetz wird weitergesoffen. Man müßte auch hier diese Flatrate-Parties verbieten. So traurig und so hirnlos das für einen klar denkenden Mensch auch ist. Es gibt nicht wenig Leute, die man vor der eigenen Dummheit schützen muß. Solange die sich selbst ums Leben saufen, ist mir das egal und ich sage einfach, das ist natürliche Selektion. Aber die setzen sich stockbesoffen ans Lenkrad. Und verursachen schwere Unfälle, bei denen vielleicht völlig unschuldige Menschen umkommen. Spätestens dann muß was geschehen.

Zum Thema Billigflüge. Die Wirtschaftsbosse schauen nicht in die Zukunft. Der Blick reicht gerade mal bis an die Schuhspitzen und höchstens bis zur nächsten Bilanz. Nach mir die Sintflut heißt das Credo. Solche Leute haben Kinder zu Hause Geschockt

Der Mensch hat die Eigenschaft, das Leben und die Naturgesetze nur auf die Erde zu beschränken. Das ist ein Irrtum. Die Naturgesetze herrschen im ganzen Universum. Also auch die Selektion. Ist eine technologiehervorbringende Spezies schlau genug, seine Technik so zu entwickeln, daß diese nachhaltig ist, gibt es eine Überlebenschance. Ist die Spezies zu doof dazu, überlebt diese eben nicht. Das sind ganz einfache Regeln.

Die Menschheit gehört zu den aggressiven Lebensformen auf der Erde. Es gibt wenig Lebewesen mit einer so geringen Hemmschwelle zur Gewalt. Das behindert nachhaltige technische Entwicklung. Und Aggressivität behindert geistige Entfaltung und verlangsamt den geistigen Reifeprozess. Das ist von der Natur wohl so gewollt (nicht vergessen - Natur ist universell), um eine weitere Ausbreitung der Aggressivität zu verhindern.

Wir hier, die meist eine andere Art des Reisens bevorzugen, haben eine andere Denkweise. Wir haben eine andere Einstellung zur Natur und zur Umwelt. Man mag es überheblich als die Speerspitze der Evolution bezeichnen. Würden vor allem Politiker und Manager in Schlüsselpositionen so denken, hätten wir ein sehr schönes Leben auf der Erde und bräuchten uns um unsere Zukunft keine Sorgen machen. Aber die Mehrheit denkt eben anders. Darum gibt es Sorgen. Sorgen um das blanke Überleben.

Grüße

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Nika
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

@ replay

mir gefällt der gedanke mit der universellen selektion! und natürlich hast du recht mit dem, was du über die politiker und wirtschaftler gesagt hast.

ich kann mich bloß einfach nicht damit abfinden Geschockt aber wir werden sehen, wie es kommt... vielleicht können wir ja doch noch ein bisschen hoffen?!

liebe grüße
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Replay hat Folgendes geschrieben:
Wir hier, die meist eine andere Art des Reisens bevorzugen, haben eine andere Denkweise. Wir haben eine andere Einstellung zur Natur und zur Umwelt. Man mag es überheblich als die Speerspitze der Evolution bezeichnen. Würden vor allem Politiker und Manager in Schlüsselpositionen so denken, hätten wir ein sehr schönes Leben auf der Erde und bräuchten uns um unsere Zukunft keine Sorgen machen........


damit stellt sich eigentlich nur noch die Frage, wie kriegen wir die Politiker auf Schusters Rappen, damit sie sich die Natur einmal aus unserer Perspektive anschauen, oder vielleicht wäre es ein guter Anfang, sie hier ins Forum zu lotsen.
……dann könnten wir mal Tacheles reden. Lachen

Nika hat Folgendes geschrieben:
…..aber wir werden sehen, wie es kommt


Das ist mir definitiv zu wenig. Wer etwas bewegen will, muss sich erst mal selbst bewegen, wir können dazu Beispiele aus allen Bereichen heranziehen:
Wer arbeitslos ist und arbeiten möchte, muss sich selbst um Arbeit kümmern, der Staat wird ihm keine verschaffen.
Wem eine Horde Skinheads an den Kragen will, der sollte sich selbst zu helfen wissen. Wer da auf Hilfe wartet, hat schon verloren.
Selbst wenn das Recht auf deiner Seite ist, hast du es noch lange nicht, du musst dafür kämpfen. Einer Bekannten von mir wurde die Vorfahrt genommen, ziemlich heftiger Crash, bleibende körperliche und psychische Schäden, Verdienstausfall, mittlerweile kann sie ihre Miete nicht mehr bezahlen, eins führt zum nächsten. Die Rechtslage ist klar, ihr Anspruch auch, einziges Problem: sie hat immer noch kein Geld. Nach wochenlangem Hin und Her und vertröstenden Worten ihres Anwalts rückte dieser dann auf nachdringlichere Fragen mit der Frechheit heraus: „Ich würde ihnen empfehlen, sich einen anderen Anwalt zu nehmen, Ich habe auf den Fall eigentlich gar keine Lust.“
Resultat: Die Frau hat (berechtigte!!) Existenzängste, droht in die Bedürftigkeit abzusacken.
Nein, Recht zu haben, das genügt noch lange nicht!

Das gleiche gilt für die Umwelt. Wenn wir erstmal abwarten und schauen wie es denn wohl kommen mag, werden wir garantiert nicht viel zu sehen bekommen, bestenfalls eine handvoll fauler Kompromisse.

Grüße
Buschmann
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