Deutschland - Reiseweltmeister oder CO ² Ignorant?
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Nika
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

aber was bleibt uns denn sonst? wir, die wir uns mit leib und seele für die natur einsetzen, können den anderen erdenbewohnern doch schlecht vorschreiben, wie sie ihr leben zu leben haben, oder?

und da die wirtschaft nunmal auf der nördlichen halbkugel das sagen hat, bringt es immer nur sehr wenig, an die politiker zu apellieren...

eine revolution wird es wohl auch kaum geben. also können wir doch eigentlich nur mit gutem beispiel voran gehen, für unsere überzeugungen einstehen und hoffen, dass sich andere menschen ein beispiel an uns nehmen und das wirklich wichtige auf diesem planeten erkennen...

liebe grüße
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nika hat Folgendes geschrieben:
eine revolution wird es wohl auch kaum geben.....


Warum eigentlich nicht?
So richtig was in Bewegung gekommen ist doch immer erst bei Revolutionen, bei Aufständen – dann, wenn das Volk (im wörtlichen Sinn) „aufgestanden“ ist.
Wir werden zwar heute die Sache mit der Guillotine nicht mehr praktizieren können. (wobei, wenn ich so recht überlege…… Lachen Lachen Lachen )

Lass uns doch mal brainstormen – wie können wir als einzelne Bewegung in die Sache bringen?

Grüße
Buschmann
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Nika
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

hm... ich denke, am besten geht es in kleinen gruppen. weil man die halt leichter bemerkt als einzelne leute, die "ihren dickschädel durchsetzen wollen".

gerade, weil die menschen erst ihre bequemlichkeit zu gunsten der umwelt überwinden müssen, haben sie es bei kleinen gruppen nicht so leicht, die augen zu verschließen.

bei meinem pfadfinderstamm klappt das ganz gut, da wir die kinder zu einem gesunden naturbewusstsein und weg von dieser seelenlosen konsumgesellschaft erziehen. die tragen die ideen dann nach hause zu ihren eltern - und die fangen auch an, drüber nachzudenken.
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, genau das finde ich, ist der richtige Ansatz – das Bewusstsein über die Kinder zu entwickeln.
Allerdings haben wir da einen ziemlich steinigen Weg vor uns. Dieses neu entwickelte Bewusstsein wird von den Eltern leider allzu häufig direkt wieder platt gemacht. Geschockt
Ich hatte schon häufiger solche Erfahrungen: Die Kinder kommen nach einem total verregneten Abenteuertag zurück, ein Strahlen über das ganze Gesicht nach den tollen Eindrücken des Tages und die Mutter sagt entrüstet: „Wie sieht denn deine Hose aus??!!!“

Ja, als moderne Rattenfänger haben wir da noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns.

Grüße
Buschmann
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Nika
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

so wie ich das verstanden habe, hast du die kinder meistens nur für ein abenteuer-wochenende, oder?
da haben wir es halt schon leichter. wir sehen "unsere" kinder einmal die woche bei den gruppenstunden und dann so ab april noch so ziemlich jedes wochenende auf fahrt.

uns ist es auch wichtig, dass sie lernen, für ihre überzeugung und meinung einzustehen, so dass sie ihren müttern dann wahrscheinlich sagen würden: "das macht doch nix, ist doch bloß ne hose. ich kann sie selbst waschen, wenn du es nicht machen möchtest" Smilie

die waschen ihren eltern da teilweise schon ziemlich den kopf Lachen


sehr wichtig finde ich aber auch die aufklärungsarbeit. auch wenn viele sich auf falscher unwissenheit ausruhen - über den weg kann man ihnen nochmal ins gewissen reden.

auch da hat es vorteile, in einer nicht politischen gruppe organisiert zu sein, die auch halbwegs ernst genommen wird und etwas repräsentiert. klar sagen viele, dass wir bloß öko-spinner sind... vorurteile olé! aber solange man pro veranstaltung auch nur einen menschen überzeugen kann, hat man irgendwo doch schon ein stück weit gewonnen...

liebe grüße
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, meine Kinderabenteuertage liegen „nur“ zwischen ein bis drei Tagen, die Erlebnisse sind sicher nicht so prägend als wenn die Kinder jede Woche da wären – das ist schon klar – prägend sind sie aber allemal.
Die Begeisterung und der Mitteilungsbedarf sind mit einem solchen Spruch ja auch nicht gebrochen. Ich wollte damit nur sagen, dass der Fokus der Eltern oftmals nicht auf den großen Kinderaugen und den damit verbundenen Erfahrungen liegt, sondern hin und wieder auf der schmutzigen Hose oder dass der Termindruck (und sei es bloß das Kaffeekränzchen) den Kindern gar keine Gelegenheit gibt, sich ihren Eltern mitzuteilen.
Und zu dem Kaffeekränzchen geht’s halt gleich weiter mit dem riesigen Spritschlucker……. Geschockt

Ja, Aufklärung ist in dieser Hinsicht die Hauptaufgabe, traurig nur, dass oft die Kinder die Alten aufklären müssen.

Grüße
Buschmann
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Nika hat Folgendes geschrieben:
aber was bleibt uns denn sonst? wir, die wir uns mit leib und seele für die natur einsetzen, können den anderen erdenbewohnern doch schlecht vorschreiben, wie sie ihr leben zu leben haben, oder?


Manchmal leider doch. Wenn das rigorose Verhalten einiger Leute der Allgemeinheit Schaden zufügt und diese fehlverhaltenden Leute haben kein Einsehen, können es nicht einsehen oder wollen schlicht nicht, muß ein Gesetz her. Gesetze sind fast nur notwendig, weil es immer irgendwelche Idioten gibt, die sich asozial verhalten.

Würde sich jeder so verhalten wie es sein sollte, bräuchten wir so gut wie keine Gesetze. Das wäre die Idealform einer Gesellschaft. Und ist Wunschdenken.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Nur die Kinder sind ein Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Und da sehe ich unsere Macht, den Kindern ein anderes Wertegefühl zu vermitteln. Die Kinder von heute sind die Politiker und Manager von morgen. Mit den jetzigen Betonköpfen ist nicht oder fast nichts zu machen.

Grüße

Replay
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

@Replay

puhhh, neue Gesetze……

Jede neue Regel birgt wieder zig Schlupflöcher und Ausnahmen.
…..und vor allem, die tatsächlich hinsichtlich Umweltvergehen damit gepackt werden, lächeln einmal müde, zahlen ihre Strafe und machen weiter.
Und die Sache über die Höhe der Strafe zu regeln……. ein Ackermann schmunzelt beispielsweise über eine Strafe von 3 Millionen.

Wo sollte man da ansetzen?

Grüße
Buschmann
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Replay
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man die Gesetze so schwammig auslegt, wie es bei uns gerne gemacht wird, dann schon.

Ein hohes Strafmaß hat schon oft bewirkt, daß Straftaten nicht begangen werden. Wenn ein Ackermann gestraft wird, muß die Strafe entsprechend hoch ausfallen. Also so hoch, daß ein Ackermann das empfindlich spürt. Also 30 statt 3 Millionen.

Aber das Strafmaß in Deutschland ist sowieso nicht zu verstehen. Ein kleiner Hühnerdieb wird drei Jahre eingebuchtet, ein betrunkener Fahrer, der ein Kind totfährt, kommt mit einer Bewährungsstrafe davon... Mit den Augen rollen

Auch ich hasse es, wenn alles per Gesetz geregelt wird. Aber kennst Du ein Beispiel, wo es ohne Gesetze gelappt hat? Wo Appelle gewirkt haben? Wie lange wird die Klimageschichte schon gebetsmühlenartig geleiert? Wie lange geht die Diskussion wegen dem Jugendalkoholismus? Rauchverbote zum Schutze der Nichtraucher? Ewig und drei Tage. Was wurde bewirkt? Mehr Abgase, mehr CO2, Selbstverpflichtungen waren hohle Worte, Flatrate-Partys mit Komasaufen und ein Gezanke wegen der Raucherei. Zum Kotzen. Ohne Gesetze geht nichts. Da muß die EU her und den Autobauern eine vor den Latz knallen. Da muß die EU her, daß die Nichtraucher geschützt werden. Und es wird wohl die EU hermüssen, daß Teenies sich nicht bis zum Filmriß die Kante geben. Und dann heißt es, die EU regelt alles tot. Das ist ja kein Wunder, wenn die Gesellschaft zum großen Teil so dämlich ist.

Wie gesagt - Gesetze müssen her, um viele Leute vor der eigenen Dummheit zu schützen. Gesetze sind leider nötig, weil ein großer Teil der Leute asozial sind und sich daneben verhalten, kriminell oder schlicht rücksichtslos sind. Ich wünschte mir die Idealform einer Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die ohne Gesetze leben kann. Replay, träume weiter. Aber Träume sind erlaubt und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Grüße

Replay
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Nika
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BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

eben... und außerdem müsste man die politiker erstmal von der wirtschafts-seite auf die umwelt-seite ziehen, was wie bereits gesagt im moment sehr (vlt. zu) schwierig ist...
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