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Buschmann Administrator

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Verfasst am: 24.03.2007, 16:15 Titel: Deutschland - Reiseweltmeister oder CO ² Ignorant? |
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Natürlich trägt der Flugverkehr nur zu einem Teil der (unter anderem) Co ² Emission bei (wie in diesem Bericht veranschaulicht http://www.goek.tu-freiberg.de/oberseminar/OS_05_06/katja_heinke.pdf).
Andererseits werden aber schon Stimmen laut, dass sich gerade die Deutschen, die sich nach wie vor als die reisefreudigsten Urlauber entpuppen, in ihrer Reiselust einschränken sollen.
Wie seht ihr die Dinge?
Geht ihr bewusster mit eurer Reiseplanung um?
Plant ihr nach wie vor die Trekking Tour im großen Stil oder tut’s in diesem Jahr vielleicht mal die Ostsee, Thüringen oder der bayerische Wald?
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

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Verfasst am: 24.03.2007, 19:27 Titel: |
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Wir leben sehr CO2-bewußt und achten grundsätzlich auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Bei Reisen innerhalb Deutschlands wird fast ausschließlich mit der Eisenbahn gefahren. Nur selten kommt mal das Auto dafür dran. Das Auto hat einen Hybridantrieb (Toyota Prius). Verzichten auf das Auto geht aus beruflichen Gründen nicht.
Geflogen wird nur bei Reisen außerhalb Deutschlands. Da wir im Süden der Republik wohnen und gerne in Skandinavien unterwegs sind, wird zur Anreise bei einer solchen Reise das Flugzeug verwendet. Innerhalb des Landes dann wieder Bahn. Im Vergleich zur Flugstrecke einer Fernreise ist das geradezu vor der Haustür.
Problematisch sind nicht die Fernreisen, wenn z. B. jemand Trekking in Nepal macht. Ein Langstreckenflug haut zwar eine ordentliche Menge CO2 und sonstige Abgase raus (Kerosin verbrennt sehr unsauber), aber dafür ist der Trekker im Reiseland zu Fuß, mit dem Rad, mit der Bahn oder dem Bus unterwegs.
Die Billigflüge haben es in sich. Solche Dinger wie z. B. für 19 Euro nach Ibiza. Da die halbe Nation auf Geiz-ist-geil steht, fliegen auch entsprechend viele Leute wegen des Preises einfach mal irgendwo hin. Und da das Passagieraufkommen so hoch wird, werden mehr Maschinen eingesetzt, werden mehr solche Angebote gemacht.
Am Ziel der Reise wird dann nicht mit dem Rucksack marschiert, sondern man fährt in ein Hotel, wo die Klimaanlage vollgas läuft, wo der Pool betrieben wird. Abends wird in die Disco gegangen (oder sogar gefahren), wo die Boxen mit weiß der Geier wieviel tausend Watt dröhnen, mit Lichtgewitter und dem ganzen Kram. Das Bier muß natürlich auch kalt sein, etc.
Wenn man das gegenüberstellt, dürfte der Trekker mit der Nepalreise eine bessere CO2- und Umweltbilanz aufweisen als der Billigtourist, der mit Badelatschen bewaffnet auf Ibiza rumhängt.
Interessant wäre ein Vergleich zweier Reisen. Sagen wir mal zwei Wochen (nur man theoretisch). Einmal Trekking an einem ferneren Ziel und einmal Pauschalreise nach Ibiza. Wo liegt der Break-Even-Punkt? Also wie weit darf das Trekkingziel weg sein, um abgas- und CO2-mäßig mit der Ibiza-Reise gleichauf zu liegen?
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
Ich aber träume von Dingen, die nie gewesen sind, und sage - warum nicht? |
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Buschmann Administrator

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Verfasst am: 24.03.2007, 19:38 Titel: |
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ja, ich glaube auch hier zu sehen, dass der von dir angepeilte Weg in Richtung "gesunder Menschenverstand" geht.
Aber denkst du, alleine mit Vernunft und Weitblick würden die vielen Kurzpauschalis etwas bewusster mit dem Thema umgehen und lieber mal verzichten?
Oder müssen doch wieder Gesetze her?
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

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Verfasst am: 24.03.2007, 19:56 Titel: |
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Mit Appelle an die Vernunft und Fernsehberichten wurde bei der breiten Masse so gut wie noch nie was erreicht. Leider. Es gibt nur eine Schnittstelle, an der die breite Masse empfänglich ist. Der Geldbeutel. Daran läßt sich der Durchschnittsmensch recht gut lenken. Das weiß die Wirtschaft nur zu gut auszunutzen. So entstand eben die Geiz-ist-geil-Mentalität.
Von daher glaube ich, daß leider ein Gesetz her muß. Anders wird sich nichts ändern.
Und wir haben eine starke Lobby. Siehe Autoindustrie, siehe Tabakindustrie, siehe Ölindustrie. Die Lobbyisten machen hier Politik. Man muß bloß mal schauen, welcher Bockmist über den Hybridantrieb von der deutschen Autolobby gezielt gestreut wird. Und Leute, die nur Zugluft zwischen den Ohren haben, weil sie das Gehirn aufs Handy ausgelagert haben, glauben den Mist auch noch, ohne mal zu hinterfragen, ohne diese Aussagen auf Plausibilität zu prüfen und ohne sich mal selbst (logische) Gedanken zu einem Thema zu machen.
Wenn jetzt jemand hergeht und ein Verbot der Billigflüge fordert, dauert es wohl nur Augenblicke, bis eine große Lobbygemeinschaft (in diesem Fall wohl die Öllobby) auf den Plan gerufen wird und wieder mit der Mähr vom Arbeitsplatzverlust droht. Dann gibt es wieder einen riesigen Hichhack und es kommt ein halbseidener Kompromiß dabei raus. Dann kostet so ein Flug halt nicht mehr 19 Euro, sondern 29 Euro. Das ist natürlich blanker Hohn.
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
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Buschmann Administrator

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Verfasst am: 24.03.2007, 20:13 Titel: |
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| Replay hat Folgendes geschrieben: | | ....glauben den Mist auch noch, ohne mal zu hinterfragen, ohne diese Aussagen auf Plausibilität zu prüfen und ohne sich mal selbst (logische) Gedanken zu einem Thema zu machen...... |
Das ist leider an allen Ecken und Enden so, egal ob wir die 4 Mio Arbeitslosen glauben oder an die Notwendigkeit einer rundum Gerneralüberwachung oder an Bruno, den bösen Bären.
Mit weiteren Gesetzen sehe ich den Menschen aber immer mehr in die Unselbstständigkeit abdriften. Es ist ja heute schon so: Was nicht verboten ist, sehen die meisten als erlaubt an - bestes Beispiel Auto, wenn 50 erlaubt ist, wird 50 gefahren, auf Teufel komm raus und wenn an einer unübersichtlichen Stelle eine Horde Schulkinder unmittelbar am Strassenrand steht.
Das ist leider wirklich die Realität und nach meiner Ansicht 100%ig eine Folge darauf, dass ja alles genau geregelt und damit "gut" und "richtig" ist.
Nun, was glaubst du, wie kriegen wir denn die Lobby in den Griff?
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

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Verfasst am: 25.03.2007, 11:33 Titel: |
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Gesetze sind dazu da, weil der Mensch relativ assozial ist. Würde sich jeder so verhalten, daß er den Mitbürger weder schadet noch stört, bräuchten wir keine Gesetze. Und da der Mensch den Hang hat, grundsätzlich alles auszureizen und zu machen, was machbar ist (sei es nun gut oder schlecht, siehe Gentechnik in Lenensmitteln), muß man Regeln aufstellen und darauf achten, daß diese Regeln eingehalten werden. Ohne Gesetze würde Anarchie herrschen. Würde jeder so wie Du oder ich denken, hätten wir ein sehr schönes und ruhiges Leben auf der Erde.
Die Unselbständigkeit wurde von der Industrie der Marionette Kunde und damit dem (normalerweise) mündigen Bürger anerzogen. Wie heißt es so schön? "wirb oder stirb". Solange ein Produkt nicht massiv beworben wird, wird es nicht gekauft. Der Marktschreier mit der lautesten Stimme verkauft die meisten Produkte. Und wer schreit laut? Wer Schrott gut verkaufen möchte. Man muß die breite Masse geradezu mit der Nase an irgendwas stoßen, daß es wahrgenommen wird.
Heutzutage werden irgendwelche schlechten Eigenschaften als Vorteil verkauft. Z. B. solche Dinge wie eine Fußbodenheizung. Die Nachteile einer solchen Heizung:
- man wird müde
- schlecht für die Venen
- man kann so gut wie keine Pflanzen hinstellen
- schlechter Wirkungsgrad
Nun sollen auch die Vorteile nicht verschwiegen werden:
- billig
- kann man teuer verkaufen (es ist ja ganz was Tolles)
Jeder Mensch, der mal seine graue Masse im Kopf benutzt, wird hier feststellen, für wen eine Fußbodenheizung gut ist. Für den, der den Mist verkauft. Für den Kunden nicht. Dem Kunden wird aber eingetrichtert, so eine Heizung sei besser als eine normale Heizung per Heizkörper. Und schon wird fast überall mit einer ach so tollen Fußbodenheizung geworben, wenn man sich eine Immobilie anschaffen möchte. Natürlich kostet sowas dann Aufpreis...
Hühner legen ihre Eier mit lautem Gegacker. Enten legen ihre Eier in aller Stille. Mit dem Resultat, daß die Welt Hühnereier ißt
Eine starke Lobby wird man nicht los. Einfach darum, weil das nicht die Firmen selbst sind, sondern Interessensvertreter. Und da hängen alle Firmen drin. In gewisser Weise ist eine Lobby ganz gut, um ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Gesetzgeber und Industrie herzustellen. Man darf die Lobby aber nicht nur auf die Industrie beschränken. Auch brauchen z. B. behinderte Leute eine Lobby. Durch das Verhalten der Industrielobby haftet den Interessensvertretern allerdings eine schlechtes Image an.
Das Problem ist nicht die Lobby als solches, sondern das Problem ist die Politik. Die läßt sich von der Lobby ziemlich tief ins Handwerk pfuschen und tanzt nach deren Pfeife.
In Deutschland haben wir laut Grundgesetz eine soziale Marktwirtschaft. Das ist in meinen Augen die beste Wirtschaftsform. Man hat eine Marktwirtschaft, die einige Punkte aus dem Sozialismus aufweist. Das ist eine sehr gesunde Mischung. Allerdings wurde diese Mischung durch die Lobbyarbeit immer weiter verdünnt, bis fast eine totale Marktwirtschaft herausgekommen ist. Etwa so wie in den USA. Und in einer totalen Marktwirtschaft hat die Industrie das Sagen. Die Politiker vertreten nicht das Volk, sie vertreten die Industrie. Wie man ja immer wieder erkennen kann, zieht die Politik diverse Entscheidungen gegen den Willen des Volkes und gegen die Empfehlung wirklicher Sachverständiger gnadenlos durch. Wie man auch weiter erkennen kann, ging es mit unserem Lande immer weiter bergab, je stärker der Einfluß der Industrielobby wurde. Und schaue mal, welcher Politiker bei welcher Firma im Vorstand oder zumindest einem Gremium hockt. Da werden Dir die Augen übergehen... Solche Dinge wie Hartz 4 braucht man kaum zu erwähnen. Was kann man von einem VW-Manager erwarten, der sich auf Firmenkunden mit Edelnutten versorgt? Solche dubiosen Leute machen hier Gesetze
Nehmen wir das Beispiel Opel und AEG. Da werden tausende Jobs gestrichen, weil die Manager, die entweder in den USA oder in Schweden sitzen, Bockmist gemacht haben. Der Mitarbeiter am Fließband in Deutschland muß den Mist ausbaden. Also werden Stellen gestrichen. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Opel oder AEG wird, falls er wieder einen Job und damit Geld hat, mit Sicherheit weder einen Opel, noch was von AEG kaufen. Und seine Verwandschaft auch nicht. Und andere Leute, die mit wachen Augen durch die Gegen gehen, auch nicht. Solche Aktionen kosten Kunden.
Meine Meinung: Die Lobby brauchen wir. Aber die Lobby ist mittlerweile zu mächtig geworden, weil die Politiker Teil dieser Lobby sind. Und spätestens dann wird die Sache kritisch.
Im Großen und Ganzen läßt es sich in unserem Land ganz gut leben. Das Land, indem alles paßt, muß erst noch erfunden weden Wenn ich mir eine Gegend aussuchen könnte, in der ich leben möchte, würde meine Wahl wohl auf ein Land am Rande der Weltkarte fallen. Da sind meist die Länder versammelt, welche keine Weltherrschaftsambititionen an den Tag legen. Also z. B. Kanada, Neuseeland oder Norwegen. Und in Norwegen hat man wiederum das Problem mit dem Walfang... Von daher haben wir mit Deutschland ein ganz gutes Los gezogen.
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
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Buschmann Administrator

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Verfasst am: 25.03.2007, 12:22 Titel: |
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| Replay hat Folgendes geschrieben: | | ... Von daher haben wir mit Deutschland ein ganz gutes Los gezogen. |
Ja, nicht zuletzt weil unsere Wurzeln hier liegen und sich unser Organismus und unsere Mentalität diesen Gegebenheiten seit langer Zeit angepasst haben. Das ließe sich nicht so einfach auf die Schnelle umpflanzen.
Nichtsdestotrotz zieht’s uns, zumindest im Urlaub, in ferne Länder. Wie wir mittlerweile alle wissen, tut das unserer Umwelt nicht gut. Korrupte Politiker, Manager, Kirchenfürsten und anderes Gesindel hin oder her – sollten wir, jeder einzelne, nicht lieber mal auf einen Urlaub verzichten? Oder kann uns dieser Tropfen auf den heißen Stein nicht ziemlich Wurscht sein, insbesondere wenn wir uns mal die amerikanischen Saubären betrachten oder die Chinesen, die wohl darum wetteifern, wer den meisten Dreck in die Luft pustet?
Macht es wirklich etwas aus, ob wir uns darum noch Gedanken machen?
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

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Verfasst am: 26.03.2007, 09:14 Titel: |
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Sagen wir mal so - einer muß ja anfangen. Da die Amis und Chinesen das sicherlich nicht machen, bleibt nicht mehr viel übrig.
Was der Mensch mal hat, gibt er nur sehr ungern wieder her. Verzicht fällt also schwer. Aber man kann den goldenen Mittelweg gehen, sich also überlegen, wohin und mit welchen Mitteln die Reise gehen soll.
Per Flugzeug zum Inkatrail oder per Bahn zur Alpenüberquerung? Es führen mehrere Wege über die Alpen, jeweils mehr oder weniger anstrengend/extrem/gemütlich. Also z. B. zweimal Alpenüberquerung und einmal Inkatrail. Dann wieder zweimal was in Europa (z. B. Karpaten, da gibt es nette Tierchen oder Skandinavien), dann wieder z. B. Patagonien.
So mancht man nur jedes dritte Mal eine Fernreise. Das ist schon mal was und der Verzicht ist, wenn überhaupt ein Verzicht da ist, gering.
Wurscht wäre mir das nicht, wenn niemand sonst was am Reiseverhalten ändert. Wenn jeder nach der These "sollen erst mal die Anderen..." vorgeht, wird sich nie was ändern. Alleine schon das Gewissen, welches in der Regel sehr gut weiß, was gut ist und was nicht, meldet sich da bei mir.
Ein Vordenkerdasein zu führen kann auch unbequem sein. Survival der anderen Art, könnte man sagen
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
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Buschmann Administrator

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Verfasst am: 26.03.2007, 17:06 Titel: |
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@replay
Da fiel mir jetzt spontan die andere Geschichte ein: die 500 Meter mit dem Auto zum Fitness-Studio und dann rauf auf’s Laufband…..
Ja sicher, insgesamt gehört am allgemeinen Bewusstsein noch ziemlich viel gefeilt – aber gleich in dem Maße, dass man uns das Reisen einschränken will?
Ja klar, du hast es schon angesprochen, das ist nicht realistisch, schließlich haben wir da noch die Sache mit dem Lobbyismus.
Aber ist es nicht eine erneute Frechheit, dass schon wieder eine solche Diskussion angeworfen wird? Im vergangenen Jahr wollte ja Gevatter Steinbrück bereits, dass wir für die Altersvorsorge auf den Urlaub verzichten.
Grüße
Buschmann |
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Replay Moderator

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Verfasst am: 26.03.2007, 17:37 Titel: |
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Das Problem ist, daß die Politiker jeglichen Bezug zur Realität verloren haben. Es werden nur utopische Verzichte gefordert. Der Mensch will neben der Arbeit, in die er wieder 40 oder mehr Stunden ohne Lohnausgleich muß, auch noch ein Leben haben. Und je schlechter es den Leuten geht, desto größer werden die Feste und desto wichtiger wird der Urlaub. Schließlich möchte man es sich wenigstens einmal gut gehen lassen. Eine verzwickte Situation.
Heute habe ich im Radio gehört, daß die Bezüge der Manager im Jahre 2006 in Deutschland um durchschnittlich 17 % gestiegen sind. Da läßt sich leicht Wasser predigen und Wein trinken.
Ein weiteres Problem ist, daß wir klimamäßig absolut auf der Kippe stehen. Ohne derbe Einschnitte wird ein Überleben auf der Erde so gut wie ausgeschlossen sein. Schon jetzt ist es so, daß das dicke Ende noch kommt. Was jetzt klimamäßig abgeht, ist erst ein laues Lüftchen. Das kommt noch ganz gewaltig. Nur wenn Sofortmaßnahmen getroffen werden, kommen wir mit einem blauen Auge raus.
Wie ich geschrieben habe: Verzichten will niemand und das geht auch nicht. Das andere Extrem haben wir jetzt - Billigflüge ohne Ende. Der goldene Mittelweg wäre eine gangbare Sache. Aber nichtmal dazu sind viele bereit. Darum muß man extreme Forderungen stellen, um den Mittelweg zu bekommen. Die Forderungen sollten zwar extrem, aber nicht utopisch sein. Ist die Forderung utopisch, hat man gleich eine Konfrontation. Dann geht nichts mehr und man erreicht auch nichts. Wenn ich ein Auto verkaufe und 10.000 Euro dafür möchte, inseriere ich das Auto für 11.500 Euro. Beim Verhandeln werden 8000 oder 9000 Euro geboten. Man trifft sich dann bei 10.000 Euro. Der Käufer freut sich, weil er 1.500 Euro rausgehandelt hat und ich habe das bekommen, was ich wollte. Man muß an solche Sachen halt geschickt rangehen.
Grüße
Replay _________________ Viele Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen - warum?
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