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Allysonn
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BeitragVerfasst am: 23.04.2007, 11:56    Titel: Erste Gedanken... Antworten mit Zitat

Ich spiele sehr intensiv mit dem Gedanken, demnächst irgendwann eine Wanderung in mehreren Etappen zu beginnen. Dabei kann demnächst "nächste Woche", "im Herbst" oder auch nur "nächst Jahr vielleicht" bedeuten, je nachdem, wie ich mit mir selber vorwärtskomme. Cool

Denn ich bin absoluter Wander-Noob. Ich gehe zur Zeit etwa dreimal die Woche unterschiedliche Strecken, um mich selber zu testen. Ich bin nämlich nicht nur Wander-Noob, sondern bisher jeglicher körperlicher Bewegung nicht grade zugetan gewesen Verlegen . Faul nennt man das wohl. Und ich bin etwas sehr doll übergewichtig. Also durchaus gute Gründe, erstmal anzutesten, ob das überhaupt was für mich ist. Hab ja noch die Option, zu radeln... Winken

So, wie gesagt, ich fange grade erst an, beweglich zu werden. Und trotzdem stellen sich mir erste Fragen. Zum Beispiel:

Ich spreche keinerlei Fremdsprachen. Sind Auslandstouren damit von vornherein tabu? Geschockt

Ich benötige Nachts ein Atemgerät, ergo auch ne Steckdose. Gibt es Touren, die allabendlich in Pensionen oder Hotels enden? Ich meine, bereits ausgearbeitete Touren, selber Etappen recherchieren gelang mir bei meinen bisherigen Minitouren nur recht unvollkommen... ich fürchte schlimmes Mit den Augen rollen

Wenn ich in festen Unterkünften übernachte, fallen ja Schlafsack und Isomatte aus der Gepäckliste. Gibt es noch Dinge, die ich "rauswerfen" kann? Ich muss ja Platz schaffen für mein 2-kg-Atemgerät... Traurig

Sollte ich überhaupt losgehen? Lachen



Natürlich kommen noch mehr Fragen auf mich zu, das ist mir klar. Aber ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps geben. Bitte! Bitte! Bitte! Smilie

Allysonn
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Replay
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BeitragVerfasst am: 23.04.2007, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wen Du stark übergewichtig bist und Sport nur aus dem Fernsehen kennst, solltest Du erst mal Deine körperliche Verfassung auf Vordermann bringen. Aber nicht einfach losrennen, sondern unter fachlicher Anleitung ein gezieltes Training für Deine Pläne machen. Da ich selbst Trainer bin, kannst Du ruhig fragen. Eine Ferndiagnose ist allerdings unmöglich und sollte im Höchstfall Information enthalten. Eine Mehrtägige Wanderung ist immer mit Anstrengung verbunden, auch wenn in festen Häusern übernachtet wird. Man muß die Unterkünfte erreichen. Es gibt fertig ausgearbeitete Wandertouren (auch leichte Strecken für Einsteiger), die z. B. von Hütte zu Hütte oder Hotel zu Hotel führen (im Buchhandel fragen, da gibt es spezielle Bücher mit Karten, etc.). So gibt es z. B. in den Dolomiten viele Wanderungen von Hotel zu Hotel. Außerdem sprechen dort viele Leute Deutsch. Aber anstrengend ist das trotzdem.

Fremdsprachen sind zwar sehr nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Die Verständigung mit Hand und Fuß funktioniert ganz gut, zur Not tun es auch aufgezeichnete Bilder. Außerdem lernt man eine Sprache verdammt schnell, wenn man in einem anderen Land ist. An welches Land hast Du gedacht? Ich würde zum Anfang erst mal in deutschsprachigen Europa bleiben.

Warum hast Du ein Atemgerät? Pneumologische Geschichte? Zwei Kg ist eine Menge Holz, wenn man es tragen muß. Auch Dein nach Deinen Angaben nicht gerade geringes Übergewicht muß bewegt werden. Da wäre vielleicht die Sache mit dem Rad (auch wegen den Belastungen der Beine, Hüften und Knien) besser. Auch da gibt es bereits ausgearbeitete Radtouren (im Buchhandel fragen), die von Hotel zu Hotel führen.

Außer Penntüte und Isomatte kannst Du noch den ganzen Küchenkrempel (Kocher, ggf. Lebensmittel, etc.), Zelt und ggf. mobile Energieversorgung rausschmeißen. Das spart mächtig Platz und vor allem Gewicht, da das Zelt meist die schwerte Sache ist.

Grüße

Replay
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 23.04.2007, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Allysonn,

zunächst mal ein dickes Lob von meiner Seite: Das finde ich Klasse!

Sehr hilfreiche Antworten hat Replay nun schon gegeben.
Deswegen von mir erst mal nur noch soviel:

Bewegung: weniger ist mehr. Soll heißen, langsam anfangen, im Wohlfühlbereich bleiben und stetig steigern.

Zusätzlich auch die Ernährung beachten, unter Umständen etwas bewusster als früher (das kann ich natürlich nur annehmen und prophylaktisch empfehlen).
Unter bewusst machen verstehe ich das Wissen über Nährstoffbedarf, welche Nährstoffbestandteile in welcher Nahrung sind und welche Funktionen die unterschiedlichen Nährstoffe erfüllen.
Aber vielleicht tust du das ja schon lange. (?) Smilie

Grüße
Buschmann
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Allysonn
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BeitragVerfasst am: 23.04.2007, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Replay, hallo, Buschmann!

Vielen Dank für Eure prompten Antworten. Sie machen mir Mut, denn ungefähr in diese Richtung beabsichtige ich zu gehen: Aufbautraining, und Ernährungsumstellung (läuft bereits).

Ich habe bereits mehrere "Sport"arten probiert, voriges Jahr bin ich den Sommer über geradelt, das machte mir nicht besonders viel Spass, auch zum Schluß zu, wo ich nicht mal mehr an mittel-kleinen Bergen absteigen musste. Ich habe auch im Fittness-Studio gerudert, dreimal die Woche ne Stunde. War auch nicht mein Ding. Jetzt gehe ich eben. Das macht Spass, obwohl es mich mehr anstrengt als das rudern und das Radeln es zu Anfang getan haben. Aber ich hab ein gutes Gefühl und bis jetzt noch kein Fußweh. Lachen

Meine Minitouren waren bis jetzt Drei-Stunden-Märsche ohne Gepäck inklusive ausgiebiger Pause auf ausgesucht ebenen Strecken. Und immer mit Sicherheits-Busanbindung Richtung Heimat, falls doch was schiefgeht. Ich möchte diese Touren dieses Jahr peu a peu ausweiten, um vielleicht eventuell den Elberadweg elbabwärts laufen zu können. Irgendwann mal. Und wenn das klappt, nehme ich die Via-Regia in Angriff... *träum* Winken

Mit Trainern und so hab ich bis jetzt noch keine konkreten Erfahrungen gemacht. Im Studio gabs zwar welche, aber außer Kommandos beim Rudern hab ich nicht viele "Tipps" bekommen. Vielleicht hätte ich explizit danach fragen sollen? Nun ja, egal, vorbei... Mit den Augen rollen

@ Replay: Mein Schlafgerät therapiert eine schwere Schlafapnoe (Atemaussetzer). Ich war bis Mitte vorigen Jahres immer saumüde. Immer! Weil mein Hirn nachts kaum Sauerstoff bekam und deshalb nie wirklich ausgeruht war. Deshalb war ich, wie gesagt, ständig müde und zu nichts wirklich zu gebrauchen. Auch deshalb wohl war ich "faul" und bin zu dick. Aber nun wird das ja therapiert und ich denke, das ist n guter Startpunkt für mich...

@ Buschmann: ich habe bereits eine Ernährungsumstellung eingeleitet, würde aber gern wissen, was du für die richtige Kombination hältst. Mein neuer "Ernährungsstil" erntet meist nur Auslacher und lehrerhaftes Fingerheben "Aber soooooo doch nicht..."
Mir jedoch erscheint die Grundlage logisch, ich habe ohne zu hungern bereits 20 Kilo abgenommen und fühle mich voller Tatendrang... So falsch kann es also nicht sein, oder? Ich ernähre mich Low-Carb nach dem konzept von Nicolai Worm, falls das jemandem was sagt...

Allysonn
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 23.04.2007, 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Allysonn hat Folgendes geschrieben:
@ Buschmann: ich habe bereits eine Ernährungsumstellung eingeleitet, würde aber gern wissen, was du für die richtige Kombination hältst. Mein neuer "Ernährungsstil" erntet meist nur Auslacher und lehrerhaftes Fingerheben "Aber soooooo doch nicht..."
Mir jedoch erscheint die Grundlage logisch, ich habe ohne zu hungern bereits 20 Kilo abgenommen und fühle mich voller Tatendrang... So falsch kann es also nicht sein, oder? Ich ernähre mich Low-Carb nach dem konzept von Nicolai Worm, falls das jemandem was sagt...

Allysonn


Hallo Allysonn,

ne, Low-Carb sagt mir nichts, ist aber auch nicht wichtig, ob mir das was sagt.
Ich denke auch nicht, dass es DIE richtige Kombination gibt, egal ob in Ernährungsfragen oder sonst wo. Es gibt ohnehin nur sehr wenige Dinge, die man kategorisch als gut oder schlecht bezeichnen kann.
Selbst DIE Wahrheit ist eine subjektive Erscheinung.

Mein Standpunkt zur Ernährung ist relativ einfach. Höre auf das, was dein Körper dir sagt. Wenn du dich wohl fühlst, hat du alles richtig gemacht.

Grüße
Buschmann
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Replay
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BeitragVerfasst am: 24.04.2007, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Allysonn,

wenn Dir der Trainer nichts als Ruderkommandos gegeben hat, warst Du im falschen Studio. Oder der Trainer hatte schlicht den falschen Job.

Ein Trainer ist kein Kommandeur, sondern ein Begleiter auf dem Weg zum und in den Sport. Das heißt, daß der Trainer genau auf Deine körperlichen Fähigkeiten und Eigenheiten eingeht und einen Dir maßgeschneiderten Trainingsplan erstellt. Dazu gehört ein umfangreicher Fragenkatalog und ein Eingangstest, sodaß man weiß, wie es um Dein Herz-Kreislauf-System bestellt ist und wo Deine Stärken und Schwächen liegen. Während des Trainings erkennt ein guter Trainer die Stärken und Schwächen des Trainierenden und reagiert darauf und erstellt einen neuen Plan oder baut den ersten Plan um. Naturgegebene Schwächen kann man selbst durch Training nur schwer bis garnicht ausgleichen. Man wird also einen Menschen mit "Läufergenen" (schmaler Körperbau, aber endlose Ausdauer, so wie ich mit 66 kg und 1,77 Größe) niemals zu einem Kraftsportler "umtrainieren" können.

Jetzt frage ich mal ganz unverblümt nach Deiner Größe und dem Gewicht. Ich möchte damit nicht den sog. BMI (Boby-Mass-Index) ausrechnen, weil dieser Wert absolut nichtssagend ist. Nach dieser bescheuerten BMI-Formel wäre z. B. Arnold Schwarzenegger massiv übergewichtig Geschockt Aber dieser bekloppte BMI hält sich selbst in Fachkreisen hartnäckig...

Ich möchte die Größe und das Gewicht nur wissen, um abschätzen zu können, wie hoch die Belastung für die Beine (vor allem Knie und Hüfte) sind, wenn Du durch die Gegend marschiert. Da Du geschrieben hast, daß Du starkes Übergewicht hast, fände ich es für sinnvoll, daß Du erst einen Teil abnimmst und dann marschierst. Zum Abnehmen eignet sich für übergewichtige Personen ein Liege-Ergometer in einem guten (!) Studio sehr gut. Und wenn das Studio gut ist, ist neben dem Liege-Ergometer natürlich ein guter Trainer da. Außerdem sind meist Fernseher im Ausdauerbereich vorhanden, sodaß man in die Glotze schauen kann, während man radelt Cool

In Sachen Ernährung schließe ich mich Buschmann an. Von irgendwelchen "Spezialdiäten" halte ich wenig. Die Natur hat den Menschen für eine gemischte Kost ausgestattet. Und man soll der Natur grundsätzlich nicht ins Handwerk pfuschen.

Wichtig ist also, daß die Ernährung ausgewogen ist. Die Lebensmittel sollten von sehr guter Qualität sein. Da bleibt nur Ökofutter. Es ist gesünder, einen Salat aus dem Supermarkt nicht zu essen, weil das konventionelle Grünzeug schlicht maßlos mit Pestiziden vergiftet ist. Das ist besonders bei Übergewicht ein nicht zu unterschätzender Faktor, weil der Körper Gifte im Fettgewebe (also auch im Gehirn, da vor allem Quecksilber aus Fisch) ablagert. Wenn Du dann abspeckst, kann es passieren, daß der Körper mit den dann gelösten Giften überschwemmt wird und das schwere Krankheiten nach sich zieht. Oder der Körper gibt aus Eigenschutz die Fettreserven nicht auf, um sich eben vor dem Gift zu schützen.

Einen allgemeingültigen Abnehmplan gibt es nicht. Eine Abnehmstrategie ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Man weiß selbst recht genau, was einem gut tut und was nicht. Dabei gibt z. B. das Gewissen recht gute Hinweise. Irgendwelche starren Diätpläne (eben das LowCarb) wirken nur so lange, wie man sich daran hält. Ist in der Nahrung wieder normal viel Kohlehydrate enthalten, nimmt man sofort wieder zu.

Wenn Fragrn auftauchen, einfach weiterfragen.

Und sonst kann ich nur sagen: Vom Tatendrang nicht abhalten lassen Sehr glücklich

Grüße

Replay
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Allysonn
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BeitragVerfasst am: 24.04.2007, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Geschockt Was ist bitte ein Liege-Ergometer? Geschockt Kann mir jetzt so gar nichts darunter vorstellen. Geschockt

Zum Studio, wo ich war. Ich hatte tatsächlich einen Eingangstest, der aber nur etwa 30 Minuten Radel-Trainer mit Pulsmessung war. Danach meinte der Trainer, aus dem Streifen Papier herauszulesen, welche seiner Geräte ich beturnen müsse und welche nicht. Zum Schluß hatte ich einen Schrieb in der Hand, der außer den Geräten im Mucki-Raum ALLE beinhaltete. Dabei war nicht herauszulesen, dass meine Beine ziemlich stark sind (weil sie ja eh trainiert sind durch das Gewicht) und meine Arme eher sehr schwach bemuskelt (Ich krieg schon beim Einkäufe schleppen ziemliches Armzittern).
Ich sollte von allem ein bissi und das je zwei Runden lang machen. Die Gewichte für die Geräte waren lachhaft unausgewogen. Die Beinmaschinen-Hebel schleuderte es regelrecht durch die Gegend, während ich die Hebel für die Arme kaum nen Milimeter bewegt bekam. Hat aber keinen mehr intressiert. Ich hatte ja meinen "Plan". Verrückt

Zu meiner Ernährung: Logi ist keine Diät, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Man kann sich sehr gut daran gewöhnen, weil man wirklich nicht mehr Hunger verspürt, schneller satt ist und vor allem, sich besser fühlt. Außerdem ist nichts wirklich verboten. wenn mein Körper "Nudelattackeeeee!" schreit, kann ich dem nachgeben Mit den Augen rollen . Ich ess zwar bei weitem weniger als bei früheren Nudelattacken, bin aber zufrieden und kann ausgeglichen wieder drei-vier Wochen Low-Carb leben.
Ich habe auf diese Art und Weise bereits 20 kg abgenommen, wiege aber noch immer heftig zuviel. Ich bin 174 groß und bring noch stolze 130 kg auf die Waage (was meinstn, wie die jammert jeden Montag Winken ) Ich werd nie Claudia Schiffer-Maße erreichen, dazu bin ich nicht asketisch genug. Aber ich denke, wenn ich die Hundert unterbieten kann, und seis auch nur um ein halbes Kilo, kann ich schon zufrieden sein.

Meine Minitouren beanspruchen mich zwar, ich habe aber nicht den eindruck, mich zu überanstrengen. Viel stressiger für meinen Körper ist meine Arbeit, da muss ich mit (für mein Empfinden) extrem schweren Schuhen 8 Stunden lang durch ne Anlage laufen. Ich hab zwar nach nem Halb-Stunden-Gang im Normalfall etwa 45 Minuten Pause, in denen ich andre Arbeiten im Sitzen mach, aber nach der Schicht tun mir meine Knochen ehrlich weh... Böse Deshalb lauf ich meine Touren nur in meinen freien Tagen, obwohl ich zeitlich durchaus vor der Nachtschicht oder nach der Frühschicht ein paar Schritte gehen könnte. Aber da will ich meist nix mehr als nur heim und Füß hochlegen...

Ui, jetzt hab ichn Roman geschrieben Verlegen Sorry dafür.

Allysonn
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BeitragVerfasst am: 24.04.2007, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hier sind einige Beispiele solcher Geräte, die man auch Sitzfahrrad nennt. Die sind recht bequem und man kann vor der Glotze im Studio recht entspannt radln, abnehmen und vor allem sehr gelekeschonend trainieren Sehr glücklich

Was ich da über das Studio lese, macht mir klar, daß man da ein Ei drüberhauen kann. Der Eingangstest braucht aber wirklich nicht länger sein und soll auch nur darstellen, wie es mit dem Herz-Kreislauf-System aussieht. Dazu reicht tatsächlich ein Papierstreifen, sofern man die Kurven und Werte interpretieren kann. Der Rest ist Fragerei und ein Beobachten bei den ersten Trainingseinheiten. Von daher kristalisiert sich ein idealer Trainingsplan erst heraus. Darum sollte der Trainer dem Anfänger immer zur Seite stehen und ihm beim Training begleiten. Das ist auch der Grund, daß ein gutes Studio mit gutem Personal meist teurer als ein 08/15 Studio ist, da ein guter Fitneßbetrieb sehr viel Personal braucht.

Bei starkem Übergewicht und/oder ab einem bestimmten Alter empfehle ich als Trainer erst den Gang zum lieben Doktor, der die Person erst mal im Hinblick auf die sportliche Aktivität untersucht. Man glaubt garnicht, was es da für Überraschungen gibt, wenn man den Arztbrief liest. Das sollte jeder verantwortungsvolle Trainer machen.

Die Belastung der Beine ist bei Deinem Größen- und Gewichtsverhältnis schon groß. Das Gemeine daran ist, daß man die Belastung nicht sofort merkt. Die Knorpel, welche der starken Belastung ausgesetzt sind, sind sog. hyalines Gewebe. Solches Gewebe hat keine eigenen Nerven- und Blutbahnen und wird bloß durch das umliegende Gewebe mit Nährstoffen versorgt. Durch die fehlenden Nerven merkt man nicht, wenn man einen Knorpel überlastet. Man merkt es erst, wenn es zu spät und der Knorpel kaputt ist. Und eine Heilung, die nur bei kleineren Schäden möglich ist, dauert durch die fehlende eigene Blut- und Nährstoffversorgung lange. Das kann sich über mehrere Jahre hinziehen.

Da Du schon im Beruf viel zu Fuß bist, würde ich auf jeden Fall von Wanderungen in der Freizeit abraten, solange Du viel Körpergewicht hast. Nicht nur daß das einseitig ist, es ist auch garantiert eine Überforderung der Knorpel. Und wenn im Knie erst mal was kaputt ist, ist eine vollständige Heilung fast nie möglich.

Daher rate ich zuerst zum Sitzfahrrad, um Gewicht abzubauen. So eine Aktivität, gepaart mit einer ausgewogenen Ernährung, läßt die Pfunde dahinschmelzen und man kann dauerhaft das Wunschgewicht halten.

Ganz wichtig beim Training sind ausreichende Ruhepausen. Die sollten 48 Stunden betragen. Der Körper reagiert auf das Training interessanterweise in der dem Training folgenden Nacht, wenn man schläft. Ideal ist also Mo-Mi-Fr ein Training zu machen, das Wochenende sollte frei sein. Es ist die Zeit, zu faulenzen.

LowCarb und Sport ist meist (hängt wiederum vom Typus ab) keine ideale Kombination. Der Körper holt sich einen großen Teil der Energie aus Kohlehydraten. Sind die weg, nimmt er Energie vom Fett. So gesehen hört sich die LowCarb-Geschichte schlüssig an. Ist sie aber nicht. Es kann passieren, daß der Körper in Panik gerät und versucht, aus allem, was er bekommen kann, Fett zu machen und es zu speichern. Schließlich stehen keine Kohlehydrate zur Verfügung, also versucht der Körper, die fehlenden Kohlehydrate durch Fett zu ersetzten. Und für den Notfall zu speichern... Wenn der Körper aber Kohlehydrate hat, verwendet er diese zuerst für die Energiebereitstellung. Hat der Körper etwa 20 Minuten Kohlehydrate verbraucht, stellt er von alleine auf Fettverbrennung um, selbst wenn noch Kohlehydrate da sind. So hat es die Natur bestimmt, weil diese Energieaufbereitung ideal und effizient ist. Den Körper gleich in einen anderen "Betriebsmodus" zu zwingen geht oft in die Hose. Aber, wie gesagt, eine Ferndiagnose ist schwer und darum sollten diese Hinweise lediglich zum Nachdenken anregen. Vielleicht ist Dein Körper von Natur aus so eingestellt, daß er schon nach 10 Minuten auf Fettverbrennung umstellt. Das muß man aber selbst rausfinden oder der Trainer kann es ermitteln, wenn er weiß, was Du wann ißt.

Und wenn Du durch konsequentes Training und durch richtige Ernährung Gewicht verloren hast, kannst Du das Atemgerät in die Vitrine stellen und als Mahnmal gebrauchen Winken

Grüße

Replay
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BeitragVerfasst am: 02.05.2007, 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Traurig So, ich habe jetzt auf Replays Tipp hin tatsächlich meiner Doktorn von meinem Vorhaben erzählt... Sie war etwas entsetzt und meinte ich dürfe mit diesem Übergewicht nicht laufen. Nicht so lange Strecken jedenfalls. Ich solle doch bittschön lieber radeln und versuchen, etwas abzunehmen, bevor ich loswandere. Also: zwei Leute - eine Meinung.

Da werd ich da doch mal drauf hören, denn soviel Spass mir das laufen auch macht, ich will das nicht mit kaputten Knien bezahlen.

Ich werde also vorrangig radeln... darf ich trotzdem hierdrinnen etwas stöbern, um mich weiterzubilden? Denn irgendwann WERDE ich die Via Regia langtraben... Bestimmt! Cool

Allysonn
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BeitragVerfasst am: 02.05.2007, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Aber selbstverständlich darfst Du hier herumstöbern. Und Dich natürlich an den Diskussionen beteiligen.

Dein Wille, Gewicht zu verlieren, ist stark. Das ist eine sehr gute Voraussetzung, das auch zu schaffen. Und Du hast ein Ziel vor Augen. Damit ist schonmal eine hervorragende Startposition und Motivation.

Und wenn Du mit dem Radln abgenommen hast, steht dem Wandern nichts mehr im Wege. Durch das Radln hast Du nicht nur abgenommen, sondern auch das Herz-Kreislauf-System und die Beine darauf vorbereitet und Du gehst fit an die Sache ran.

Also - los geht's Sehr glücklich

Grüße

Replay
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