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BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mobbing ist ein ernstes Problem, welches vor allem in Deutschland leider recht weit verbreitet ist. Aber es gibt andere Lösungen als irgendeine Sucht. Alleine schon die Definition "Mobbing" sagt aus, daß hier Gewalt vom Mob ausgeht. Was anderes als Mob ist eine Gruppe nicht, die sowas macht.

Hier ist eine Grenze erreicht, in der man professionelle Hilfe benötigt. Wir hier können nur unterstützen. Je länger man sich nicht helfen läßt, desto weiter haut man sich in die Scheiße. Und es ist kein Zeichen von Schwäche, in so einer Situation Hilfe anzunehmen.

Gibt es einen Grund für das Mobbing? Was sagt der Chef?

Grüße

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mountain man
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BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
nein, ich bin noch nicht Schokoladensüchtig Sehr glücklich Ein Hauptproblem beim Mobbing ist auch, dass man es nicht gleich als solches erkennt und dadurch Anfangsfehler macht. In meinem Fall ist es so, dass ich und noch einer von meinem jetzigem Arbeitgeber übernommen werden mußten und zwar Vertraglich, weil ein paar Ortsgemeinden, wo ich vorher arbeitete ihre Wasserversorgung an den Zweckverband, wo ich jetzt arbeite, abgegeben haben. Mein Arbeitgeber wollte von Anfang an nur das Wassergebiet, aber nicht die zwei Mann mit übernehmen. Und so gings halt los, 3 Jahre lang. Ich muß die niedrigsten Arbeiten verrichten, mach alles falsch usw. Habe schon 3 Einschüchterungsabmahnungen. Eines Morgends kam ich zur Arbeit und da legten sie mir einen Auflösungsvertrag mit Abfindung vor.
Habe ich abgelehnt, da wurde es noch schlimmer. Böse
Natürlich habe ich auch professionelle Hilfe angenommen, Mobbingberatung, Psychater (braucht man in so einem Fall wegen der Krankmeldungen und falls es vors Arbeitsgericht geht), Anwalt, Freunde und Bekannte, die selbst in hoher Position stehn und besonders wichtig ist der Rückhalt durch Ehepartner und Familie. Sehr glücklich
Wegen dem Mobbing habe ich mir die Behinderungsprozente geben lassen. Ich habe 50% wegen Schwerhörigkeit seit letzten Oktober.
Letztes Jahr war ich auf Anraten des Integrationsdienstes 5 Monate am Stück "krank". Ich habe die Zeit gut genutzt, habe den DAV- Wanderleiter gemacht, war 4 Wochen in der Reha-Klinik usw.
Erst seit Januar dieses Jahres bin ich wieder bei der Arbeit und frisch gestärkt, mental und körperlich. Spätestens hier hat der Arbeitgeber gemerkt, ich bin nicht kleinzukriegen. Niemand hat damit gerechnet, das ich nochmals auf der Arbeit erscheine und all die Schikanen und Demütigungen über mich ergehen lasse. Am Anfang wars noch ruppig, aber es hörte schlagartig auf Geschockt
Der Meister und Ingenieur sind jetzt freundlich zu mir und das Klima ist o.k. Ich hoffe, es bleibt so Sehr glücklich
So, das war jetzt in Kurzfassung die Situation.

Grüße Ingo
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Allysonn
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BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir hört das wohl nicht auf. Mein Chef ist nämlich der Meinung, ich sei selber schuld. Und als "Lösung" schlug er mir vor, mich in eine andre Abteilung versetzen zu lassen. In eine, in der Frauenarbeit arbeitsmedizinisch gar nicht erlaubt ist. Aber es ist natürlich leichter, eine Person zu versetzen, als mit fünfen Tacheless zu reden.

Dummerweise macht sogar das Personalbüro mit und auch der Werksarzt hat zwei wochen nach seinem kategorischen "NEIN!" auf einmal umgeschwenkt auf: "Klar warum nicht". So dass mir tatsächlich vorkomm, als sei ich der Störfaktor. Ich meine, wenn 20 Mann diese Meinung haben, nur ich nicht... wie kann ich da so arrogant sein und glauben, zwanzig Mann irren? Ziemlich deprimierend das alles. Und Schoki hilft nicht wirklich. Aber das Gespräch mit Freunden, und seis auch nur per Internet hilft...
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Allysonn,
ja, selbstverständlich das ist die Methode des Mobbings. Totale Verunsicherung, Einschüchterung und Demütigung. Wenn jemand auf der Abschußliste steht, bekommt dieser nie recht und wenn er noch so im Recht ist. Es geht gezielt darauf ab, alles schlecht zu machen, zu langsam usw. Man wird so verunsichert, das man bei den einfachsten Dingen Fehler macht. Darauf wird dann die nächste Attacke aufgebaut.
Man versucht alles richtig zu machen, gute Leistung zu bringen usw. Je mehr man sich bemüht, die Gegner merken das ja, desto mehr wird alles madig gemacht und attacktiert. Der Gegner merkt die Verunsicherung und drückt auf den Wunden Punkt. Früher oder später führt es zu Krankheitsausfällen Traurig
Schuld wird immer dem Gemobbten gegeben, der Gegner kann ja die Fehler nachweisen, die der Gemobbte macht. Diese Fehler können auch unberechtigte Anschuldigungen sein. Du bekommst keine Möglichkeit der Klarstellung. Sich zu Rechtfertigen bringt in diesem Stadium nichts mehr. Du findest kein Gehör. Man will es auch nicht hören. Böse
Niemand im Betrieb will sich wegen einer "unbeliebten Person", die Freiwild geworden ist, in Schwierigkeiten bringen. Das erklärt die Haltung des Arztes und des Personalbüros.
Denke niemals, weil 20 Leute gegen dich sind, das sie im Recht sind und Du nicht. Wenn du an dir zweifelst hast du verloren. Das ist die Methode des Mobbings. Wenn du Fragen hast, melde dich. Auch privat, man muß hier nicht alles öffentlich machen.

Grüße Ingo
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BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zuerst würde ich einen Arzt meines Vertrauens aufsuchen. Arztbesuche sind wichtig, falls es auf das Arbeitsgericht geht.

Da mountain man hier Erfahrung einbringen kann, ist er wohl der bessere Ansprechpartner als ich. Wenn ihr wollt, könnt ihr das auch hier öffentlich besprechen und ich tenne die Diskussion ab und gebe ihr einen neuen und eigenen Thread. Wenn nicht, dann könnt ihr auch auf die PN-Funktion des Forums zurückgreifen oder die Mailadressen austauschen.

Auf alle Fälle wünsche ich Allysonn viel Stärke und wenn was ist, Du was besprechen willst, melde Dich einfach jederzeit. Entweder per PN oder im Forum.

Grüße

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Allysonn
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BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, wenn ich ehrlich bin, mürbt es mich nicht wirklich so dolle, wie "die da" hoffen. Denn wenn es um Urlaubsvertretung geht oder ums Springen in ne andre Schicht, heißts auf einmal nicht mehr: "Die könn wa das nich machen lassen, die ist zu blöd". Da geht das auf einmal problemlos. Was mir sagt: die wissen selber, dass sie nur Schmarrn erzählen. Deshalb gleitet das an mir ab, wie Jauche an ner Marmorsäule (hach, ich liebe diesen Spruch vom ollen Dänicken Winken ).

Wenn ich ehrlich bin, freu ich mich auf die neue Arbeit. Auch wenn sie vielleicht nicht frauentypisch ist. Aber ich versuche sowieso, sooft es geht, gegen Klischees zu leben...

Ich weiß, womit ich mir das Mobbing eingehandelt habe, weiß, dass ich nichts mehr daran ändern kann und ich weiß, dass ich dieses Prob in der neuen Abteilung nicht mehr haben werde. Also kanns ja nur noch gut werden...

Trotzdem danke ich Euch von Herzen für Eure Hilfsangebote.

Allysonn
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mountain man
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BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Allysonn,
na das freut mich aber, dass es doch nicht so schlimm ist, wie es sich anhörte. Lachen Sei vorsichtig in der neuen Abteilung, man kann nie wissen wie viel dort über deine vorherige Situation bekannt ist. Das kann schlechte Folgen haben. Aber ich wünsche Dir alles Gute dabei.
Wir wollen jetzt auch nicht alles so schwarz sehen.

Grüße Ingo
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Wohnort: Voralpen, also vor den Alpen ;)

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Dann will ich mal hoffen, daß das mit der neuen Abteilung klappt. Bleibt die Frage nach dem Ursprung der von Dir erwähnten Internetsucht... Ausrufezeichen

Grüße

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mountain man
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BeitragVerfasst am: 11.05.2007, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute,
am Beispiel des Arbeitslebens erkennen wir, wie wir unseren Mann stehen müssen. Was nützt es mir, wenn ich der König des Waldes bin und alle mir selbstgestellte Survivalaufgaben super meistern kann, aber sowie ich wieder die Stadtgrenze überschreite, von den Alltagssorgen überwätligt werde Geschockt Ist das Survival nur was für die Wildnis, kann man nicht viele Elemente davon auch im Alltag umsetzen? z.B mit dem Wort "ÜBERLEBEN"

Ü berleben kannst du nur, wenn du den Willen dazu hast!

B ehalte die Ruhe, teile deine Kräfte sinnvoll ein!

E rregung kostet Nervenkraft und führt zu übereilten Entschlüssen!

R ettung ist nur möglich, wenn du Panik vermeidest und Furcht
überwindest!

L asse nie den Mut und Selbstvertrauen sinken!

E rhoffe stets das Beste, sei aber immer auf das Schlechteste vor-
bereitet!

B eherrsche jede Situation! Laß dich nicht von ihr beherrschen!

E rdenke immer neue Aushilfen! Improvisiere!

N ur wer sich selbst aufgibt, ist verloren!

Dies habe ich entnommen aus dem Buch "Überleben in Natur und Umwelt" von Heinz Volz
In diesem Buch steht das als Standardregeln des Überlebens.
Nun geht es darum, daß wir diese mentale Überlegungen, nicht nur im Wald anwenden, sondern auch im Alltag. Jeder Survivor hat wohl seinen Survival- kit zu Hause. Wie steht es mit unserem Survival- Kit für den Alltag? Was meint iht dazu?

Grüße Ingo
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Buschmann
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BeitragVerfasst am: 11.05.2007, 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

mountain man hat Folgendes geschrieben:
Wie steht es mit unserem Survival- Kit für den Alltag?


Das sehe ich mal schwerpunktmäßig in der mentalen Vorbereitung.
Darunter verstehe ich Aufmerksamkeit, öfter mal seine Wahrnehmungskanäle schärfen und aufgeweckte aber kritische Beobachtung was um einen herum vorgeht.
Ich finde es immer bemerkenswert, wie der Schreckmoment die meisten Menschen lähmt – in der Zeit ist man handlungsunfähig. Egal ob das im Straßenverkehr ist, bei einem körperlichen Angriff, schlicht und ergreifend bei allem, was in diesem Moment nicht ins Bild passt.
Und auf diese Dinge kann man sich, zunächst mal mental, vorbereiten.
Selbstverständlich sind darüber hinaus verschiedene Trainings überaus hilfreich, beispielsweise ein Fahrsicherheitstraining, die Auffrischung eines Erste-Hilfe-Kurses oder ein wenig Selbstvereidigungstraining.

Grüße
Buschmann
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